Wer in Großbritannien Bitcoin oder andere Kryptowährungen kaufen möchte, muss immer häufiger mit Schwierigkeiten rechnen. Denn zahlreiche Banken verweigern ihren Kunden, Überweisungen an Krypto-Börsen vorzunehmen oder begrenzen die Beträge, die sie investieren dürfen.
Diese Banken schränken Krypto-Käufe ein
Zwischen Mai und August 2026 meldeten insgesamt 9.803 Personen über ein Onlineportal der Initiative Stand With Crypto 10.092 Beschwerden. Die meisten davon entfielen auf die Lloyds Banking Group, zu der auch Halifax und die Bank of Scotland gehören. Allein hier wurden 2.297 Fälle registriert, gefolgt von Barclays mit 1.569 und NatWest mit 1.278 Beschwerden. Zusammen vereinen die drei Bankengruppen damit gut 51 Prozent aller Meldungen auf sich.
Die Beschränkungen unterscheiden sich allerdings deutlich voneinander. So erlaubt Barclays höchstens 2.500 britische Pfund pro Transaktion mit einem monatlichen Limit von 10.000 Pfund. Bei NatWest liegt die Grenze bei 1.000 Pfund täglich und 5.000 Pfund innerhalb von 30 Tagen. Sechs weitere Banken untersagen entsprechende Zahlungen an Krypto-Börsen sogar vollständig. Zudem sind die Regeln für Kunden teilweise sehr undurchsichtig und 28 Prozent aller Meldungen richten sich gegen Banken, die keine entsprechenden Einschränkungen veröffentlicht haben.
Banken rechtfertigen sich mit Betrugsprävention
Die Institute begründen ihre Maßnahmen vor allem mit dem Schutz ihrer Kunden vor Betrug und finanziellen Verlusten. Stand With Crypto hält pauschale Beschränkungen hingegen für unverhältnismäßig und fordert individuelle Risikoprüfungen, zumal die Einschränkungen auch Krypto-Börsen betreffen, die bei der britischen Finanzaufsicht registriert sind.
