"Operation Atlantic" startet 

Internationale Ermittlungen gegen Krypto-Betrug

USA, Großbritannien und Kanada starten die Initiative “Operation Atlantic”. Im Fokus stehen Phishing-Angriffe auf Krypto-Wallets.

Moritz Draht
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Ein Finger auf einem Laptop

Beitragsbild: Shutterstock

| Ermittler gehen gegen Krypto-Phishing-Netzwerke vor

Strafverfolgungsbehörden aus den USA, Großbritannien und Kanada haben eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung von Krypto-Betrug gestartet. Die Operation mit dem Namen “Operation Atlantic” wird unter anderem von der britischen National Crime Agency (NCA), dem US Secret Service sowie kanadischen Behörden wie der Ontario Provincial Police und der Ontario Securities Commission getragen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen sogenannte Approval-Phishing-Angriffe. Dabei werden Nutzer dazu gebracht, einer Transaktion zuzustimmen, die Betrügern Zugriff auf ihre Krypto-Wallet gewährt.

Die beteiligten Behörden arbeiten im Rahmen der Operation auch mit Krypto-Dienstleistern zusammen, die in Großbritannien tätig sind. Potenzielle Opfer werden telefonisch oder per E-Mail kontaktiert, um sie über mögliche Risiken aufzuklären und weitere finanzielle Schäden zu verhindern.

“Approval-Phishing und Anlagebetrug verursachen jedes Jahr finanzielle Verluste in Millionenhöhe”, erklärte Brent Daniels, stellvertretender Direktor für operative Einsätze beim US Secret Service. Ziel der internationalen Zusammenarbeit sei es, solche Betrugsnetzwerke möglichst schnell zu identifizieren und zu unterbrechen.

Die Initiative baut laut Angaben der Ontario Securities Commission auf dem bereits bestehenden Projekt “Atlas” auf, das 2024 von der Ontario Provincial Police gemeinsam mit dem US Secret Service gestartet wurde. Neben den beteiligten Behörden unterstützen auch die britische Finanzaufsicht FCA, die Royal Canadian Mounted Police sowie die Staatsanwaltschaft des District of Columbia die Ermittlungen.

Phishing verursacht Milliardenverluste

Behörden warnen vor steigenden Phishing-Angriffen im Krypto-Sektor. Laut einem Bericht der Analyseplattform Nominis nahm die Zahl der Phishing-Attacken im Februar deutlich zu. Gleichzeitig sank jedoch der Gesamtwert der gestohlenen Kryptowährungen aus Betrugsfällen und Exploits auf 49 Millionen US-Dollar, nachdem im Januar noch rund 385 Millionen US-Dollar verzeichnet wurden.

Eine weitere Analyse von Chainalysis zeigt, dass Phishing-Angriffe zwischen Mai 2021 und Juli 2024 insgesamt rund 2,7 Milliarden US-Dollar in Krypto erbeutet haben.

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