Sberbank Größte Bank Russlands liebäugelt mit Stable Coin

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Bitcoin auf russischem Hintergrund

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Angesichts der jüngsten Verabschiedung des Gestzes für digitale Finanzanlagen (DFA), äußerte die größte Bank des Landes ihre Überlegungen zur Herausgabe eines Stable Coins.

Kurz nachdem der Präsident Russlands, Wladimir Putin, am 31. Juli ein Gesetz über die Regulierung von Transaktionen mit digitalen Finanzanlagen (DFA) unterzeichnete, wird der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen ab dem 1. Januar 2021 legalisiert. Dennoch bleibt die offizielle Akzeptanz als Zahlungsmittel aus. Bezahlen mit Bitcoin in Russland bleibt also illegal.


Infolge des DFA-Gesetzes erwägt nun die größte russische Bank, Sberbank, die Herausgabe eines Stable Coins. So berichtet es die russische Tageszeitung Kommersant. Sergey Popov, Direktor des Geschäftsbereichs Transaction Business, kommentiert:

Wahrscheinlich können wir auf der Grundlage des verabschiedeten Gesetzes einen Token ausgeben, den wir an den Rubel binden können. Ein solch entsprechender Stable Coin kann eine Grundlage, ein Instrument für die Abrechnung einiger anderer digitaler Assets werden.

Im Mai schlug die Sberbank schon Wellen, nachdem sie stattliche 100 Millionen US-Dollar für den Kauf von 5.000 Blockchain-basierten Geldautomaten ausgegeben hatte. Jeder Geldautomat sollte eine Kapazität von 14.500 Banknoten haben, und Sicherheitsvorkehrungen wie intelligente Überwachung und diebstahl- und vandalismussichere Softwares sollen mithilfe der Blockchain-Technologie garantiert werden.

Die Sberbank ist die älteste und größte Bank Russlands und hält fast 44 Prozent aller Bitcoin Codes im Land. Sie betreibt 14.200 Filialen und 77.000 Geldautomaten landesweit.


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QuartalsreportTesla zieht blank: So hat sich Bitcoin auf die Bilanz niedergeschlagen

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Tesla hat im zweiten Quartal Rekord-Einnahmen verbucht – steht mit seinem Bitcoin-Investment jedoch in den Miesen.


Der US-Autobauer Tesla hat die Bitcoin-Community auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt, die sich auch im Bitcoin-Kurs widergespiegelt hat. Als CEO Elon Musk im Februar den Kauf von BTC im Gegenwert von 1,5 Milliarden USD sowie dessen Akzeptanz als Zahlungsmittel verkündete, bescherte das der Krypto-Leitwährung einen massiven Kursauftrieb. Die Hochstimmung trieb BTC bis über die 60.000 USD-Marke – dann zeigte sich, dass die Rallye auf Sand gebaut war. Denn schon am 12. Mai ruderte Tesla zurück: Der Konzern sorgte sich um sein “grünes” Image und das energiehungrige Bitcoin-Netzwerk stand dem vermeintlich entgegen. Weite Teile der Bitcoin Community haben Musk für seine Kehrtwende kritisiert; wohl auch, weil diese eine deutliche Kurskorrektur ausgelöst hatte.

Teslas Bitcoin Investment: Bislang ein Verlustgeschäft

Auch für die Bitcoin-Rücklage in Höhe von 42.902 BTC, die der E-Autobauer nach wie vor hält, bedeutete die (eventuell nur vorläufige) Kehrtwende nichts Gutes. Nachdem diese Ende April auf einen Gegenwert von rund 2,5 Milliarden USD angewachsen war, rutschte die Reserve ins Minus. Das geht aus den gestern veröffentlichten Quartalszahlen von Tesla hervor. Dort gibt Tesla einen nicht realisierten Verlust in Höhe von 23 Millionen USD für seine BTC-Reserve an. Angesichts der Verzehnfachung des Profits auf über eine Milliarde USD, die Tesla in Q2 im Jahresvergleich erzielt hat, dürfte Elon Musk ein Bitcoin Dump aktuell nicht gerade unter den Nägeln brennen – auch wenn es nicht das erste Mal wäre, dass Tesla BTC verflüssigt.

Goldman-Sachs-StudieDie Ultrareichen packt das Krypto-Fieber

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Immer mehr Unternehmen, die Privatvermögen reicher Familien managen, investieren in Bitcoin und Co.

Vermögensverwalter wohlbetuchter Familien intensiveren zunehmend ihr Krypto-Engagement. Zu diesem Ergebnis gelangte eine Studie der Großbank Goldman Sachs. 60 Prozent der befragten sogenannten Family Offices haben entweder bereits in Kryptowährungen investiert oder ziehen diesen Schritt ernstlich in Erwägung.

Laut einem Bloomberg-Bericht befragte Goldman Sachs insgesamt 150 Family Offices mit denen es geschäftlich verwoben ist. Weltweit gibt es etwa zehn Tausend derartige Unternehmen, die das Privatvermögen einer einzelnen Familie managen. Im Zuge des Tech-Booms nahm ihre Marktmacht stetig zu. 45 Prozent der Family Offices aus der Umfrage verwalten beispielsweise Vermögenswerte zwischen einer und 4,9 Milliarden US-Dollar. Eine Schätzung aus dem Jahr 2019 geht für die gesamte Branche gar von Assets in Höhe von 6 Billionen US-Dollar aus. Diese Akteure haben somit eine Menge potenzielles Kapital für den Krypto-Space.

Goldman Sachs konstatiert großes Krypto-Interesse

Aus der Umfrage geht hervor, dass 15 Prozent der befragen Family Offices bereits an Geschäften mit Bitcoin und Co. partizipieren. Dazu gesellen sich nochmals 45 Prozent mit deutlichem Interesse. Laut Goldman Sachs sehen die Family Offices Kryptowährungen als möglichen Schutz vor “erhöhter Inflation, anhaltend niedrigen Zinsen und anderen makroökonomischen Entwicklungen nach einem Jahr beispielloser globaler monetärer und steuerlicher Stimuli.”

Meena Flynn, die bei der Großbank für die Verwaltung von Privatvermögen zuständig ist, bestätigte gegenüber Bloomberg das rege Krypto-Interesse ihrer Family-Office-Kunden. Diese hätten zahlreiche Fragen rundum Blockchain und DLT. Flynn sagt, dass viele bei dieser Technologie einen ähnlichen Impact vermuten, wie seiner Zeit beim Internet. Daneben gibt es indes auch Krypto-skeptische Family Offices. Laut Goldman Sachs seien Zweifel an der Langfristigkeit des Krypto-Booms die am weitesten verbreitete Sorge.

Hierzulande zählt der Blockchain-Investment-Fonds Blockwall Capital II Family Offices ebenfalls zu seinen größten Kapitalgebern.

Goldgräberstimmung Großinvestoren kaufen 100.000 Bitcoin in drei Wochen auf

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Wie Netzwerkdaten zeigen, waren Großinvestoren nicht untätig in den letzten Wochen. Während der Sommerflaute am Krypto-Markt haben sie ihre Wallet-Bestände massiv aufgestockt.

Allmählich bahnt sich der Bitcoin-Kurs seinen Weg aus dem Formtief. Nachdem Tesla-Chef Elon Musk vor wenigen Tagen eine erneute Bitcoin-Akzeptanz seines Unternehmens angedeutet hat, sorgte der Online-Händler Amazon für den nächsten Kursschub zu Wochenbeginn. Laut Insider-Quellen steht das Unternehmen kurz vor der Einführung von Bitcoin als Bezahlmodalität. Das Gerücht ließ den BTC-Kurs in den letzten 24 Stunden kurzerhand aufdrehen. Den “Rest” erledigte ein Short Squeeze, bei dem Bitcoin Short-Positionen im Wert von rund 860 Millionen US-Dollar liquidiert wurden. So liegt der BTC-Kurs mit elf Prozent Steigerung im Tagesvergleich nur wenige Meter von der 40.000er Marke entfernt. Für Investoren, die ihre Wallets in den letzten Wochen gefüllt haben, zahlt sich die Schnäppchenjagd nun aus. Wie On-Chain-Daten zeigen, haben vor allem Großanleger die Kursflaute für Nachkäufe genutzt.

Im Bitcoin-Rausch

In nur drei Wochen gingen demnach knapp 100.000 Bitcoin auf die Wallets der “Wale”. Nachdem die Bestände der Investoren, die zwischen 1.000 und 10.000 BTC halten, im Zuge des breiten Ausverkaufs im Mai deutlich gefallen waren, bewegen sie sich somit wieder auf Vor-Crash-Niveau. Auf die Börsenbestände und damit in indirekter Weise auch auf den Bitcoin-Kurs hatte der massenhafte Zukauf zwar keine unmittelbaren Auswirkungen. Käufe der Größenordnung werden schließlich nicht über die üblichen Handelsplätze, sondern im außerbörslichen Direkthandel über OTC-Desks abgewickelt. Dennoch zeugt die aggressive Aufstockung, dass sich das “Smart Money” für eine heiße Phase am Krypto-Markt wappnet.

WeltpremiereBitcoin-Börse Bitstamp listet erstmals einen Euro-Stablecoin

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Die Bitcoin-Börse Bitstamp hat ihren ersten Euro-Stable-Coin gelistet. Dafür setzt Bitstamp auf Tether.

Tethers USDT ist nach wie vor tonangebend in Sachen Stablecoins – auch wenn sich nicht von der Hand weisen lässt, dass die Konkurrenz, allen voran der USD Coin (USDC) immer mehr an Boden gut macht. Weil der US-Dollar (noch) den Rang der globalen Leitwährung belegt, nimmt es wenig wunder, dass auch Stablecoins sich auf USD fokussieren. Dabei gibt es längst auch Stablecoins für andere Fiatwährungen, allen voran den Euro. Tether hat bereits im Jahr 2018 den “EURt” aufgelegt. Im selben Jahr listete die Krypto-Börse und Tether-Schwester Bitfiniex das Handelspaar EURt/EUR. Bislang hat der Euro-Stablecoin indes vergleichsweise wenig Verwendung gefunden. Das könnte sich nun ändern.

Bitstamp führt Stablecoin Euro Tether (EURt) ein

So hat mit Bitstamp nun eine der größeren Bitcoin-Börsen die Aufnahme von EURt in ihr Angebot verkündet. Damit will Bitstamp vor allem europäischen Kund:innen das Trader-Leben leichter machen.

Indem Sie EURt verwenden, haben Sie eine gute Chance, die FX-Volatilität zu beseitigen, da kein USDt-Zwischenhändler erforderlich ist. Sie können auch einen möglichen Kaufkraftverlust vermeiden, wenn der Euro an Stärke verliert. Und wenn Sie im Euroraum sind, wird natürlich alles einfacher, weil Sie in Ihrer Heimatwährung operieren,

rührt Bitstamp auf dem Unternehmensblog die Werbetrommel für den Stablecoin EURt.

Am 19. Juli hatte Bitstamp zunächst Ein- und Auszahlungen des Stablecoins ermöglicht. Seit dem 22. Juli lassen sich bereits Limit-Order mit EURt erstellen. Sobald genügend Liquidität vorhanden ist, soll der Handel mit den neuen Tauschpaaren EURt/EUR sowie EURt/USD vollumfänglich möglich sein.

Auch im Bereich der Decentralized Finance (DeFi) hat EURt kürzlich eine Premiere gefeiert. Das Krypto-Lending-Protokoll C.R.E.A.M. Finance hat am 22. Juli als erste DeFi-Plattform den Stablecoin integriert.