2 Milliarden Euro LKA Sachsen beschlagnahmt 50.000 Bitcoin

Riesiger Ermittlungserfolg in Sachsen. Das LKA beschlagnahmte Bitcoin im Wert von zwei Milliarden Euro. Wie kam es dazu?

Tobias Zander
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Ein großer Erfolg für die sächsischen Ermittlungsbehörden

Beitragsbild: Picture Alliance

| Ein großer Erfolg für die sächsischen Ermittlungsbehörden
  • Sächsische Ermittler haben Mitte Januar rund 50.000 Bitcoin im Wert von rund zwei Milliarden Euro beschlagnahmt. Dabei handelt es sich um die bisher größte Sicherstellung von Bitcoin durch deutsche Strafverfolgungsbehörden, wie LKA-Sprecher Kay Anders gegenüber dem MDR bestätigte.
  • Die gemeinsamen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) und der Steuerfahndung des Finanzamtes Leipzig II richteten sich gegen einen 40-jährigen Deutschen und seinen 37-jährigen Komplizen aus Polen.
  • Das LKA wirft den Beschuldigten vor, bis Ende Mai 2013 das illegale Streamingportal “movie2k.to” betrieben zu haben. Dieses galt als Nachfolger des populären “kino.to” und stellte selbst zwischenzeitlich eine der wichtigsten illegalen Streamingplattformen im deutschsprachigen Raum dar.
  • Die beiden Verdächtigen sollen insgesamt über 880.000 Raubkopien verbreitet haben. Die aus dem illegalen Geschäftsmodell mit Werbung und Abofallen erhaltenen Gelder sollen sie in der Folge schon damals in Bitcoin investiert haben.
  • Das erklärt den heute erstaunlich hohen Wert ihrer BTC-Bestände, denn auch am Höhepunkt des damaligen Bullenmarktes kratzte BTC nur kurz an der 1.000 US-Dollar Marke. Deshalb kam durch langfristiges Buy & Hold bis heute mindestens eine 40-fache Rendite des ursprünglichen Investments zustande.
  • Ihre kriminelle Energie zahlte sich trotz des disziplinierten “Hodlns” scheinbar nicht aus, denn unter dem Ermittlungsdruck überwies nun einer der Beschuldigten die enorme Bitcoin-Menge wohl freiwillig an das Bundeskriminalamt. Anklage wurde vor diesem Hintergrund bisher nicht erhoben.
  • Unklar bleibt, was mit den beschlagnahmten Bitcoin geschieht. Das Land Sachsen besitzt damit zumindest vorläufig mehr Bitcoin als El Salvador und konkurriert mit den Beständen des BlackRock-ETFs. Ein baldiger Verkauf erscheint dabei am wahrscheinlichsten. Die Erlöse dürften der sächsischen Landeskasse zugutekommen. Immerhin hat das Bundesland derzeit Schulden in Höhe von fast 9 Milliarden Euro.
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