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Zensurfreies Internet Brave integriert IFPS

Der Krypto-Browser Brave unterstützt künftig das Interplanetary File System (IFPS). Damit können Brave-Nutzer fortan IFPS-Adressen direkt aufrufen – oder mit einem Klick zur IFPS Node werden.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 1 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Die Desktop-Version des Brave Browsers unterstützt fortan das IPFS. Das hat Brave Software, das Unternehmen hinter dem auf Datenschutz fokussierten Browser, am 19. Januar in einer Pressmitteilung verkündet. Das IFPS ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk, das ein Zensur-freies Internet ermöglicht. Einen bekannteren Einsatz fand das IFPS beispielsweise, als der türkische Präsident Erdogan Ende 2017 für seine Landsmänner und -Frauen den Zugriff auf Wikipedia sperrte. Die Sperre sollte bis zum 15. Januar 2020 anhalten. Aktivisten hatten seinerzeit eine Kopie der Wikipedia auf dem IFPS angefertigt – und dem Autokraten damit ein Schnippchen geschlagen.

Brave und IFPS gegen die Zensurwut

Mit dem jüngsten Update des Krypto-Browsers Brave sollen die Nutzer fortan nicht nur die Möglichkeit haben, Ipfs://-URLs aufzurufen, sondern auch selbst einen IFPS Node zu betreiben und Daten ins IFPS auszulagern. Molly Mackinlay, Projektmanagerin bei IPFS, sieht in der Kooperation einen Gewinn für das dezentralisierte Web (dWeb). Und lässt dabei durchscheinen, dass das türkische Staatsoberhaupt nach wie vor unfreiwillig Werbung für ein Zensur-resistentes Web macht:

Indem die Vorteile des dWeb zu Brave-Nutzern gebracht werden, werden die Bemühungen von IPFS, die systemische Datenzensur durch Unternehmen und Nationalstaaten zu beseitigen, nun durch die Integration mit Brave verstärkt. Heute können Webnutzer auf der ganzen Welt nicht auf eingeschränkte Inhalte zugreifen, darunter zum Beispiel Teile von Wikipedia in Thailand, über 100.000 gesperrte Websites in der Türkei und kritischer Zugang zu COVID-19-Informationen in China. Jetzt kann jeder mit einer Internetverbindung auf diese kritischen Informationen über IPFS im Brave-Browser zugreifen,

lässt sich Mackinlay in der Pressemitteilung zitieren.

Der Merchandise-Shop von Brave setzt bereits seit April 2020 auf das IFPS, das aus dem gleichen Hause stammt – Protocol Labs – wie der im Spätjahr 2020 lancierte Filecoin. Letzterer soll das IFPS um ein dezentrales Speichernetzwerk ergänzen.

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