Bitcoin Suisse hat von der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht (FMA) eine MiCA-Lizenz als Krypto-Dienstleister erhalten. Die Zulassung wurde an die europäische Tochtergesellschaft Bitcoin Suisse (Europe) AG vergeben. Damit kann das Krypto-Unternehmen seine Dienstleistungen künftig in ausgewählten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anbieten.
Für Bitcoin Suisse ist die Lizenz ein wichtiger Schritt beim Ausbau des Europageschäfts. Das 2013 gegründete Unternehmen zählt zu den bekanntesten Krypto-Finanzdienstleistern der Schweiz und bietet unter anderem Handel, Verwahrung und Staking von Kryptowährungen an.
Mit der Expansion setzt Bitcoin Suisse auf den europäischen Markt, der durch die MiCA-Verordnung erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für Krypto-Unternehmen erhalten hat. Die europäische Tochter des Unternehmens besteht bereits seit 2018 und war bislang unter dem liechtensteinischen Blockchain-Gesetz registriert.
Neuer Chef für das Europa-Geschäft
Die Leitung der Europa-Tochter übernimmt Roman Przibylla. Der Manager war zuvor unter anderem für Deutsche Bank, Commerzbank, HSBC und Vontobel tätig. Mit der MiCA-Lizenz erhalte Bitcoin Suisse Zugang zu einem der größten Anlegermärkte der Welt, erklärte Przibylla in einer Pressemitteilung.
Auch Konzernchef Andrej Majcen sieht in der Zulassung für den europäischen Markt einen Meilenstein. Die MiCA-Genehmigung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer international aufgestellten Marke.
Wenige Tage vor Ablauf der Übergangsfrist bemühen sich Unternehmen noch um die wichtige MiCA-Lizenz. Dazu gehört jüngst auch XRP-Herausgeber Ripple. Ohne Lizenz könnte zeitnah das Aus für viele Anbieter drohen – darunter Binance. Mehr dazu hier: Ärger mit MiCA? Droht Binance das Aus in Europa?

