Keine Entspannung am Krypto-Markt. Der Bitcoin-Kurs verliert im Tagesvergleich 0,6 Prozent und fällt erneut knapp unter die Marke von 60.000 US-Dollar. Auf Wochensicht summiert sich das Minus inzwischen auf rund sieben Prozent. Ethereum gibt um 0,9 Prozent auf 1.500 US-Dollar nach und verliert innerhalb einer Woche rund zehn Prozent. XRP büßt 1,4 Prozent ein, Solana 2,4 Prozent. Unter den zehn größten Kryptowährungen verzeichnet Hyperliquid mit einem Abschlag von rund zehn Prozent den stärksten Wochenverlust.
Die Gesamtmarktkapitalisierung sinkt um 0,7 Prozent, der Fear and Greed Index signalisiert mit 18 Punkten weiterhin “extreme Angst”. Trotz der heftigen Kursverluste bleibt eine deutliche Gegenbewegung bislang aus.
On-Chain-Daten zeigen erste Kapitulation
Für Aufmerksamkeit sorgt unterdessen eine Analyse der On-Chain-Plattform CryptoQuant. Demnach werden derzeit so viele Bitcoin mit Verlust bewegt wie seit Beginn der aktuellen Korrektur nicht mehr. Grundlage ist das Verhältnis von UTXOs, die mit Gewinn beziehungsweise mit Verlust ausgegeben werden. UTXOs dokumentieren vereinfacht gesagt, zu welchem Preis Bitcoin zuletzt on-chain bewegt wurden und erlauben Rückschlüsse auf das Verhalten der Marktteilnehmer.
Nach Einschätzung von CryptoQuant deutet der starke Anstieg verlustbringender Transaktionen auf den Beginn einer Kapitulationsphase hin. In früheren Bärenmärkten fielen viele Anleger erst in dieser Marktphase aus dem Markt, nachdem sie ihre Positionen mit Verlust aufgegeben hatten. Solche Phasen markierten rückblickend häufig den Übergang von panikartigen Verkäufen zu einer allmählichen Bodenbildung. Ob sich dieses Muster auch diesmal wiederholt, bleibt jedoch offen.
