Déjà-vu Bitcoin-Börse BitBay geht für mehrere Stunden offline

Schlagzeile
Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Teilen

Quelle: shutterstock

Jetzt anhören
BTC38,230.00 $ -0.22%

Die estländische Bitcoin-Börse BitBay ging am 12. Oktober 2020 ohne Vorwarnung offline. 800.000 Nutzer hatten für mehrere Stunden keinen Zugriff auf ihre Konten. Für BitBay ist es nicht der erste Ausfall dieser Art.

Am 12. Oktober 2020 veröffentlichte BitBay einen Tweet in dem es hieß, dass die Plattform derzeit offline sei und nach einer Lösung suche. Rund 800.000 Nutzer der Börsenplattform hatten somit keinen Zugriff mehr. Das Geld der Anleger sei jedoch sicher gewesen.


Um 16:28 Uhr (UTC) ging das Unternehmen offline. Insgesamt war die nach eigenen Angaben drittgrößte Bitcoin-Börse Europas für fast zwei Stunden verschwunden. Erst um 18:10 Uhr ging die Börse schließlich wieder online. Während dieser Zeit meldete sich das Unternehmen erneut via Twitter. Es hieß, dass es dem Börsenunternehmen noch nicht gelungen sei, das Problem zu beheben. Kunden hätten jedoch 30 Minuten Zeit, um ihre Angebote zu annullieren.

Für BitBay ist dies nicht der erste Vorfall dieser Art. Am 26. März 2020 hatte die Plattform bereits ein ähnliches Problem. Auch hier konnten Nutzer nicht mehr über die Bitcoin-Börse handeln. Damals gab BitBay an, dass ein Netzwerkproblem Schuld an der mehr als achtzehnstündigen Unterbrechung gewesen sei. BitBay machte damals einen externen Dienstleister für das Problem verantwortlich. Damals kam sogar der Verdacht eines Exit-Scam auf.

Der Ausfall im März war für BitBay deutlich verheerender als der jüngste Vorfall. Die Plattform konnte sich jedoch weitestgehend davon erholen. Durch den erneuten Ausfall der Börse verwiesen jedoch einige Nutzer auf die vorherigen Netzwerkprobleme. So äußerte sich Krypto-Twitter-Benutzer Binod Kumar wie folgt:

Spielt ihr mit den Emotionen eurer Investoren? Es funktioniert immer noch nicht.

Zum Zeitpunkt des Tweets behauptet BitBay, ein jährliches Handelsvolumen von 547.000 Bitcoin ( BTC ) beziehungsweise rund 6,4 Milliarden US-Dollar abzuwickeln.


Teilen
Newsletter
Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
Weitere Schlagzeilen

Nach Flash-Loan-AngriffenBinance belohnt “Kopfgeldjäger” mit 10 Millionen US-Dollar

26 Minuten

Smart-Contract-Sicherheitslücken haben die Binance Smart Chain in der Vergangenheit mehrmals zur Zielscheibe von Hacker-Angriffen gemacht. Die Börse reagiert nun und legt ein Bug-Bounty-Programm auf, das potenzielle “Kopfgeldjäger” mit einer Prämie ködert.


Mit der Binance Smart Chain (BSC) hat die weltgrößte Krypto-Börse vor knapp einem Jahr ein DeFi-Ökosystem geschaffen, das sich vom Smart-Contract-Platzhirschen Ethereum mit niedrigeren Gebühren und schnelleren Transaktionszeiten abheben möchte. Das Konzept ging auf. Inzwischen übersteigen die täglichen Transaktionen auf der BSC die Konkurrenz um das Zehnfache. Doch der Erfolg hat einen Schönheitsfehler: In letzter Zeit haben sich immer wieder Sicherheitsmängel bei einigen Smart-Contract-Anwendungen eingeschlichen. Scams und Flash-Loan-Angriffe waren die Folge. Vor diesem Hintergrund hat Binance nun ein Bug-Bounty-Programm gestartet, das “ehrliche” Hacker für ihre Fehlerdiagnosen entlohnt.

Ehrlichkeit zahlt sich aus

Das Bug-Bounty-Programm “Priority ONE” ziele laut Binance darauf ab, “die Softwaresicherheit kontinuierlich zu verbessern und Risikokontrollen bereitzustellen, um Probleme frühzeitig zu erkennen”. Insgesamt zehn Millionen US-Dollar winken denjenigen, die zur “Offenlegung von nachweisbaren Angriffsvektoren oder Sicherheitslücken in bis zu 100 dApps” beitragen. Der Gesamterlös wird unter allen Kopfgeldjägern “auf der Grundlage der Schwere und Ausnutzbarkeit der entdeckten Schwachstelle” verteilt.

QuartalsreportTesla zieht blank: So hat sich Bitcoin auf die Bilanz niedergeschlagen

2 Stunden

Tesla hat im zweiten Quartal Rekord-Einnahmen verbucht – steht mit seinem Bitcoin-Investment jedoch in den Miesen.

Der US-Autobauer Tesla hat die Bitcoin-Community auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt, die sich auch im Bitcoin-Kurs widergespiegelt hat. Als CEO Elon Musk im Februar den Kauf von BTC im Gegenwert von 1,5 Milliarden USD sowie dessen Akzeptanz als Zahlungsmittel verkündete, bescherte das der Krypto-Leitwährung einen massiven Kursauftrieb. Die Hochstimmung trieb BTC bis über die 60.000 USD-Marke – dann zeigte sich, dass die Rallye auf Sand gebaut war. Denn schon am 12. Mai ruderte Tesla zurück: Der Konzern sorgte sich um sein “grünes” Image und das energiehungrige Bitcoin-Netzwerk stand dem vermeintlich entgegen. Weite Teile der Bitcoin Community haben Musk für seine Kehrtwende kritisiert; wohl auch, weil diese eine deutliche Kurskorrektur ausgelöst hatte.

Teslas Bitcoin Investment: Bislang ein Verlustgeschäft

Auch für die Bitcoin-Rücklage in Höhe von 42.902 BTC, die der E-Autobauer nach wie vor hält, bedeutete die (eventuell nur vorläufige) Kehrtwende nichts Gutes. Nachdem diese Ende April auf einen Gegenwert von rund 2,5 Milliarden USD angewachsen war, rutschte die Reserve ins Minus. Das geht aus den gestern veröffentlichten Quartalszahlen von Tesla hervor. Dort gibt Tesla einen nicht realisierten Verlust in Höhe von 23 Millionen USD für seine BTC-Reserve an. Angesichts der Verzehnfachung des Profits auf über eine Milliarde USD, die Tesla in Q2 im Jahresvergleich erzielt hat, dürfte Elon Musk ein Bitcoin Dump aktuell nicht gerade unter den Nägeln brennen – auch wenn es nicht das erste Mal wäre, dass Tesla BTC verflüssigt.

Goldman-Sachs-StudieDie Ultrareichen packt das Krypto-Fieber

1 Tag

Immer mehr Unternehmen, die Privatvermögen reicher Familien managen, investieren in Bitcoin und Co.

Vermögensverwalter wohlbetuchter Familien intensiveren zunehmend ihr Krypto-Engagement. Zu diesem Ergebnis gelangte eine Studie der Großbank Goldman Sachs. 60 Prozent der befragten sogenannten Family Offices haben entweder bereits in Kryptowährungen investiert oder ziehen diesen Schritt ernstlich in Erwägung.

Laut einem Bloomberg-Bericht befragte Goldman Sachs insgesamt 150 Family Offices mit denen es geschäftlich verwoben ist. Weltweit gibt es etwa zehn Tausend derartige Unternehmen, die das Privatvermögen einer einzelnen Familie managen. Im Zuge des Tech-Booms nahm ihre Marktmacht stetig zu. 45 Prozent der Family Offices aus der Umfrage verwalten beispielsweise Vermögenswerte zwischen einer und 4,9 Milliarden US-Dollar. Eine Schätzung aus dem Jahr 2019 geht für die gesamte Branche gar von Assets in Höhe von 6 Billionen US-Dollar aus. Diese Akteure haben somit eine Menge potenzielles Kapital für den Krypto-Space.

Goldman Sachs konstatiert großes Krypto-Interesse

Aus der Umfrage geht hervor, dass 15 Prozent der befragen Family Offices bereits an Geschäften mit Bitcoin und Co. partizipieren. Dazu gesellen sich nochmals 45 Prozent mit deutlichem Interesse. Laut Goldman Sachs sehen die Family Offices Kryptowährungen als möglichen Schutz vor “erhöhter Inflation, anhaltend niedrigen Zinsen und anderen makroökonomischen Entwicklungen nach einem Jahr beispielloser globaler monetärer und steuerlicher Stimuli.”

Meena Flynn, die bei der Großbank für die Verwaltung von Privatvermögen zuständig ist, bestätigte gegenüber Bloomberg das rege Krypto-Interesse ihrer Family-Office-Kunden. Diese hätten zahlreiche Fragen rundum Blockchain und DLT. Flynn sagt, dass viele bei dieser Technologie einen ähnlichen Impact vermuten, wie seiner Zeit beim Internet. Daneben gibt es indes auch Krypto-skeptische Family Offices. Laut Goldman Sachs seien Zweifel an der Langfristigkeit des Krypto-Booms die am weitesten verbreitete Sorge.

Hierzulande zählt der Blockchain-Investment-Fonds Blockwall Capital II Family Offices ebenfalls zu seinen größten Kapitalgebern.

Goldgräberstimmung Großinvestoren kaufen 100.000 Bitcoin in drei Wochen auf

1 Tag

Wie Netzwerkdaten zeigen, waren Großinvestoren nicht untätig in den letzten Wochen. Während der Sommerflaute am Krypto-Markt haben sie ihre Wallet-Bestände massiv aufgestockt.

Allmählich bahnt sich der Bitcoin-Kurs seinen Weg aus dem Formtief. Nachdem Tesla-Chef Elon Musk vor wenigen Tagen eine erneute Bitcoin-Akzeptanz seines Unternehmens angedeutet hat, sorgte der Online-Händler Amazon für den nächsten Kursschub zu Wochenbeginn. Laut Insider-Quellen steht das Unternehmen kurz vor der Einführung von Bitcoin als Bezahlmodalität. Das Gerücht ließ den BTC-Kurs in den letzten 24 Stunden kurzerhand aufdrehen. Den “Rest” erledigte ein Short Squeeze, bei dem Bitcoin Short-Positionen im Wert von rund 860 Millionen US-Dollar liquidiert wurden. So liegt der BTC-Kurs mit elf Prozent Steigerung im Tagesvergleich nur wenige Meter von der 40.000er Marke entfernt. Für Investoren, die ihre Wallets in den letzten Wochen gefüllt haben, zahlt sich die Schnäppchenjagd nun aus. Wie On-Chain-Daten zeigen, haben vor allem Großanleger die Kursflaute für Nachkäufe genutzt.

Im Bitcoin-Rausch

In nur drei Wochen gingen demnach knapp 100.000 Bitcoin auf die Wallets der “Wale”. Nachdem die Bestände der Investoren, die zwischen 1.000 und 10.000 BTC halten, im Zuge des breiten Ausverkaufs im Mai deutlich gefallen waren, bewegen sie sich somit wieder auf Vor-Crash-Niveau. Auf die Börsenbestände und damit in indirekter Weise auch auf den Bitcoin-Kurs hatte der massenhafte Zukauf zwar keine unmittelbaren Auswirkungen. Käufe der Größenordnung werden schließlich nicht über die üblichen Handelsplätze, sondern im außerbörslichen Direkthandel über OTC-Desks abgewickelt. Dennoch zeugt die aggressive Aufstockung, dass sich das “Smart Money” für eine heiße Phase am Krypto-Markt wappnet.