69 Millionen USD Beeple: NFT-Versteigerung bei Christie’s erzielt Rekordpreis

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Beeple (Ausschnitt)

Quelle: Christie's, Beeple

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Am 25. Februar begann die Versteigerung des NFT-Kunstwerks EVERYDAYS: The First 5.000 Days am britischen Auktionshaus Christie’s. Am gestrigen 11. März ging die Collage dann an den Höchstbietenden – für über 69 Millionen US-Dollar.

Nach hunderten Geboten auf das digitale Kunstwerk EVERYDAYS von Beeple war es am gestrigen 11. März so weit, für 69.346.250 US-Dollar ging die Collage aus 5.000 Einzelbildern, für deren Anfertigung der Künstler 13 Jahre benötigte, an den Höchstbietenden. Allein in der letzten Auktionsstunde gingen über 180 Gebote von 33 aktiven Mitbietern ein. Diese Zahlen dürften dem Erschaffer des NFT-Kunstwerkes ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Seit Mai 2007 arbeitete der – bürgerlicher Name: Mike Winkelmann – an seiner NFT-Kreation. Seither erschuf er an jedem Tag ein neues Bild, das später Teil seines Gesamtkunstwerkes werden sollte. Das erste künstlerische Projekt des gelernten Werbedesigners war ein Porträt seines Onkels. Der letzte Teil seiner Collage bildet den ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump, ab. Einen genauen Blick auf das Bild kann jedoch nicht nur der neue Besitzer des digitalen Kunstwerkes werfen, sondern auch jeder andere Mensch auf der Welt. Denn das JPG ist in all seiner Pracht im Internet abrufbar – in Höchstauflösung.


Non-fungible Token scheinen für Beeple ein wahrer Segen zu sein. Bis vor einem Jahr hatte der 39-Jährige noch nicht ein einziges seiner Kunstwerke verkaufen können. Im Februar dieses Jahres wurde eines seiner Werke namens “Crossroads” dann auf der Plattform Nifty Gateway weiterverkauft. Auch bei diesem Stück handelte es sich um ein NFT-Kunstwerk. Insgesamt brachte der Weiterverkauf 6,6 Millionen US-Dollar ein, von denen Beeple einen Anteil von zehn Prozent erhielt. Beeples NFT-Werke genießen mittlerweile eine enorme Reichweite und werden für immense Summen auf dem Markt gehandelt. Anfangs wusste der Künstler jedoch nicht einmal genau, was Non-fungible Token eigentlich sind:

Ich habe schon eine ganze Weile digitale Kunst geschaffen. Jetzt fühlt es sich wirklich so an, als wäre das einfach aus dem Nichts gekommen.

Digitale Gemälde – Die Kunst der Zukunft?

Mittlerweile hat Beeple fast zwei Millionen Follower auf Twitter. Der Verkauf der NFT-Collage am Auktionshaus Christie’s ist als eine Art Premiere anzusehen. Es ist das erste Mal, dass ein renommiertes Auktionshaus ein NFT-Kunstwerk auf der Ethereum-Blockchain versteigert. Im Vorfeld war nicht klar, ob die Auktion den gewünschten Erfolg erzielen würde. Mit Eingang des Höchstgebotes dürfte sich die Anzahl der Zweifler jedoch heftig verringert haben, denn die Versteigerung hat gleich mehrere Rekorde gebrochen – NFT hin oder her.

So reiht sich das Kunstwerk in eine durchaus exklusive Liste der teuersten versteigerten Kunstwerke lebendiger Künstler des Auktionshauses Christie’s ein – EVERYDAYS von Beeple belegt nun den dritten Platz; nach Jeff Koons und David Hockney. Gleichzeitig ist es das teuerste jemals versteigerte digitale Kunstwerk. Auch brach die Auktion den Weltrekord für den höchsten bei einer Online-Auktion erzielten Preis.

NFT sind also, so scheint es, gekommen, um zu bleiben, haben sich bis an die Spitze der internationalen Kunstszene gekämpft. Doch handelt es sich bei den explosionsartig steigenden Preisen für die digitalen Kunstwerke vielleicht doch nur um eine Blase? Und sind die Kurse der NFT Coins nachhaltig tragbar?


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KampfansageRobinhood: Mit neuem Feature gegen Volatilität am Krypto-Markt

11 Stunden

Die US-amerikanische Trading-Plattform Robinhood sagt Krypto-Volatilität mit einem neuen Feature den Kampf an – das steckt dahinter.


Laut einem Bericht von Bloomberg arbeitet die gebührenfreie Handelsplattform Robinhood derzeit an einer neuen Funktion. Dieses neue Feature soll Trader vor extremen Kursschwankungen schützen.

Demnach erforsche das Unternehmen momentan, wie es seine Nutzer besser vor volatilen Kursen schützen kann. Unter dem Namen “Price Volatility Protection” könnte das Feature live gehen. Indem Kauf- und Verkaufsaufträge von Tradern in Abhängigkeit von Kursschwankungen automatisch angepasst werden, könnte das neue Feature dabei helfen, User vor Volatilität zu schützen, so Bloomberg.

Um Ihre Kauf- oder Verkaufsaufträge vor Kursschwankungen zu schützen, kann es vorkommen, dass wir Ihre wiederkehrenden Aufträge auslassen oder weniger, als die von Ihnen gewählte Menge, kaufen.

Darüber hinaus geht aus dem Beitrag von Bloomberg hervor, dass Nutzer immer eine Benachrichtigung erhalten, wenn sich Trades anpassen. Außerdem ist im Code der neuen Schutzfunktion festgelegt, dass die vom Nutzer gewählte Kaufmenge nicht überschreitbar ist.

Robinhood geht an die Börse

Noch vor wenigen Monaten stand Robinhood scharf in der Kritik, nachdem die Plattform zeitweise den Handel mit bestimmten Kryptowährungen unterbrochen hat. Zudem haben erst Ende letzten Jahres Aufsichtsbehörden schwere Vorwürfe gegen die Plattform erhoben, da die Plattform zum Zocken verleite. Trotzdem soll es nun endlich so weit sein – noch in dieser Woche will das Unternehmen an die Börse gehen.

Money, Money, MoneyKrypto-Unicorn Fireblocks erhält massiven Geldsegen

12 Stunden

Der digitale Vermögensverwalter Fireblocks kann sich über weitere Liquidität freuen. Insgesamt nimmt das Unternehmen 310 Millionen US-Dollar ein.

Fireblocks freut sich über eine massive Finanzspritze. Wie das Unternehmen gestern per Pressemitteilung bekannt gab, nimmt der Krypto-Verwahrer aus einem Series D Funding 310 Millionen US-Dollar ein. Daraus ergibt sich auch ein neuer Firmenwert (etwa 2 Milliarden US-Dollar), den Fireblocks mehr als verdreifachen kann – und damit den Status als Unicorn weiter ausbauen.

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich sowohl neue als auch bestehende Investoren. Unter ihnen renommierte Tech-Venture-Capital wie Sequoia Capital, Stripes, Spark Capital, Coatue und DRW. Über SCB 10X nahm auch die thailändische Siam Commercial Bank indirekt an dem Funding teil. Damit kann Fireblocks neben BNY Mellon und SVB Capital die dritte Großbank für sich gewinnen. Mit dem Geld wolle man weiter wachsen, erklärt Fireblocks CEO Michael Shaulov.

Wir sind begeistert, dass wir unser Unternehmen und unsere Infrastruktur mit dieser neuen Finanzspritze ausbauen können. Das Wachstum, das wir bisher erlebt haben, ist das Ergebnis der Arbeit aller Beteiligten, die in jeder Phase alles geben.

Fireblocks CEO Michael Shaulov

Fireblocks – das Objekt der Begierde

Allgemein scheinen Tech-Unternehmen, die sich der Verwahrung von Krypto-Assets verschrieben haben, zu begehrten Objekten für große Geldgeber geworden zu sein. Insbesondere gilt das für Fireblocks. So hat sich die Investitionssumme im Vergleich zur letzten Finanzierungsrunde im März fast verdoppelt. Michael Shaulov dazu:

Unsere Technologie hat sich seit der Gründung des Unternehmens in diesem Bereich hervorgetan, und ihre Erfolgsbilanz ist offensichtlich. Mit Blick auf das Wachstum der Branche besteht für uns ein enormes Potenzial, auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner für Finanzinstitute und andere Organisationen zu sein, die sicher und nahtlos in diesen Bereich einsteigen wollen.

Fireblocks CEO Michael Shaulov

Seit seiner Gründung 2019 gelang es Fireblocks, insgesamt 489 Millionen US-Dollar an Land zu ziehen. Unterstützungen gab es dabei stets von renommierten FinTech-Unternehmen wie Cyberstarts, Eight Roads, Tenaya Capital, Swisscom, Paradigm, Ribbit Capital und Coatue.

ThailandDieses Unternehmen startet Bitcoin-Mining-Offensive

15 Stunden

Der restriktive Kurs der chinesischen Regierung hinterließ am Minining-Markt ein Vakuum. Kein Zufall, dass ein thailändisches Unternehmen gerade jetzt ein ehrgeiziges Projekt aus der Taufe hebt.

Thailands Jasmine Telecom Systems (JTS) drängt ins Bitcoin-Mining. Mit 50.000 Mining-Geräten will das börsennotierte Unternehmen aus der Telekommunikationssparte bis 2024 zum größten BTC-Schürfer Südostasiens werden.

Die Bangkok Post berichtete am 26. Juni von den Plänen der Tochter des thailändischen Konzerns Jasmine International. Laut JTS-Präsident Dusit Srisangaoran hatte sein Unternehmen den Bitcoin-Space schon seit einiger Zeit im Auge hat. Dass der Einstieg jetzt erfolgt, ist folglich kein Zufall:

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für JTS, in das Bitcoin Mining zu investieren, da es weit verbreitet ist und der Zwischenfall in China dazu geführt hat, dass die Hash Rate auf ein Acht-Monats-Tief gefallen ist.

Die chinesische Regierung hatte dem Bitcoin Mining vor einigen Monaten den Kampf angesagt. Nach Mining-Verboten in mehreren Provinzen befindet sich die gesamte Branche im Umbruch.

Mit voller Kraft ins Bitcoin Mining

JTS gewährte der Bangkok Post Einblick in die eigenen Expansionspläne. Demnach wolle man verhältnismäßig klein anfangen, und im dritten Quartal diesen Jahres 500 Bitcoin-Miner in Betrieb nehmen. Für 2022 steht bereits die erste Verzehnfachung auf dem Programm. Gemeinsam mit Unternehmenspartnern plant JTS die Installation von fünf Tausend Mining-Maschinen. Der Telecom-Anbieter gibt dabei an, im Betrieb von Rechenzentren geübt zu sein.

Insgesamt möchte JTS bis zum voraussichtlich 2024 anstehenden Bitcoin-Halfing 50.000 Geräte in Betrieb nehmen. Die Thailänder hoffen, damit jährlich 16.000 BTC abzubauen und 5 Prozent der globalen Hash Rate zu besetzen.

Den Plänen von JTS kommt dabei ein regulatives Umfeld entgegen, das auf Einschränkungen setzt ohne Kryptowährungen gänzlich zu verbieten. Die örtliche Börsenaufsicht sprach derart zwar einen Bann für Meme Coins aus, der Status von König Bitcoin scheint fürs erste aber gesichert.

Perlen vor die HundeBurger King Brasil erlaubt Dogecoin-Zahlungen

16 Stunden

Burger King Brasil hat eine neue PR-Kampagne gestartet, die Dogecoin- und Hundebesitzer frohlocken lässt.

Der brasilianische Ableger der Fast-Food-Kette Burger King hat für Hodler des Memecoins Doge ein Leckerli aus dem Hut gezaubert – buchstäblich. Denn mit “Dogpper” hat Burger King Brasil einen Snack wieder aufgelegt, der nicht nur den Futterneid von Hunden beenden, sondern auch mit Dogecoin bezahlt werden kann. Das verkündete Burger King Brasil am 27. Juli via Twitter.

Du hast keine Reais? Bezahle mit DOGE! Wieder einmal ist es Burger King, der die Welt revolutioniert! Wir akzeptieren die beliebteste Kryptowährung, DOGECOIN, als Zahlungsmittel für DOGPPER®. 🐶🦴

Burger King Brasil trägt reichlich dick auf, wenn es sich als Krypto-Relovuzzer positioniert.

Burger Kings Dogecoin-Volte: Reine PR

So beschränkt sich die Dogecoin-Akzeptanz einerseits auf Zahlungen für den Hundesnack “Dogpper”. Überdies ist das Angebot zeitlich und regional begrenzt. Auf der Website wird der Bestellvorgang so beschrieben:

  • 1. Prüfe die Verfügbarkeit der Lieferung in deiner Region
  • 2. Wähle die Menge von DOGPPER®;
  • 3. Fülle die Registrierung aus (verfügbar ab 26.7., von 11 bis 20 Uhr);
  • 4. Überweise den DOGE-Betrag auf unsere Krypto-Wallet;
  • 5. Warte auf den Kontakt, um die Lieferung zu bestätigen und zu planen!

Eine reibungslose Krypto-Integration sieht freilich anders aus. Immerhin verwaltet Burger King eine eigene Dogecoin Wallet und greift nicht auf einen Intermediär zurück, wie es sonst bei Meldungen der Marke “XY akzeptiert Kryptowährungen” die Regel ist. Auch Burger King konnte sich davon in der Vergangenheit nicht frei machen. Weil die Dogecoin-Akzeptanz außerdem nur auf ein Produkt beschränkt ist, von dem die Bestellmenge auf 5 Dogpper (Stückpreis: 3 DOGE) begrenzt ist, sollte die PR-Aktion nicht überbewertet werden.

Dass Großkonzerne damit beginnen, Kryptowährungen für Werbezwecke zu instrumentalisieren, ist unterm Strich dennoch als ein gutes Zeichen für die Massen-Adoption zu deuten. Schließlich würden sie den Schritt nicht wagen, wenn sie nicht von einer großen Zielgruppe für ihre PR-Kampagne ausgingen. Wie es um die rechtlichen Voraussetzungen für die Krypto-Akzeptanz hierzulande bestellt ist, erfahrt ihr im Gastbeitrag von Lutz Auffenberg.