Aave-Gründer Stani Kulechov hat Spekulationen über einen möglichen Einstieg der Kraken-Muttergesellschaft Payward bei dem DeFi-Protokoll zurückgewiesen. In einem Beitrag auf X widersprach er insbesondere den kursierenden Angaben zur Bewertung von Aave und stellte zugleich die Rolle von Aave Labs sowie die Verteilung der Protokolleinnahmen klar.
“Zunächst einmal gibt es keine Chance, dass wir AAVE mit einem Abschlag von 70 Prozent verkaufen”, so Kulechov. Anlass waren Gerüchte über einen möglichen Verkauf eines 15-prozentigen Anteils an Aave.
Aave Labs hält eigene Token-Allokation
Einen Verkauf von AAVE-Beständen durch Aave Labs schließt Kulechov grundsätzlich nicht aus. “Aave Labs hält einen Bestand an AAVE, an dessen Erwerb mehrere Marktteilnehmer direkt oder indirekt im Rahmen langfristiger Partnerschaften Interesse bekundet haben”, erklärt er.
Zugleich betonte der Gründer, dass sämtliche Einnahmen des Protokolls den Tokenhaltern zugutekommen. “100 Prozent der Einnahmen aus dem Aave-Protokoll und GHO fließen an den AAVE-Token“, so Kulechov. Auch die Erlöse der Produkte Aave App, Aave Pro und Swaps würden entsprechend verteilt. Aave Labs erhalte hingegen keine Protokoll- oder Produkterlöse. Das Unternehmen fungiere ausschließlich als Dienstleister der DAO und sei für die Entwicklung des Protokolls verantwortlich.
Aavenomics 3.0 in Arbeit
Nach Angaben des Gründers erwirtschaftet Aave derzeit jährliche Einnahmen von rund 134 Millionen US-Dollar, die vollständig an die Aave DAO fließen. Darüber hinaus kündigte Kulechov mit Aavenomics 3.0 die nächste Ausbaustufe des Protokolls an. “Das Aave-Team arbeitet derzeit an Aavenomics 3.0. Dazu gehört ein neuer automatisierter und regelbasierter Rückkaufmechanismus”, schreibt er. Weitere Einzelheiten sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Abschließend bekräftigte Kulechov die langfristige Ausrichtung des Projekts. Aave entwickle Lösungen nicht nur für den Krypto-Markt, sondern für den gesamten Finanzsektor einschließlich Real World Assets. “Alle bei Aave Labs und der Aave DAO arbeiten für AAVE”, so der Gründer.

