"Auf unserem Markt nichts zu suchen" 

420.000 Euro pro Woche: Niederlande geht gegen Polymarket vor

Prognosemärkte geraten weiter unter Druck: Die niederländische Glücksspielaufsicht droht Polymarket nun mit 420.000 Euro Zwangsgeld pro Woche.

Moritz Draht
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Das Logo von Polymarket auf einem Smartphone

Beitragsbild: Shutterstock

| Die niederländische Glücksspielbehörde stuft Polymarket als illegales Glücksspielangebot ein
  • Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (Ksa) hat eine Zwangsgeldverfügung gegen Adventure One QSS Inc., den Betreiber des Prognose-Markts Polymarket, erlassen. Nach Angaben der Behörde bietet die Plattform ohne erforderliche Lizenz Glücksspiele auf dem niederländischen Markt an. Polymarket wurde aufgefordert, das Angebot umgehend einzustellen.
  • Kommt das Unternehmen der Anordnung nicht nach, verhängt die Ksa ein Zwangsgeld in Höhe von 420.000 Euro pro Woche, gedeckelt auf 840.000 Euro. Zusätzlich kann zu einem späteren Zeitpunkt eine umsatzabhängige Geldbuße folgen.
  • Polymarket war zuletzt unter anderem wegen Wetten auf niederländische Wahlen in Kritik geraten. Trotz behördlicher Anordnung wurde der Zugang für niederländische Nutzer nicht eingeschränkt.
  • Ella Seijsener, Direktorin für Lizenzen und Aufsicht bei der Ksa, erklärte: “Prognosemärkte sind im Aufschwung, auch in den Niederlanden. Diese Art von Unternehmen bietet Wetten an, die auf unserem Markt unter keinen Umständen erlaubt sind”. Mit Blick auf mögliche gesellschaftliche Risiken, “beispielsweise die Beeinflussung von Wahlen”, stelle die Plattform “illegales Glücksspiel” dar. “Wer keine Lizenz der Ksa hat, hat auf unserem Markt nichts zu suchen”, so Seijsener weiter.
  • Laut einem Bericht von Dune und Keyrock vom November 2025 überschreiten die kombinierten monatlichen Handelsvolumina führender Prognose-Plattformen 13,5 Milliarden US-Dollar bei mehr als 43 Millionen Transaktionen. International sehen sich Anbieter wie Polymarket und Kalshi zunehmend regulatorischem Gegenwind ausgesetzt. Die Ukraine hat den Zugang zum Prognosemarkt Polymarket ebenfalls kürzlich gesperrt.

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