SAP und Blockchain – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Quelle: SAP AG

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Dass Blockchain nicht nur was für hippe Startups ist, ist inzwischen wohlbekannt. Nicht nur R3CEV, sondern auch VISA, Banken oder Microsoft interessieren sich für die Blockchain und versuchen dort Innovationen voranzutreiben.

Die Blockchain wird seit Ende 2014 mit großem Interesse von SAP beobachtet. Unser Ausgangspunkt lag dabei zunächst auf Financial Services (Banken und Versicherungen), da Blockchain gerade in diesem Umfeld für unsere Kunden schon sehr relevant ist. In weiteren Schritten haben wir dann den Rahmen größer gespannt und auch Use Cases und Szenarien in anderen Branchen und Geschäftsbereichen untersucht. So beispielsweise in den Bereichen Supply Chain Management, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen oder im Bereich des öffentlichen Dienstes.

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Was sind aus Sicht des Innovation Centers Kriterien, die die Blockchain interessant machen?

Ein ganz wichtiger Punkt, der auch mit einer Kerneigenschaft der Blockchain zu tun hat, ist die Dezentralisierung von Geschäftsprozessen, beispielsweise von Prozessen mit vielen Beteiligten im Umfeld des Supply Chain Managements. Ein weiteres Kriterium ist das Vorhandensein sogenannter „Informationsungleichgewichte“, also die Ungleichverteilung von Daten entlang eines Prozesses und seiner Beteiligten. Auch die Möglichkeit für Prozessoptimierungen ist ein wichtiges Kriterium.

Immer dann, wenn ein Kunde mit lange laufenden, kostenintensiven Prozessen konfrontiert ist, hat er selbstverständlich ein Interesse daran, diese effizienter zu gestalten. Mit Blockchain sehen wir Möglichkeiten, dies zu erreichen. So hat zum Beispiel kürzlich das kanadische Bankinstitut ATB Financial in Zusammenarbeit mit SAP, Ripple und der ReiseBank die erste echte internationale Blockchain-Zahlung von Kanada nach Deutschland getätigt.

Normalerweise hätte dieser Vorgang zwei bis sechs Werktage in Anspruch genommen, über das neue Netzwerk dauerte er gerade einmal 20 Sekunden. Sicherheit, Vertrauen und Transparenz, gewissermaßen klassische Fragestellungen der Informationssicherheit, sind gleichfalls Faktoren, mit denen Blockchain punkten kann.

Im Bereich Supply Chain Management wird ein Use Case für die Blockchain gesehen. Nun sind die klassischen ERP-Systeme von SAP schon hinlänglich bekannte Supply-Chain-Management-Systeme, die sogar Prozesse über das Unternehmen hinaus abbilden können bzw. mit den SAP-Lösungen anderer Unternehmen vernetzt werden können. Warum benötigt es da noch die Blockchain?

Der Punkt ist, dass nun einmal nicht jedes Unternehmen mit einem ERP-System von SAP arbeitet. Dennoch wollen Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten aneinander angleichen. Eine Blockchain-basierte Lösung könnte hier eine gemeinsame Basis schaffen und als Intermediär fungieren, der die verschiedenen Systeme miteinander verbindet und dennoch nicht einem einzelnen Unternehmen zuzuordnen ist.

Kommen wir zum zweiten Use Case, der Nutzung der Blockchain im Bereich Finanzdienstleistungen. Ihr Vorhaben lässt bei mir das Stichwort R3CEV aufkommen. Können Sie hier auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede eingehen?

Letztlich ist R3 im Vergleich zu Ripple noch in einer Konzeptphase. Natürlich gehen die Vision und Ambition von R3CEV deutlich über einen reinen Geldtransfer hinaus. Uns geht es jedoch primär darum, das bereits heute Mögliche auszuloten. Und da passt ein internationaler Geldtransfer wie jüngst mit ATB Financial sehr gut zu Ripple, weshalb wir mit ihnen auf diesem Gebiet zusammenarbeiten.

Dies entspricht auch exakt dem Vorgehen, das wir bei SAP und dem Innovation Center verfolgen: Wir orientieren uns am Stand der Technik, identifizieren Einzelprozesse, die nach ihrer Optimierung Früchte tragen könnten, und analysieren diese Ideen hinsichtlich der Laufzeit. Wir sind damit sehr kundenorientiert und blicken auf das Verbessern bestehender Prozesse.

Welchen Einfluss wird Ihrer Meinung nach die Blockchain auf Wirtschaft und Gesellschaft haben und wie wird SAP daran mitarbeiten?

SAP handelt zum einen sehr kundenorientiert. Zum anderen sehen wir Blockchain für viele Branchen noch ganz am Anfang der Entwicklung. Für uns ist es wichtig, mögliche Disruptionen in egal welcher Industrie oder welchem Geschäftsbereich nicht zu verpassen und idealerweise sogar aktiv zu gestalten.

Herr Gross, vielen Dank für das Gespräch!

BTC-ECHO

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