Ripple: Co-Founder McCaleb verkauft seit Wochen keine XRP mehr

Quelle: Shutterstock

Ripple: Co-Founder McCaleb verkauft seit Wochen keine XRP mehr

Jed McCaleb verkauft seit 11. Januar keine XRP-Token mehr. Zuvor hat der Ripple- und Stellar-Mitbegründer täglich über eine Million XRP unters Volk gebracht. McCaleb gilt als einer der größten XRP-Wale. Allerdings kann er nicht nach Belieben auf diese zugreifen – Ripple hat hier noch ein Wörtchen mitzureden.

Ein Blick auf das Ledger von Ripple verrät: Jed McCaleb kleckert nicht, er klotzt. Als Mitbegründer des FinTech-Unternehmens sitzt McCaleb seit seinem Weggang noch immer auf einem Riesenberg von XRP-Token – genug, um den Kurs des „Bankencoins“ erheblich zu beeinflussen. Allerdings regelt eine Vereinbarung mit seiner Ex-Firma die Auszahlung der Token an McCaleb.

Zwischen 2015  und 2016 war die Menge der XRP-Token, die McCaleb erhält bzw. verkaufen darf, in absoluten Zahlen festgelegt:

  • 10.000 US-Dollar pro Woche im ersten Jahr
  • 20.000 US-Dollar pro Woche für die Jahre zwei, drei und vier nach der Vereinbarung
  • 750 Millionen XRP pro Jahr für die Jahre fünf und sechs
  • 1 Milliarde XRP jährlich für das siebte Jahr
  • 2 Milliarden XRP jährlich nach dem siebten Jahr

Dieses Lock-up-Agreement wurde im Februar 2016 aktualisiert. Die Menge der an McCaleb ausgezahlten XRP-Token ist seit dem an das tägliche XRP-Transaktionsvolumen gekoppelt:

  • Für das erste Jahr der Vereinbarung dürfen McCaleb und das DAF [ein gemeinnütziger Fonds, in den die Ripple-Gründer mehrere Milliarden XRP steckten] gemeinsam 0,5 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens des XRP für jeden Tag der Woche, einschließlich Wochenenden und Feiertagen, verkaufen.
  • Für das zweite und dritte Jahr dieser Vereinbarung steigert sich die Menge auf 0,75 Prozent.
  • Für das vierte Jahr der Vereinbarung: Dürfen sie ein Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens verkaufen.
  • danach: 1,5 Prozent

XRP-Verkauf, nach dem man die Uhr stellen konnte

McCalebs XRP unterliegen zu einem Großteil noch der Kontrolle durch Ripple. Ripple verwahrt sie auf vier unterschiedlich großen Konten:

  1. Großes Konto (4,668 Milliarden XRP): Hier verwahrt Ripple den Löwenanteil von McCalebs XRP
  2. Mittelgroßes Konto (75,2 Millionen XRP) zur Aufladung von Konto 3
  3. „Kleines“ Konto (69,62 Millionen XRP) zur Aufladung des Bitstamp-Kontos (4)
  4. Kleinstes Konto (30 XRP) wird für XRP-Verkäufe über Bitstamp verwendet.

Seit April 2016 wurden von Konto Nr. 4 täglich große Mengen (teilweise im Millionenbereich) XRP-Token über Bitstamp veräußert – offenbar automatisch, denn die Verkäufe fanden stets zur selben Uhrzeit statt (07:02, selten: 08:02). Diese Verkäufe haben seit dem 11. Januar aufgehört.

Teile der XRP-Army deuten das als ein Zeichen dafür, dass McCaleb seine XRP lieber halten möchte, etwa weil er eine Kursrallye wittert oder ihm der aktuelle XRP-Kurs zu niedrig ist.

Steht ein neuer Deal ins Haus?

Angesichts der Vereinbarung von Ripple und McCaleb ist dieses Szenario jedoch unwahrscheinlich. Schließlich liegt laut dem Deal die Kontrolle über das Konto bei Ripple. Dieser Deal besteht seit dem 11. Februar 2016. Möglicherweise hat das Aussetzen der XRP-Verkäufe etwas mit dem Umstand zu tun, dass am 11. Februar das dritte Jahr der Vereinbarung beginnt. Es ist denkbar, dass die McCaleb und Ripple noch einmal nachverhandeln möchten – es wäre nicht das erste Mal.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

NEO-CEO Da Hongfei im Interview: „Es gibt große Unterschiede zwischen NEO und Ethereum“
NEO-CEO Da Hongfei im Interview: „Es gibt große Unterschiede zwischen NEO und Ethereum“
Altcoins

Die größte Veranstaltung der Blockchain Week in Berlin war der Web3 Summit. Hier versammelt sich die globale Tech-Elite und mit ihr die CEOs und CTOs der Blockchain-Szene. Auch der prominente Blockchain-Unternehmer Da Hongfei, Gründer und CEO der NEO-Plattform, war vor Ort. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit ihm über seine Plattform und die größten Hürden der Krypto-Ökonomie gesprochen.

Libra: Schweizer Bundesrat äußert sich zu Facebook-Währung
Libra: Schweizer Bundesrat äußert sich zu Facebook-Währung
Altcoins

Am 23. August besucht eine US-Delegation die Schweiz, um dort über die Zukunft der geplanten Facebook-Kryptowährung Libra zu sprechen. In einer Äußerung zeigte sich der Schweizer Bundesrat prinzipiell offen gegenüber der geplanten Währung. Einige Bedenken gibt es dennoch.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin erreicht niemals 50.000 US-Dollar – Das Meinungs-ECHO
Bitcoin erreicht niemals 50.000 US-Dollar – Das Meinungs-ECHO
Bitcoin

Der Bitcoin-Skeptiker und Goldjunge Peter Schiff ist brüskiert über den Umstand, dass er nicht mehr bei CNBC eingeladen wird. Seine Frustation entlädt sich im Bitcoin Bashing. Unterdessen verweist ein selbstkritischer Vitalik Buterin auf die drängende Skalierungsfrage bei Ethereum. Das Meinungs-ECHO.

Bitcoin-Börse BitFinex erleidet Rückschlag: Das Regulierungs-ECHO
Bitcoin-Börse BitFinex erleidet Rückschlag: Das Regulierungs-ECHO
Krypto

Der Schweizer Bundesrat äußert sich zu Facebooks Libra. Die Bitcoin-Börse BitFinex bekommt von der Staatsanwaltschaft einen regulatorischen Rüffel und Israel bemüht sich um Blockchain-Unternehmen. Das Regulierungs-ECHO.

Bitcoin-Report August 2019 – Ein Blick auf Bitcoin und seine Forks
Bitcoin-Report August 2019 – Ein Blick auf Bitcoin und seine Forks
Wissen

In diesem und weiteren Reports möchten wir einen genaueren Blick auf die Bitcoin-Blockchain und die generelle Kursentwicklung werfen. Wir schauen dabei diesmal auf Bitcoin, Bitcoin Cash und Bitcoin SV.

Bitcoin und klassische Märkte: Analoges Gold schlägt digitales Gold
Bitcoin und klassische Märkte: Analoges Gold schlägt digitales Gold
Märkte

Die Korrelation Bitcoins zu den klassischen Märkten ist weiterhin minimal. Ebenso ist die Volatilität auf Werte gesunken, die der Bitcoin-Kurs seit über einem Monat nicht mehr gesehen hat. Dies wird von einer akzeptablen positiven Performance begleitet, die jedoch aktuell nicht die von Gold schlagen kann.

Angesagt

Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Kolumne

Neues bei IOTA, Bitcoin-Akzeptanz in Österreich und ein neuer Satoshi Nakamoto: der BTC-ECHO-Newsflash.

NEO-CEO Da Hongfei im Interview: „Es gibt große Unterschiede zwischen NEO und Ethereum“
Altcoins

Die größte Veranstaltung der Blockchain Week in Berlin war der Web3 Summit. Hier versammelt sich die globale Tech-Elite und mit ihr die CEOs und CTOs der Blockchain-Szene. Auch der prominente Blockchain-Unternehmer Da Hongfei, Gründer und CEO der NEO-Plattform, war vor Ort. Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit ihm über seine Plattform und die größten Hürden der Krypto-Ökonomie gesprochen.

Bitcoin im Kampf gegen die Inflation: Venezolanische Kaufhauskette Traki will BTC akzeptieren
Bitcoin

Die venezolanische Kaufhauskette Traki will künftig neben Bitcoin und Ether einen breiten Katalog an Kryptowährungen akzeptieren. Dabei helfen soll das Bezahlsystem XPOS des Singapurer Krypto-Start-ups Pundi X. Mit der jüngsten Kooperation will Traki dem Wertverfall des Bolivars trotzen und die Beliebtheit von Bitcoin & Co. für sich nutzen.

Bitcoin-Scam? GGMT & Eldo Coin mahnen zur Vorsicht
Szene

Die österreichische GGMT wirbt damit, „das größte Geschäft aller Zeiten“ zu ermöglichen. Ein fragwürdiger Bitcoin-Abkömmling namens Eldo Coin sowie Versprechen von passivem Einkommen lassen jedoch erhebliche Zweifel am Projekt aufkommen. 

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: