Ripple, Ripple-Mitgründer McCaleb verkauft immer mehr XRP

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Ripple-Mitgründer McCaleb verkauft immer mehr XRP

Jed McCaleb, Mitgründer der Kryptowährungen Ripple (XRP) und Stellar (XLM), verkauft offenbar immer mehr seiner XRP-Token. Geht da alles mit rechten Dingen zu?

Wohl kaum eine Privatperson dürfte so stark vom jüngsten Kursfeuerwerk bei Ripple Labs’ „Bankencoin“ XRP profitiert haben, wie Jed McCaleb. Als einer der drei Gründer von Ripple gehört er zu den größten Holdern von XRP-Token. Als im Jahr 2012 die Firma Ripple Labs gegründet wurde, ging das mit der Erschaffung von 100 Milliarden XRP-Token einher. Von diesen teilten die drei Gründer 20 Milliarden unter sich auf. Das war mit den Investoren abgesprochen und sollte als Kompensation für das Risiko der Firmengründung wirken.

Der alte Ripple-Deal

Kurz darauf gab McCaleb bekannt, sich aus dem operativen Geschäft der Firma zurückziehen und seine XRP verkaufen zu wollen. Er suchte also nach einem Weg, den Verkauf der XRP möglichst kontrolliert zu gestalten. So kam es im August 2014 zu einer im Ripple-Forum veröffentlichten Vereinbarung zwischen Ripple Labs und McCaleb. Darin wurde festgehalten, dass die XRP-Token des ehemaligen Ripple-CTO nur schrittweise auf dem Markt verkauft werden dürfen. Die ursprünglich festgelegten Maximalbeträge gestalteten sich wie folgt:

  • 10.000 US-Dollar pro Woche im ersten Jahr
  • 20.000 US-Dollar pro Woche für die Jahre zwei, drei und vier nach der Vereinbarung
  • 750 Millionen XRP pro Jahr für die Jahre fünf und sechs
  • 1 Milliarde XRP jährlich für das siebte Jahr
  • 2 Milliarden XRP jährlich nach dem siebten Jahr

Ripple Labs frohlockte daraufhin über die vermeintlich finale Klärung dieser Angelegenheit:

„Unser Team von Ripple Labs, unsere Partner, Investoren und ich sind sicher, dass Sie, unsere Gemeinschaft, sich freuen, ein endgültiges, konstruktives Ergebnis erzielt zu haben, während wir mit der Arbeit fortfahren, die uns wichtig ist und an die wir fest glauben.“

Die neuen Konditionen


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Doch anscheinend bestand noch Klärungsbedarf in der Frage, wie viele XRP sich Jade McCaleb auf einmal auszahlen lassen darf. Deshalb wurde im Februar 2016 nachverhandelt und das Ergebnis auf dem Ripple-Forum veröffentlicht. Die neue Vereinbarung nennt keine absoluten Beträge mehr, sondern macht das Auszahlungslimit vom durchschnittlichen XRP-Handelsvolumen abhängig. McCaleb verpflichtete sich zudem, zwei Milliarden XRP in einen gemeinnützigen Fonds zu investieren. Für diesen gelten dieselben Verkaufsbegrenzungen wie für McCalebs verbleibende 5,3 Milliarden XRP. Die neuen Konditionen:

  • Für das erste Jahr der Vereinbarung werden Jed und das DAF in der Lage sein, gemeinsam 0,5 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens des XRP für jeden Tag der Woche, einschließlich Wochenenden und Feiertagen, zu verkaufen.
  • Für das zweite und dritte Jahr dieser Vereinbarung steigert sich die Menge auf 0,75 Prozent.
  • Für das vierte Jahr der Vereinbarung: 1,0 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens verkaufen.
  • danach: 1,5 Prozent

35-fache Verkäufe

Wie nun das Wallstreet Journal (WSJ) herausgefunden hat, verkauft McCaleb in jüngster Zeit deutlich mehr XRP als zuvor. So hat der Programmierer, der auch Stellar gegründet hat, seit August täglich ein Vielfaches der XRP-Menge abgestoßen, die er noch im Juli in Umlauf brachte:

„Im Juli verkaufte Mr. McCaleb täglich 20.000 bis 40.000 XRP. Laut einer öffentlichen Clearingstelle für Token-Trades begann er jedoch ab August mit dem Verkauf von 499.312 XRP pro Tag und verkaufte zu einem Zeitpunkt 752.076 pro Tag. Mit anderen Worten, jeden Tag bewegte und verkaufte er etwa das 35-Fache des in seiner Vereinbarung mit Ripple aus dem Jahr 2016 festgelegten Limits. Zum Beispiel verkaufte Mr. McCaleb an sechs Tagen bis Mittwoch mehr als 500.000 XRP pro Tag oder etwa 150.000 US-Dollar,“

so das WSJ am 24. September.

Daraufhin wurde der Verdacht laut, dass McCaleb gegen seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Ripple verstoßen haben könnte. McCaleb bestreitet die Vorwürfe und betont in einer E-Mail an das WSJ:

„Ich verkaufe nicht mehr, als ich mit Ripple vereinbart habe.“

Auch auf Twitter verteidigte sich McCaleb:

Solange eindeutige Beweise eines Vertragsbruchs fehlen, gilt jedenfalls die Unschuldsvermutung – auch für Kryptomillionäre.

BTC-ECHO

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