Marktupdate Optionen auf Bitcoin-Kurs (BTC) schießen durch die Decke

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Quelle: Shutterstock

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Bitcoin-Termingeschäfte stellen ein immer beliebter werdendes Anlagevehikel für Großinvestoren dar. Doch während der Handel mit Bitcoin Optionen anzieht, sind gehandelte Futures rückläufig. Schuld dafür ist die geringe Volatilität des Assets.

Mit einer 24-stündigen Kurssteigerung von 0,5 Prozent notiert der Bitcoin-Kurs (BTC) bei aktuell 9.256 US-Dollar. Nachdem der Bitcoin-Kurs am Wochenende beinahe unter die Marke von 9.000 US-Dollar gerutscht ist, nimmt die Krypto-Leitwährung nun wieder etwas an Fahrt auf.

Mit einer Schwankungsbreite von knapp 200 US-Dollar ist der Bitcoin-Kurs auf Tagessicht zwischen 9.184 und 9.364 US-Dollar gependelt. Im Wochenvergleich legt die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung somit um 0,9 Prozent zu.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Die rasche Erholung nach dem Corona-Crash und aktuelle Stabilität des Krypto-Markts ist auch eine Folge der derzeitigen Aufbruchstimmung an den Aktienmärkten. Sowohl an den US-amerikanischen Indizes als auch beim deutschen Leitindex DAX sind die Kurse im Juni wieder nach oben geschnellt. Die Liquiditätsspritzen der Notenbanken gepaart mit der Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff und rückläufigen Infektionszahlen in Europa haben die Anlegerstimmung wieder aufgehellt.


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Steigende Covid-Fallzahlen auf der anderen Seite des Teichs trüben jedoch den Optimismus. Ein zweiter Shutdown in den USA könnte die Märkte erneut kollabieren lassen. Zudem belastet die Zuspitzung des Handelsstreits zwischen China und den USA die Aussichten auf einen nachhaltigen Aufschwung.

Die Unsicherheit der Anleger spiegelt sich in den Juni-Trends der Krypto-Derivatemärkte wieder. Die Nachfrage aufseiten der Großinvestoren nach Bitcoin-Anlageprodukten ist zwar nach wie vor groß, zeigt aber eine leicht rückläufige Tendenz im Vergleich zu den Vormonaten.

Verkaufsschlager Optionen

Insitutionelle Investoren haben über den Umweg von Bitcoin-Anlageprodukten immer mehr Anteile im Krypto-Markt übernommen. Die geringe Volatilität des Bitcoin-Kurs im zurückliegenden Monat hat dem Siegeszug der „Großen“ aber einen kleinen Dämpfer verpasst. Dem aktuellen Bericht von Crytocompare nach ist das Volumen für Krypto-Derivate im Juni etwas eingeknickt. Demnach ist das Volumen um 35,7 Prozent auf 393 Milliarden US-Dollar gesunken, was den niedrigsten Wert in 2020 darstellt.

Volumen für Bitcoin-Derivate

Trotz des Rückgangs des Gesamtvolumens an den Derivatemärkten erfreuen sich Optionen zunehmender Beliebtheit. So stieg das Gesamtvolumen im Juni für Bitcoin-Optionen an der Chicago Mercantile Exchange (CME) um 41 Prozent und erreichte mit 8.444 Kontrakten, von denen 5.986 gehandelt wurden, ein neues Monatshoch.

Im Gegensatz dazu gingen die an der CME gehandelten BTC-Futures im Juni mit 128.258 Kontrakte um 23 Prozent zurück. Trotz des Rückgangs stellt Juni den nach Volumen gemessenen zweitgrößten Monat in 2020 dar.

Optionen und Futures auf den Bitcoin-Kurs

Wale decken sich ein

Dass der Zuzug professioneller Investoren im Krypto-Ökosystem anhält, zeigt sich zudem an der konstant steigenden Population an Bitcoin Walen. Dem aktuellen Week On-Chain-Bericht von Glassnode zufolge „erlebt die Walpopulation von Bitcoin die größte Periode nachhaltigen Wachstums seit 2016“. Parallel zu diesem Anstieg sind die BTC-Bestände an den Bitcoin-Börsen geschrumpft, was einen Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen nahelegt.

Diese Annahme wird durch den Abzug von BTC-Beständen durch Wale nach dem „Schwarzen Donnerstag“ bekräftigt.

Aus dem Zusammenspiel sinkender BTC-Bestände an den Börsen und zunehmender Walbestände lässt sich ableiten, dass Wale die Gunst des Corona-Crashs genutzt und ihre Wallets zu günstigen Konditionen gefüllt haben. So werden aus Walen schließlich Hodler.


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