Solidaritätszuschlag Julian Assange erhält Bitcoin-Spende im Wert von 400.000 US-Dollar

Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jacob Gleiss

Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Julian Assange

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Mehrere Bitcoin-Spenden der Krypto-Gemeinde gingen bei Wikileaks und seinem Gründer Julian Assange ein, nachdem bekanntgegeben wurde, dass eine Auslieferung in die USA nicht erfolgen wird.

Momentan befindet sich der Investigativ-Journalist Julian Assange in einem britischen Gefängnis. Im April wurde er aufgrund von Spionagevorwürfen verurteilt. Die USA forderten daraufhin seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten. Ein Londoner Richter lehnte diese Forderung nun ab. Grund hierfür sei Assanges psychischer Zustand:

Ich finde, dass der psychische Zustand von Herrn Assange so ist, dass es bedrückend wäre, ihn an die Vereinigten Staaten von Amerika auszuliefern.


Assange teilte dem Gericht im Vorfeld mit, dass die harten US-Gefängnisse bei ihm Suizidgedanken auslösen könnten. Nach Ablehnung der Auslieferung erhielt er von mehreren Seiten beträchtlichen Zuspruch. Der mexikanische Präsident, Andres Manuel Lopez Obrador sagte am 4. Januar, dass er Assange Asyl anbieten wolle:

Ich werde den Außenminister bitten, […] die Regierung des Vereinigten Königreichs nach der Möglichkeit zu fragen, Herrn Assange freizulassen und Mexiko politisches Asyl anzubieten.

Auch die Krypto-Gemeinde unterstützt Assange

Am 4. Januar veröffentlichte Whale Alert einen Tweet, in dem es hieß, dass mehrere Nutzer Julian Assange eine hohe Menge an Bitcoin zukommen ließen, um ihn bei seiner rechtlichen Verteidigung beizustehen. Allein seit gestern spendete ein Nutzer 8,48 BTC, was zu diesem Zeitpunkt einer Summe von ungefähr 281.000 US-Dollar entsprach. Seit der Anklage Assanges im April 2019 spendeten Nutzer Kryptowährungen im Wert von insgesamt 400.000 US-Dollar. Außerdem machten mehrere bekannte Nutzer der Krypto-Szene ihren Standpunkt hinsichtlich Assange klar. Adam Back äußerte sich bereits in Vergangenheit zur Causa Assange und forderte anstelle einer Haftstrafe den Friedensnobelpreis. Medien und Journalisten sollten auf das Unrecht aufmerksam machen und sich solidarisch zeigen, so der Cypherpunk.

Auch der britische Politiker David Davis äußerte sich zu der Nicht-Auslieferung:


Gute Nachrichten: Die Auslieferung von Julian Assange wurde blockiert, Auslieferungsverträge sollten nicht für politische Verfolgung verwendet werden.

Einige Nutzer forderten den Noch-Präsidenten Donald Trump sogar dazu auf, die Anklage fallen zu lassen. Es existieren Gerüchte, laut denen Trump dies in Erwägung ziehe. Grund dafür könnte sein, dass Trump nur noch weniger als 16 Tage im Weißen Haus verbleiben. Ob sich diese Gerüchte bestätigen, wird sich zeigen.

Eines steht jedoch fest: Bitcoin konnte wieder einmal aufzeigen, welche Vorteile eine zensurresistente und dezentrale Währung inne hat. Denn ob die Spendenaktion genauso mit FIAT-Währungen hätte stattfinden können, ist durchaus zu bezweifeln.


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