Nun auch Google: Keine Werbung für ICOs und Kryptowährungen?

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Quelle: Censorship on internet - restricted and limited searching on web search engine. Service forbids and ban to find content, webpages and websites on the computer. Vector of laptop with screen and display

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Gemäß Gerüchten plant Google Werbung für ICOs und Kryptowährungen zu verbieten. Die Maßnahme soll Scams vorbeugen. Was diese News für seriöse Werbetreibende bedeutet, bleibt jedoch noch abzuwarten. 

Nach Facebook folgt nun Google: Werbung für ICOs und Kryptowährungen sollen gemäß verschiedener Quellen auch bei der marktführenden Internet-Suchmaschine und meistbesuchten Website der Welt verboten werden.


Vereinzelt sollen Werbende aus diesen Branchen schon über Schwierigkeiten bei der Verwendung von Google Ads geklagt haben. Ebenso beklagten Betreiber verschiedener krypto-affiner YouTube-Kanäle ein Schließen ihrer Webauftritte.

Ein schwerer Vorwurf wird vom Start-up Latinum und seitens der Algo-Trading-Plattform Crypto Bot Settings geäußert: Nach Einreichen einer Werbung wurden nicht nur die konkreten Adverts, sondern die Google-Ads-Accounts insgesamt gesperrt.

Google selbst scheint zwar zu betonen, dass es keine derartige interne Policy gäbe. Jedoch gab es zumindest Gespräche diesbezüglich zwischen der bekannten Suchmaschine und der kanadischen Binary Options Taskforce sowie dem FBI. In diesen Gesprächen baten die Behörden aus Kanada und den Vereinigten Staaten den Suchmaschinenbetreiber, eine ähnliche Position wie Facebook bezüglich Werbungen aus dem Krypto-Bereich einzunehmen.

Kein kompletter Bann erwartet

Wie auch im Fall Facebook scheint es weniger darum zu gehen, Suchergebnisse bezüglich blockchain-relevanten Themen zu zensieren. Es soll auch hier um das Vermeiden von Werbung gehen, die finanzielle Produkte und Dienstleistungen mit zwielichtigem Hintergrund anpreisen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet kann eine derartige Regulierung der Krypto-Branche in der Außenwahrnehmung gut tun.

Dennoch wird es für seriöse Vertreter ohne Zweifel in Einzelfällen zu Schwierigkeiten mit Google kommen: Übereifrige Mitarbeiter können mit Ermessensentscheidungen auch seriösen Blockchain-Unternehmen das Leben schwer machen. In der Hinsicht ist, sollte es zu einem derartigen Schritt kommen, die genaue Auslegung abzuwarten.

BTC-ECHO

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