Eine Kehrtwende in der globalen Währungspolitik steht unmittelbar bevor und dürfte den Finanzmärkten eine gewaltige Liquiditätswelle bescheren – so prophezeit es jedenfalls Krypto-Milliardär Arthur Hayes in seinem neuen Essay namens “Yen-quake“. Inzwischen sei die japanische Währung extrem unterbewertet und die Ära des billigen Yen müsse in naher Zukunft ihr definitives Ende finden.
Aber: Zinserhöhungen der Bank of Japan sind laut Hayes aufgrund drohender Verwerfungen am Anleihenmarkt keine Option. Ein massenhafter Verkauf von US-Staatsanleihen durch japanische Institutionen sei gleichermaßen unwahrscheinlich, denn dieser könnte die US-Finanzmärkte kollabieren lassen.
Krypto-Anleger als Profiteure der Währungsmanipulation
Beide Nationen würden daher eine dritte Möglichkeit bevorzugen, die der Krypto-Veteran so beschreibt: “Das japanische Finanzministerium hinterlegt seine Bestände an US-Staatsanleihen bei der Fed im Austausch gegen Dollar über das FIMA-Programm, verkauft diese Dollar anschließend und kauft Yen am Devisenmarkt.” Eine gezielte Währungsmanipulation, die unweigerlich zu einer Bilanzausweitung der US-Notenbank führe.
Für Krypto-Anleger sind das gute Nachrichten, denn “je mehr sie drucken, desto höher steigt Bitcoin”. Wenn die Fed ihre Bilanz aufbläht, um dem japanischen Finanzministerium neue Dollar-Kredite zur Verfügung zu stellen, fließt die Liquidität nach Einschätzung von Hayes direkt in Krypto-Assets und andere Vermögenswerte wie Gold und Minenaktien.
Auf diese Kryptowährungen setzt Hayes
“Wir sind schon verdammt stark in Bitcoin investiert” [engl.: “long as f***], gibt der Maelstrom-CIO unmissverständlich zu verstehen. Allerdings sieht Hayes bei ausgewählten Altcoins noch höheres Aufwärtspotenzial. Bezüglich der zweitgrößten Kryptowährung meint er: “Ethereum ist der verschlafene Large-Cap, der 2025 sein Allzeithoch nicht erreicht hat, aber als Sicherheitsschicht für Real-World-Assets dienen wird.”
Außerdem setzt Hayes auf stark angeschlagene Protokolle wie Ethena, da ein sprunghafter Anstieg der Bitcoin-Basis-Renditen im Zuge der neuen Dollarliquidität sofortige Kapitalspritzen in synthetische Dollar auslösen dürfte. Abschließend betont Hayes: “Die Tage des billigen Yen sind vorbei.” Seine jüngsten Trading-Aktivitäten riefen in der Krypto-Community allerdings Kritik hervor.
