"Non-fungible Animals" WWF will mit NFTs bedrohte Tiere retten
Marlene Müller

von Marlene Müller

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Persischer Leopard als NFT und NFA

Quelle: Shutterstock

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Täglich sterben 150 Tierarten weltweit aus. Der WWF will das mit NFTs stoppen und bringt die Kollektion “Non-fungible Animals” heraus.

“Das Artensterben gilt neben der Klimakrise als die größte Bedrohung für unseren Planeten und unser eigenes Leben,” sagt Karl Nowak vom WWF. “Ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart, mehr als 30 Prozent der Haie und Rochen sowie 40 Prozent der Amphibienarten sind bedroht.”
Zusätzlich stehen mehr als 35.500 Arten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN für bedrohte Tierarten. Seit 2. November verkauft der WWF im Rahmen der Benefizaktion “Non-fungible-Tokens” (NFT) mit dem Namen “Non-fungible Animals” (NFA), um mit den Erlösen den Erhalt der Lebensräume und den Schutz der Tiere zu gewährleisten. Mit den eingenommenen Geldern möchte der WWF neue Schutzgebiete schaffen und Wilderei sowie Überfischung entgegenwirken.

Denn, der Mensch hat dafür gesorgt, dass sich das Tiersterben deutlich beschleunigt.

Ihr Lebensraum wird durch Siedlungen und Straßen zerstört. Sie werden zu viel gejagt und gefischt, ihr Ökosystem verunreinigt, landwirtschaftliche Monokulturen werden geschaffen, sodass die Tiere keine Nahrung mehr finden. Die globale Erwärmung und Lichtverschmutzung in dicht besiedelten Gebieten können zusätzlich viele Arten schwächen.

Karl Nowak, WWF

So werden seltene Tiere zu digitaler Kunst

Die Idee ist simple: NFT sind digitale Abbildungen von unterschiedlichsten Dingen, die einzigartig sind. Non-fungible Animals sind Abbildungen von zehn vom Aussterben bedrohten Tieren. Dabei ist die Anzahl der vorhandenen NFTs die gleiche wie die der noch existierenden Tiere. So gibt es auf unserer Erde aktuell noch beispielsweise 1.200 persische Leoparden und somit auch nur 1.200 NFTs. Andere als NFTs abgebildete Tiere sind der Berggorilla (1063 Stück), der Ostsee Schweinswal (447 Stück) und das seltenste Tier und NTF der Kollektion, der Vaquita (22 Stück). Karl Nowak vom WWF gegenüber BTC-ECHO:

Der Vaquita ist die kleinste Walart der Welt und er ist auf sein kleines Verbreitungsgebiet im Golf von Kalifornien angewiesen. Nur in diesen flachen Gewässern mit hoher Nährstoffdichte kommt er vor. …. Die größte Bedrohung für den Vaquitas ist illegale Fischerei auf eine andere Art, die Vaquitas sterben als Beifang in den illegal aufgestellten Netzen.

Karl Nowak, WWF

NFTs per Kreditkarte erwerben

“Aus rechtlicher Sicht ist der Kauf nur auf EU Bewohner:innen ausgerichtet”, sagte Karl Nowak zu BTC-ECHO. Diese könnten die Kollektion “Non-fungible Animals” mit dem Stablecoin USDC online erwerben. Außerdem


werden [wir] … die Möglichkeit haben, per Kreditkarten den Kauf direkt durchzuführen. Damit nutzen wir weltweit als Erstes die neue Moonpay Payment Solution für NFTs.

Karl Nowak, WWF

Kreiert wurden die zehn NFTs der “Non-Fungible Animals” Kollektion von insgesamt zehn Künstler:innen. Jede:r Künstler:in hat ein NFT entworfen. So wurde der Persische Leopard beispielsweise von dem bekannten australischen NFT-Künstler Bosslogic entwickelt. Er erklärte

Als der WWF uns wegen des Projekts ansprach, konnte ich einfach nicht nein sagen. Als Künstler und mit meiner Liebe zur Tierwelt wollte ich meinen Teil dazu beitragen und gleichzeitig von meiner Seite der Welt aus einem Tier helfen, das dringend unsere Hilfe braucht.

Bosslogic

Andere Kunstschaffende sind Rocket & Wink (Buschmannhase), Freehand Profit (Amur Tiger) und Anna Rupprecht (Ostsee Schweinswal).

Eine Grüne Blockchain macht das Rennen

Das Projekt des WWFs wird auf der Polygon Blockchain abgewickelt und festgehalten. Dabei handelt es sich um eine Ethereum Sidechain, die über einen Proof-of-Stake den Konsens garantiert. Karl Nowak erklärt BTC-ECHO, dass der geringe Energiebedarf am Ende entscheidend für die Wahl auf Polygon war:

Im Zuge des Prozesses, haben wir uns sehr viele verschiedene Lösungen angeschaut. Eine Aktion wie diese wäre jedoch für uns als NGO mit einer energieintensiven Blockchain nicht möglich gewesen. Wir sind aus gesellschaftlicher Sicht hierbei stolz aufzuzeigen, wie man diese Technologie auch Ressourcensparend umsetzen kann.
Wir haben uns am Ende für Polygon – neben dem sehr geringen Energiebedarf –  aufgrund der Professionalität und dahinter liegenden Infrastruktur entschieden.

Karl Nowak, WWF

Durch die Blockchain-Technologie wird außerdem sichergestellt, dass der WWF beim Weiterverkauf der NFTs zehn Prozent des Netto-Kaufpreises erhält. Das ist bereits eine gängige Variante der Kunstschaffenden, um sicherzustellen, dass sie Anteile für den Verkauf ihrer Werke erhalten.


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