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Fed-Chef Jerome Powell Wird Bitcoin bald zur Reservewährung in den USA?

Ist das der Durchbruch für Bitcoin? In einer Anhörung vor dem US-Kongress sorgte Fed-Chef Jerome Powell mit einer Aussage zur Reservewährung für Wirbel im Bitcoin-Space.

Nicola Hahn
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Jerome Powell

Beitragsbild: picture alliance

In einer Anhörung am 3. März machte sich Fed-Chef Jerome Powell stark für eine Zinsanhebung von 0,25 Prozentpunkte im März. Kopfschmerzen bereiten der Fed allerdings nach wie vor die hohen Inflationsdaten sowie eine sich abschwächende Wirtschaft. Völlig unklar ist weiterhin, wie viele Zinsanhebungen es dieses Jahr überhaupt geben wird.

Albtraum für die Fed

In gewohnt abgeklärter Manier stand US-Notenbankchef Jerome Powell gestern vor dem US-Kongress Rede und Antwort zur aktuellen Notenbankpolitik. Zu beneiden für seinen Job ist der 69-jährige Jurist zurzeit allerdings nicht, den die Fed scheint sich in eine Zwickmühle manövriert zu haben. Hebt sie die Zinsen nicht schnell genug an, läuft sie Gefahr, dass die Inflation zu heiß läuft. Auf der anderen Seite besteht das Risiko, dass sie mit einem zu schnellen Anheben der Zinsen die Wirtschaft in eine Rezession führt. Besonderes pessimistisch ist dabei die Atlanta Fed. Diese geht im laufenden Quartal davon aus, dass das Wachstum quasi bei null liegen wird (siehe Abbildung 1, grüne Kurve).

Atlanta Fed Wachstumserwartung
Abbildung 1: Erwartetes Wachstum für das erste Quartal 2022, Quelle: Atlanta Fed

Dazu kommt, dass durch den Krieg in der Ukraine auch noch die Energiepreise enorm ansteigen. Diese gestiegenen Rohstoffpreise machen nicht nur das Heizen zu Hause teurer, sondern setzen auch dem produzierenden Gewerbe, vor allem der Lebensmittelindustrie (Stichwort: steigende Düngemittelpreise) zu. Diese Gemengelage könnte in letzter Konsequenz dazu führen, dass die Inflationsspirale sich eher noch beschleunigen wird.

Jerome Powell sieht das allerdings anders. Wie er dem US-Kongress mitteilte, geht er davon aus, dass die Inflation ihren Höhepunkt schon bald erreichen wird und bis Ende dieses Jahres “zurückgehen” werde.

Im Januar war die Inflation in den USA um satte 7,5 Prozent im Jahresvergleich angestiegen – BTC-ECHO berichtete. Nachdem die Fed bereits zuvor eine deutlich restriktivere Geldpolitik ab März angekündigt hatte, pries der Markt nach diesen Rekord-Inflationsdaten ein noch schnelleres und strafferes Vorgehen der Fed ein. Die US-Investmentbank JPMorgan geht indes sogar davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen in neun aufeinander folgenden Sitzungen anheben wird.

“Mehr als eine Reservewährung”

Eine Anmerkung sorgte allerdings für Aufregung. In seiner Rede betonte der 69-Jährige, dass es mehr als eine Reservewährung neben dem US-Dollar geben könnte. Anschließend ergänzte er, dass es Zeiten gab, wo das der Fall gewesen sei (siehe Tweet unten).

Ob der US-Notenbankchef dabei an Bitcoin, Gold oder eine andere Fiat-Währung denkt, bleibt unklar. Unter sogenannten “Bitcoin-Maximalisten” wurde die Aussage allerdings gefeiert, als ob es bereits ein “Ja” für den Bitcoin sei. Der bekannte Krypto-Investor und Medienstar Anthony Pompliano – kurz Pomp – schrieb dazu auf Twitter, dass dies schneller gegangen sei, als er erwartet hätte (siehe Tweet unten).

Zugleich erinnerte Powell an die Notwendigkeit einer Regulierung im Krypto-Space.

Wir haben es hier mit einer aufstrebenden Industrie zu tun, die aus vielen Teilen besteht, und es gibt nicht die Art von Regulierungsrahmen, die es geben müsste. (Der Ukraine-Russland-Konflikt) hat die Notwendigkeit von Maßnahmen des Kongresses im Bereich der digitalen Finanzen, einschließlich Kryptowährungen, unterstrichen.

Jerome Powell, Quelle: CNBC

Auch wenn die Aussage Powells hohe Wellen im Krypto-Space geschlagen hat, so erscheint es vor dem Hintergrund der vorgebrachten Kritik als eher unwahrscheinlich, dass Powell sich auf Bitcoin bezog.

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