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Hashrate-Wanderung Wie Ethereum Miner dem Merge trotzen

Der Ethereum Merge zieht Minern den Stecker. Die stellen sich neu auf – und schielen dabei auf alternative Kryptowährungen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Ethereum

Beitragsbild: Shutterstock

| Mit dem Merge erfolgt eine Konsensumstellung von Proof of Work auf Proof of Stake im Ethereum-Netzwerk.

Die Tage vom Mining sind bei Ethereum gezählt – der Konsenswechsel auf Proof of Stake ist auf der Zielgeraden. Schon jetzt zeigen sich die Effekte des Merge, alternative Blockchains verzeichnen abrupte Steigerungen der Rechenleistung. Auch einige “Big Player” scheinen auf alternative Kryptowährungen umzusatteln.

Ethereum Classic – zurück zu den Wurzeln

Ein Trend, der zuletzt bei einigen Netzwerken zu beobachten war: rapide Anstiege der Hashrate. Zumindest bei den Kryptowährungen, die wie Ethereum bisher auch mit GPUs, also Grafikkarten “abgebaut” werden. Da Ethereum mit dem Wechsel auf Proof of Stake den Mining-Betrieb einstellt, scheinen sich Miner nach lukrativen Ersatzmöglichkeiten umzuorientieren.

Besonders auffällig ist diese Entwicklung bei Ethereum Classic. Seit Juli ist die Hashrate von 18 auf 43 TH/s um 138 Prozent gestiegen.

Hashrate von Ethereum Classic | Quelle: Coinwarz

Miner erfinden sich neu

Der Merge stellt Miner vor die Frage: wie weitermachen? Als eine Alternative wirft das Mining anderer Kryptowährungen noch etwas Ertrag ab – der jedoch deutlich geringer als bei Ethereum ausfällt. Immerhin eine Branchengröße wie Hive Blockchain fährt ab dem Merge diese Strategie. Der börsennotierte Miner gab in einer Presseerklärung diese Woche bekannt, “bereits mit der Analyse des Minings anderer GPU-schürfbarer Coins” angefangen zu haben.

Eine andere wählt Hut 8 Mining. Das ebenfalls börsengelistete Unternehmen erklärte, die Rechenleistung in anderen Bereichen zur Verfügung zu stellen. Die Maschinen könnten “bei Bedarf umgeschaltet werden”, so Hut 8, “um Kunden Dienstleistungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen oder VFX-Rendering anzubieten”. Das Konzept: Hochleistungsrechner On-Demand.

Drei Alternativen

Der Ethereum Merge hinterlässt ein Loch – vor allem in den Einnahmen der Miner, für die der Konsenswechsel zunächst ein finanzieller Rückschlag ist. Zu stopfen sind die Verluste auch mit alternativen Kryptowährungen nicht. 97 Prozent der täglichen Mining-Einnahmen gehen auf das Konto von Ethereum.

Das rentablere Szenario wäre es, die Hardware zu verkaufen und mit den Einnahmen am Staking teilzunehmen, wie “Butta”, CMO bei Bitfly, das mit Ethermine den größten Ether-Mining-Pool betreibt, gegenüber BTC-ECHO erklärte. Auch diese Entwicklung hat sich in den letzten Monaten eingestellt, zu sehen am Preisverfall gebrauchter Grafikkarten.

Für Miner bleiben also drei Möglichkeiten: Andere Coins schürfen, Grafikkarten verscherbeln und dafür staken oder – wie Hut 8 Mining – Rechenleistung für andere Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Für welche sich auch Miner entscheiden: der Merge wirbelt das Krypto-Ökosystem durcheinander.

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