Weltbank-Bericht: Bitcoin ist ein “natürliches” Ponzi-Scheme
Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Ponzi-Scheme
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“Das Problem was wir haben resultiert aus den wie Robert Shiller so schön sagt `natürlich vorkommenden Ponzis`. Bei dieser Art Ponzis gibt keinen einzelner Manipulator der die Marschrichtung vorgibt. Es sind die natürlich ausgereiften Marktkräfte und die Erwartungen einer Person,” so Basu.

wähnt. Bitcoin sei ein “natürlich vorkommendes” Ponzi-Scheme, welches aber wie von vielen Bitcoin-Kritikern behauptet, nichts mit einem absichtlich verursachten Ponzi Scheme zu tun hat.


Kaushik Basu, Weltbank Ökonom und der Author von “Ponzis: The Science and Mystique of a Class of Financial Frauds” weist darauf hin, dass die Ponzis der heutigen Zeit nicht mehr so offensichtlich sind wie es früher. Der Aufbau und die Identifizierung der heutigen Ponzis sei viel komplexer und schwieriger.

Vom Markt getriebene Blasen

“Das Problem was wir haben resultiert aus den wie Robert Shiller so schön sagt `natürlich vorkommenden Ponzis`. Bei dieser Art Ponzis gibt keinen einzelner Manipulator der die Marschrichtung vorgibt. Es sind die natürlich ausgereiften Marktkräfte und die Erwartungen einer Person,” so Basu.

Basu fuhr fort und stellte ein hypothetisches Szenario auf: Wenn die Menschen glauben, dass die Immobilienpreise in der Zukunft steigen müssen,werden sie betteln oder sich Geld leihen um sich ein Haus zu kaufen. Dadurch steigt die Nachfrage rasant an und der Preis gerät irgendwann außer Kontrolle. Wenn dann die Blase platzt erleiden die späten Investoren/Käufer einen herben Schlag.”

Gold ist ein weiteres Beispiel, auch wenn es schon viele Blasen und Crashes über viele Jahre hinweg überlebt hat. Basu betonte, dass das Gold an zwei Tagen im April 2014 schlagartig mehr an Wert verloren hat, als in den letzten 30 Jahren. Unbegreiflich für viele Spekulanten und Investoren.

Die Bitcoin Blase

Basu zitierte  Bitcoin als ein Beispiel für ein solches Szenario:

“Einen der jüngsten Fälle von Blasenbildung können wir beim Bitcoin-Experiment beobachten. Bitcoin ist eine Kryptowährung; das Hauptmerkmal dieser Währung sind die niedrigen Transaktionskosten und die einfache Handhabung. Jeder kann sich Bitcoin kaufen, genauso wie man sich Fiat Währungen kaufen kann. Problematisch wurde es jedoch als die Menschen anfingen zu spekulieren, dass der Bitcoin Kurs zukünftig steigen wird. Dies verursachte eine hohe Nachfrage was wiederum den Wert des Bitcoin tatsächlich steigen lies. Sozusagen eine selbst erfüllende Prophezeiung. Mit anderen Worten passt das Bitcoin Phänomen genau in die Definition einer spekulativen Blase.”

Schon in der Vergangenheit haben viele Kritiker behauptet, dass digitale Währungen ein Ponzi Scheme sind.  Im März diesen Jahres erst veröffentlichte der Ökonom Nouriel Roubini eine Flut von sehr kritischen Tweets die sowohl an die digitalen Währungen, als auch an seine Befürworter gerichtet waren.

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In einem Tweet sagte er:

“So, Bitcoin ist keine Währung. Es ist (übrigens) ein Kanal für kriminelle und illegale Aktivitäten. Außerdem ist Bitcoin nicht sicher gegen Hackernangriffe.”

Besu betonte nochmals das Bitcoin kein bewusstes Ponzi Scheme ist.  Die Bitcoin Blase 2013 war eher das Resultat einer Spekulation als das Resultat eines organisierten Systems.

Bitcoin könnte Ökonomen und Banker jedoch auch andere Dinge lehren:

“Als wahrer Wert des Bitcoin könnte sich im Nachhinein die Erkenntnis herausstellen, wie man Innovationen effizient nutzen kann um Transaktionskosten erheblich zu senken.”

Bisher hat sich die Weltbank im Bezug auf digitale Währungen ziemlich bedeckt gehalten. Im letzten Jahr hat die Bank eine Diskussionsrunde im Bezug auf digitale Währungen organisiert. Die Sichtweise auf das “Phänomen” waren jedoch sehr akademisch.
BTC-Echo

Englische Originalfassung von Nermin Hajdarbegovic via Coindesk

Image Source: Fotolia

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