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Was wird für Bitcoin und Krypto diese Woche wichtig?

Die neueste Fed-Leitzinsentscheidung in den USA sowie aktuelle US-Erzeugerpreise könnten die Kursentwicklung von Bitcoin (BTC) maßgeblich beeinflussen.

Stefan Lübeck
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Vor der Steinfassade der New Yorker Börse ist ein Straßenschild der Wall Street angebracht, das die Überschneidung von traditionellem Finanzwesen und modernen Vermögenswerten wie Bitcoin hervorhebt.

Beitragsbild: Shutterstock

| Auch in der ersten Februarwoche stehen Termine an, die die Krypto-Kurse beeinflussen könnten

Trotz andauerndem Konflikt im Nahen Osten und anhaltenden Kursrückgängen am US-Aktienmarkt wie auch bei Gold und Silber, zeigte sich der Krypto-Markt auch in der abgelaufenen Handelswoche wider Erwarten bullish. Bitcoin (BTC) legte um sechs Prozentpunkte auf 71.600 US-Dollar zu. Die Altcoins Ethereum (ETH), Solana (SOL) und der Binance Coin (BNB) konnten sich rund acht Prozent erholen. Welche Wirtschaftsdaten in der neuen Handelswoche im Fokus der Anleger stehen und die Kurse am Krypto-Markt bewegen könnten.

Die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche

Eröffnet wird die dritte Handelswoche im März von frischen Erzeugerpreisdaten aus den USA am Mittwochnachmittag. Am Abend folgt die Bekanntgabe der zweiten Leitzinsentscheidung durch die US-Notenbank (Fed). Tags darauf wird in den frühen Morgenstunden die neueste Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) veröffentlicht. Am Nachmittag schauen Anleger sodann auf die Absatzzahlen von neuen Häusern aus dem US-Immobiliensektor. Mit dem Speicherchip-Hersteller Micron nachbörslich am Mittwochabend sowie dem chinesischen Tech-Giganten Alibaba vor Öffnung der Wallstreet am Donnerstagmittag findet die laufende Berichtssaison zunehmend ihr Ende. Um das Konsumverhalten der US-Privathaushalte zu bewerten, dürften Anleger zudem nachbörslich am Donnerstag auf Quartalszahlen des Logistik-Riesen FedEx schauen. Am letzten Handelstag der Woche verfallen außerdem Wetten auf Aktienindizes, Einzelttitel, sowie Rohstoffe. Traditionell ist in der Woche des großen Verfalls (Quardruple-Witching) mit größeren Kursausschlägen an den Finanzmärkten zu rechnen.

US-Erzeugerpreise eröffnen die Handelswoche

Mittwoch, 18. März 2026: Um 13:30 Uhr veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die neuesten Erzeugerpreisdaten für den Handelsmonat Januar. Im Januar lagen die Erzeugerpreise auf Monatssicht mit +0,5 Prozent den zweiten Monat in Folge deutlich über der Expertenerwartung von +0,3 Prozent. Für den abgelaufenen Monat Februar rechnen die Analysten mit einem Anstieg von +0,3 Prozent. Sollte die Prognose erreicht oder den dritten Monat infolge übertroffen werden, wäre dies eine Bestätigung dafür, dass die US-Industrieunternehmen unverändert mit steigenden Produktionspreisen zu kämpfen haben, welche sich in den kommenden Monaten in steigenden Verbraucherpreisen niederschlagen könnten.

Für die US-Notenbank Fed sind nachhaltig zunehmende Produktionspreise bei ihren geldpolitischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Steigende Erzeugerpreise könnten von Marktteilnehmern bearish interpretiert werden, was zu vermehrten Verkäufen von Bitcoin und vor allem im Altcoin-Sektor führen könnte. Liegen die Produktionspreisentwicklungen hingegen unter der Expertenerwartung und haben im Monatsvergleich abgenommen, würde sich die Wahrscheinlichkeit für eine dovishere Geldpolitik wieder erhöhen. Die US-Aktienmärkte und in der Folge auch der Bitcoin-Kurs könnten profitieren.

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Leitzinsentscheidung in den USA am Abend

Am Mittwochabend gibt die Federal Reserve um 19:00 Uhr (MEZ) ihre zweite Zinsentscheidung im neuen Handelsjahr bekannt. Zwar stagnierten die Inflationsraten zuletzt, lagen jedoch weiterhin oberhalb des Ziels von +2,0 Prozent, weshalb die US-Notenbank, auch gerade wegen der gestiegenen Ölpreise in Folge des Iran-Konflikts, an ihrer abwartenden Haltung festhalten dürfte. Aktuell rechnen weniger als ein Prozent der Marktakteure mit einer Zinssenkung. Stattdessen erwarten sich Investoren weitere Details zum geldpolitischen Fahrplan der Zentralbank in 2026. Insbesondere zusätzliche “quantitative Easing”-Maßnahmen stehen im Fokus.

Allen voran die Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell bei seiner Pressekonferenz um 19:30 Uhr werden mit Spannung erwartet. Sollte der Notenbankvorsitzende in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen rund um die Strafzölle sowie der Situation im Nahen Osten dovishere Töne anschlagen, könnten die weltweiten Finanzmärkte in einer Erstreaktion mit Kursaufschlägen reagieren. Insbesondere Risiko-Assets und damit auch Kryptowährungen dürften profitieren. Zeigt sich der Chef der US-Zentralbank hingegen weiter abwartend, könnten Anleger vermehrt Gewinne mitnehmen. Die Volatilität an den Finanzmärkten dürfte während der Pressekonferenz traditionell zunehmen.

Zinsentscheid in Japan am Donnerstagmorgen Absatzzahlen von neuen US-Immobilien am Donnerstag

Donnerstag, 19. März 2026: Um 04:00 Uhr (MEZ) am Donnerstagmorgen gibt die japanische Notenbank BOJ ihre zweite Leitzinsentscheidung in 2026 bekannt. Ein deutlicher Rückgang der Inflationsraten von+2,1 Prozent auf zuletzt +1,5 Prozent haben den Druck auf die Zentralbank wieder verringert. Die Analysten rechnen mit einem unveränderten Leitzins von 0,75 Prozent. Trotz rückläufiger Verbraucherpreissteigerungen bewegen sich die Zinsen auf japanische Staatsanleihen unverändert im Bereich ihrer Jahreshochs, weshalb Anleger die Wortwahl des japanischen Notenbankchefs in der anschließenden Pressekonferenz im Blick haben werden. Hawkishe Aussagen des Zentralbankvorsitzenden könnten zu Gewinnmitnahmen an den weltweiten Aktienmärkten führen. Insbesondere die Kursausschläge des Währungspaares US-Dollar/Japanischer Yen sollten Anleger im Blick behalten.

Absatzzahlen von neuen US-Immobilien am Nachmittag

Um 15:00 Uhr (MEZ) präsentiert das Census Bureau die aktuellen Verkaufszahlen von neu errichteten Immobilien in den USA. Im Vormonat lagen die Absatzzahlen mit 745.000 verkauften Immobilien das dritte Mal in Folge oberhalb der Analystenprognose. Sollte sich dieser positive Trend fortsetzen und die Erwartungen des Marktes von 723.000 verkauften Immobilien abermals geschlagen werden, würde dies auf eine zunehmende Stabilisierung des für die USA gesamtwirtschaftlich wichtigen Häusermarktes hindeuten. Liegen die Absatzzahlen hingegen deutlich unterhalb der Analystenschätzungen, wäre eine negative Auswirkung auf den Aktienmarkt vorstellbar, da schwache Daten aus dem Immobiliensektor oftmals zu vermehrten Gewinnmitnahmen am US-Finanzmarkt führen.

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