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Value-Investor greift zu Ist Warren Buffett jetzt doch ein Bitcoin-Fan?

Warren Buffett hat erneut Einblick in die Zukäufe im letzten Quartal gegeben. Aufgestockt hat er bei der Nubank, die als äußerst Bitcoin-freundlich gelten.

Nicola Hahn
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Warren Buffett

Beitragsbild: Shutterstock

Aus einem SEC-Bericht, der am Montag, dem 14. Februar, veröffentlicht wurde, geht hervor, dass Berkshire Hathaway einen Teil seiner Visa- und Mastercard-Anteile verkauft hat. Dagegen stockte die Investmentgesellschaft bei der Nubank auf, dem größten brasilianischen Fintech-Unternehmen. Allein im vierten Quartal 2021 kaufte das “Orakel aus Omaha” Anteile im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar. Was steckt dahinter? Ist Warren Buffett jetzt doch ein Krypto-Fan?

Wer ist Nubank?

Die Nubank ist eine brasilianische Neobank und aktuell die größte in ganz Südamerika. Sie wurde 2013 durch den Kolumbianer David Vélvez, die Brazilianerin Christina Junquerira und den Amerikaner Edward Wible gegründet. Im Jahr 2018 erreichte das junge Fintech-Unternehmen erstmals die Bewertung von einer Milliarde US-Dollar, und wurde somit zum sogenannten Unicorn. Zu den Investoren der Nubank zählen unter anderem bekannte Namen wie Seqouia Capital, aber auch der von Peter Thiel initiierte Founders Fund.

Wer die Liste der frühen Kapitalgeber der Nubank weiter durchforstet, stößt unter anderem auf den Namen Berkshire Hathaway. Die Holding-Gesellschaft hatte im Juni 2018 in einer Serie G Finanzierungsrunde sogar noch 500 Millionen US-Dollar nachgeschossen – BTC-Echo berichtete. Im September 2020 erwarb Nubank die Handelsplattform Easyinvest, die seit Juni 2021 einen Bitcoin-ETF anbietet. Im Dezember 2021 folgte dann der Börsengang. Dabei konnte eine Bewertung von 41,5 Milliarden US-Dollar erzielt werden. Im Anschluss fiel der Aktienkurs allerdings von rund 12 auf unter 7 US-Dollar im Januar 2022. Mittlerweile konnte sich der Aktienkurs jedoch wieder kräftig erholen und notiert aktuell bei rund 9 US-Dollar.

Warren Buffett – ein Krypto-Liebhaber?

Wer Warren Buffett schon länger verfolgt, der wird mitbekommen haben, dass die Investorenlegende nun wahrlich nicht zu den größten Bitcoin-Fans gehört. Noch im Jahr 2018 hatte er den Bitcoin als “Rattengift hoch zwei” betitelt und dadurch den Zorn der Krypto-Community auf sich gezogen. Zwei Jahre später, kurz vor dem Corona-Crash, machte er gegenüber dem Nachrichtensender CNBC deutlich, dass er keine Kryptowährungen besäße und auch niemals welche besitzen werde (siehe Video). Auch Buffetts “rechte Hand” Charlie Munger schoss bereits mehrmals gegen Kryptowährungen – insbesondere gegen Bitcoin – und betitelte diese als “ekelhaft”, BTC-ECHO berichtete. Laut Munger sei die “ganze verdammte Entwicklung ekelhaft und gegen die Interessen der Zivilisation.”

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=d6yqrwOZVjY

Glückliches Händchen

Eine Beteiligung sorgte jedoch auch außerhalb der Krypto-Community für großes Aufsehen. Laut der jüngsten SEC-Meldung von Berkshire Hathaway hat sich der Buffet-Konzern im vierten Quartal 2021 im großen Stil mit Activision Blizzard-Aktien eingedeckt. Berkshire Hathaway kaufte 14.658.121 Aktien hinzu, welche zum Zeitpunkt der Veröffentlichung einen Wert von rund 975 Millionen US-Dollar aufwiesen. Würde Buffett die Anteile jetzt verkaufen, so würde dies dem Altmeister rund 200 Millionen Dollar in die Kassen spülen. Doch es kommt noch besser. Wie Microsoft im Januar 2022 bekannt gegeben hatte, will man den Gaming-Konzern zu einem Preis von 95 Dollar je Aktie übernehmen. Sollte dieser Deal tatsächlich final durchgehen, würden noch einmal rund 200 Millionen Dollar obendrauf kommen. Keine schlechte Rendite für einen Investor, der von vielen schon abgeschrieben wurde.

Krypto kommt im Mainstream an

Nun könnte man argumentieren, dass Buffett nicht direkt in Bitcoin und Co. investiert, sondern in eine Bank. Auch wenn es sich um eine sogenannte Neobank handelt, ist dies erstmal nichts Weltbewegendes. Dennoch – die Nubank ist Südamerikas größte Bank, die unter anderem im Krypto-Business tätig ist. Warren Buffett mag davon halten, was er will. Allein die Tatsache, dass er Krypto-freundliche Beteiligungen in seinem Portfolio hält, zeugt davon, dass Bitcoin und Co. zunehmend im Mainstream ankommen und selbst ein Warren Buffett mittlerweile nicht mehr daran vorbeikommt. Ein wenig erinnert das an Buffetts Verhältnis zu Technologie-Aktien, die er lange Zeit – mit wenigen Ausnahmen wie IBM – aufs Äußerste gemieden hatte. Erst mit der Beteiligung an Apple schien hier ein Umdenken stattgefunden zu haben, sodass Buffett wenig später auch bei Amazon einstieg. Letzteres war jedoch eher seinen Investment-Managern Todd Combs und Ted Weschler zu verdanken. Interessant ist auch, dass selbst die klassischen Banken wie beispielsweise die BNY Mellon, die Buffett in seinem Portfolio hält, bereits Dienstleistungen im Bereich Kryptowährungen anbieten.

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