Finanzexperte zeigt sich skeptisch 

“Wäre nicht 7000 Dollar für einen Bitcoin schon echt viel?”

Dr. Andreas Beck bleibt bei Bitcoin vorsichtig, obwohl die Kryptowährung zuletzt besser lief als Gold. Was hinter seiner kritischen Einordnung steckt.

Tobias Zander
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Dr. Andreas Beck vor einer Bitcoin-Münze

Beitragsbild: Andreas Beck (X) I Fotomontage

| Bleibt weiterhin auf Distanz zu Bitcoin: Dr. Andreas Beck

Bitcoin, Gold, Aktien und der ganze Rest – in einem neuen Gespräch mit Dr. Gregor Broschinski von Sparkasse Black erklärt Portfoliomanager Dr. Andreas Beck die Auswirkungen des Iran-Krieges auf zahlreiche Assetklassen. Der starke Anstieg des Ölpreises und die Risiken für Lieferketten seien zwar unbestritten, dennoch bleibt der Portfoliomanager relativ gelassen. Die Politik neige dazu, die Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft zu unterschätzen. Unternehmen würden bereits an Alternativen arbeiten, um Engpässe zu umgehen und auch wenn kurzfristig ein Inflationsschock drohen könnte, erwartet Beck keine nachhaltige Lähmung der globalen Märkte.

Beim Blick auf Gold zeigt sich ein ähnliches Muster. Der klassische Krisenprofiteur konnte zuletzt nicht überzeugen, was Beck insbesondere auf die vorherige Überhitzung zurückführt. Der Rücksetzer sei daher weniger überraschend als viele meinen, war der Goldpreis im Zuge einer spektakulären Rallye Ende Januar schließlich zeitweise auf 5.400 US-Dollar gestiegen. Während das physische Edelmetall nun schwächelte, blieb Bitcoin nach dem Beginn des Iran-Krieges stabiler. Für Beck ist das allerdings kein ausreichender Beleg für eine neue Qualität der Krypto-Leitwährung, sondern eher eine Momentaufnahme.

Bitcoin als Wildcard unter den Assets

Dass Sparkasse Black, das individuelle Private Banking der Sparkasse Düren, bereits früh Bitcoin ins Portfolio aufgenommen hat, kommentiert Beck mit Respekt, betont aber zugleich: “Das ist einer der wenigen Punkte, wo wir uns unterscheiden in der Einschätzung.” Sein Hauptproblem bleibt die fehlende Bewertungsgrundlage. “67.000 US-Dollar für einen Bitcoin. Du sagst das jetzt so dahin. Wäre nicht 7.000 US-Dollar für den Bitcoin schon echt viel?” Der für seine nüchternen Analysen bekannte Finanzexperte gab im vergangenen Jahr bekannt, seinen eigenen Bitcoin zugunsten von zwei Garagen in München verkauft zu haben.

Ganz verschließt sich Beck dem Thema aber nicht. Dass Bitcoin inzwischen im institutionellen Umfeld angekommen ist, erkennt er ausdrücklich an. Vor allem die Dynamik rund um die Indexfonds hat ihn überrascht, war doch der iShares Bitcoin Trust ETF von BlackRock “der schnellste wachsende ETF, der jemals aufgelegt wurde”. Tatsächlich verhalten sich die BTC-Produkte auch im schwierigen Handelsjahr 2026 robust, was sich in Form von positiven Nettozuflüssen und stabiler Nachfrage zeigt. Mit Morgan Stanley hatte kürzlich zudem ein weiterer US-Finanzriese ein eigenes Produkt gestartet.

Die Haltung des Münchener Portfoliomanagers bleibt ambivalent. Einerseits sieht er Fortschritte, andererseits zweifelt er an der digitalen Knappheit und dem Gegenwert von Bitcoin. Schon Anfang des Jahres räumte er zumindest ein, Bitcoin unterschätzt zu haben: “Es ist das beste Beispiel dafür, dass ich mich irre.” Doch weder das Narrativ des digitalen Goldes noch die ökonomische Logik scheinen den Finanzprofi vollständig zu überzeugen. Becks jüngste Aussagen lassen vermuten, dass sein Global Portfolio One so schnell keine Integration von Bitcoin durchführen wird.

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