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DominoeffektVolksbank Raiffeisenbank wagt Bitcoin-Vorstoß

Nach der Sparkasse wagt ein Regionalverband der Volksbank einen Alleingang in Richtung Bitcoin. Zieht der Bundesverband nun nach?

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Volksbank

Quelle: Shutterstock

Nachdem der Deutsche Sparkassen und Giroverband am Montag, dem 13. Dezember, öffentlichkeitswirksam ein Pilotprojekt für den Handel mit Bitcoin bestätigt hatte, zieht nun die Konkurrenz nach. In einem Alleingang möchte der Regionalverband der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte (Bilanzsumme: 4,6 Milliarden Euro) ebenfalls einen Vorstoß in den Krypto-Space wagen. Konkret geht es dabei um den Handel und die Verwahrung von Bitcoin. Eine Ausweitung der Dienstleistung auf andere Kryptowährungen sei derzeit nicht geplant.

Vorstand Andreas Streb bestätigte das Vorhaben in einem Interview des hauseigenen Kundenmagazins. Die knapp 800 Mitarbeiter der Regionalbank seien dafür bereits intensiv zu den Themen Bitcoin und Blockchain geschult worden, um ein “breites Verständnis” zu schaffen. Der Handel mit dem digitalen Gold soll laut Vorstand dabei im kommenden Jahr starten. So wolle die Volksbank Kunden bei der Beschaffung einer eigenen Cold Wallet unterstützen. Zudem arbeite man parallel auch an einer eigenen Lösung zur Verwahrung der Kryptowährung.

Technische Details sind dazu zwar noch nicht bekannt, die Bank sicherte sich jedoch bereits die Markenrechte für die “VR-BitcoinGoCard”. Allem Anschein nach also eine Bankkarte, auf der die Bitcoin gelagert werden dürften.

Volksbank: Zieht der Bundesverband nun nach?

Der Alleingang der Volksbank Bayern Mitte dürfte auch innerhalb des Gesamtverbands nicht unbemerkt geblieben sein. Allgemein liege das Angebot von Bitcoin in der geschäftspolitischen Entscheidung der Bank, erklärt eine Unternehmenssprecherin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR) gegenüber BTC-ECHO. Im Umfeld der Bank erhofft man sich von dem Manöver wohl eine Ausweitung des Modells auf andere Volksbanken. Ob sich vielleicht sogar der BVR entschließt, dem Handel mit Bitcoin grünes Licht zu geben, dürfte auch von der Kundenresonanz der bayrischen Provinz-Bank abhängen. Gegenüber BTC-ECHO ließ der BVR verlauten, dass die Finanzgruppe “ihre strategischen Überlegungen vorantreibt, um zu entscheiden, inwiefern ihren Kunden der direkte Handel und das Halten von Kryptowährungen ermöglicht werden soll”. Wann eine Entscheidung vom Bundesverband kommt, bleibt allerdings weiterhin offen. Mit der Integration würden über 30 Millionen Kunden den Zugang zu Bitcoin erhalten.

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