Südafrika: Zentralbank will Tausch von Rand in Bitcoin & Co. beschränken
Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Die südafrikanische Zentralbank wird voraussichtlich im ersten Quartal 2020 die für Fiatwährungen geltenden Kontrollen nun auch auf Bitcoin & Co. ausdehnen.

Die South African Reserve Bank (SARB), die Zentralbank des Landes, wolle mit neuen Regeln verhindern, dass über Bitcoin & Co. die geltenden Währungskontrollen umgangen werden. Davon geht zumindest ein Analyst von SA Crypto aus, der sich auf einen bislang unbestätigten Bericht von Bloomberg Newswire bezieht:


Währungskontrollen sind ein weit gefasster Begriff. Wir glauben, dass sich die Erklärung auf die Devisenkontrolle beziehen könnte. Die Zentralbank beschränkt, wie viel lokale Währung ins Ausland geschickt werden darf.

Wird Südafrika durch die neue Regulierung Innovationen behindern und Investitionen erschweren? Mit seiner Einschätzung will SA Crypto eine Diskussion anregen. Der Blog repräsentiert nach eigenen Angaben die größte Blockchain-Gemeinschaft Südafrikas.

Derzeit dürfen Südafrikaner höchstens 11 Millionen Rand oder umgerechnet 750.570 US-Dollar außer Landes senden.

Laut SA Crypto nutzen vermögende Privatpersonen in Südafrika bislang Kryptowährungen, um ihr Vermögen vor der Abwertung des Rand zu schützen. Weil Bitcoin & Co. in Südafrika für viele die wichtigsten Tauschwährungen seien, müsse für die Kryptowährungen hier, im Vergleich zu anderen Märkten, ein deutlicher Aufschlag gezahlt werden.

Mit den neuen Regeln will die südafrikanische Zentralbank dieses Schlupfloch für unkontrollierte Währungstransfers bald schließen.


Vor Kurzem hatte bereits die Erste Nationalbank Südafrikas bekannt gegeben, dass sie Konten schließen wird, über die bislang Kryptowährungen wie Luno, ICE3X und VALR getauscht werden konnten.

Krypto-Regulierung in Deutschland

Während Südafrika gerade dabei zu sein scheint, den Tausch der lokalen Währung Rand in Bitcoin & Co zu erschweren, bemüht sich Deutschland um das Gegenteil. Krypto-Transaktionen sollen durch bessere Kontrolle für die Marktteilnehmer sicherer und damit auch leichter werden.

Dazu wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ab dem 1. Januar 2020 Unternehmen überwachen, die virtuelle Zugangsschlüssel für Investoren verwalten (sogenannte Wallet Provider).

Verwahrstellen können laut Gesetzesentwurf künftig auch spezialisierte Dienstleister werden. Damit sind Wallet Provider einerseits nicht mehr auf die traditionellen Finanzdienstleister angewiesen, denen oft das Technik-Know-how fehlt. Zwar kennen sich viele FinTechs gut mit der Blockchain-Technologie aus. Viele haben aber keine Spezialisten für Risiko-Management und die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften.

Durch die neuen Finanzmarktregeln für die Krypto-Verwahrung soll ein Lernprozess aller Beteiligten unter Aufsicht der BaFin angestoßen werden.



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