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Green Ship Token STO made in Germany: Reederei Vogemann emittiert renditestarken Security Token

Die Hamburger Reederei will emissionsarme Schiffe mit der Ausgabe eines Blockchain-Tokens finanzieren. Anlegern winkt mindestens acht Prozent Rendite.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Luftaufnahme eine Cointainerschiffs auf See

Quelle: Shutterstock

Die Hamburger Reederei Vogemann beschreitet neue Wege. Mit einem Security Token Offering (STO) will das deutsche Unternehmen den Bau von zukunftsweisenden Schiffen finanzieren.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die BTC-ECHO vorliegt, können Investoren bereits ab einem Betrag von 1.000 Euro an der digitalen Wertpapieremission teilnehmen. So richtet sich das STO sowohl an institutionelle Investoren als auch Privatanleger. Wer an dem STO teilnimmt, erwirbt mit dem Green Ship Token sogenannte Genussrechte bei der Reederei.

Anleger dürfte allen voran die Rendite interessieren – und die ist mit jährlich acht Prozent stattlich. Sollte Vogemann grüne Zahlen schreiben, winken zudem Gewinnanteile von 50 Prozent.

Digitale Wertpapiere für grüne Frachtschiffe

Wie das Unternehmen schreibt, soll das eingenommene Kapital in moderne sogenannte Bulker fließen. Dabei handelt es sich um Schüttgutfrachter, die zum Transport von Getreide, Düngemittel, Stahlprodukte, Erz und Kohle verwendet werden. Diese sollen demnach modernsten Umweltauflagen entsprechen und bis zu 40 Prozent an Treibstoff einsparen können.

Wir peilen insbesondere sogenannte Green Ships an. Sie bieten die ideale Kombination aus gesteigerter Energieeffizienz mit reduzierten Emissionswerten. Dadurch sind sie nicht nur schonender für die Umwelt, sondern sorgen auch für geringere Treibstoffkosten und höhere Charterraten,

gibt Jens-Michael Arndt, seines Zeichens geschäftsführender Gesellschafter der Reederei, zu Protokoll.

Emission auf Ethereum

Auf der technischen Seite setzt Vogemann auf die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, Ethereum. In Kooperation mit dem Token-Portal und Agora-Ableger Ive.one hat das Unternehmen eine maßangefertigte Blockchain-Lösung entwickelt, die den STO verwaltet. Die regulatorische Absegnung kommt indes aus Liechtenstein. Die FMA Finanzaufsicht Liechtenstein hat den Wertpapierprospekt bereits am dritten Juli dieses Jahres gebilligt und so den Weg für frisches Kapital freigemacht.

Security Token Offerings haben hierzulande immer noch ein schweren Stand. Zunächst gelobt als reguliertes Pendant zu Initial Coin Offerings (ICO), wollen sie ihr Nischendasein nicht so recht verlassen. Zuletzt berichteten wir über das Gießener Unternehmen Palmtrip, dass mit dem Security Token PALM Fremdkapital für den Erwerb von Ferienwohnung auf Mallorca einsammeln will. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den entsprechenden Wertpapierprospekt ferner am 30. April gebilligt.

Dass so mancher STO trotz geringer Verbreitung zum Kassenschlager werden kann, zeigte Bitbond. Das Start-up verkaufte bereits am ersten Tag Token im Wert von einer Million Euro.

Wer mehr über Security Token Offerings, seine Fallstricke sowie die Unterschiede zum umregulierten Pendant, den ICOs, erfahren möchte, darf gerne einen Blick in die BTC-ECHO Academy werfen.

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