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Elio Krisenbewältigung: Spanische Gemeinde schafft eigene Kryptowährung

Um die eigene Wirtschaft anzukurbeln, hat die spanische Gemeinde Lebrija eine eigene Kryptowährung an die lokale Bevölkerung ausgegeben. Der „Elio“ ist dabei an den Euro gekoppelt. Die EZB dürfte die Entwicklung indes aufmerksam verfolgen.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Ein Smartphone auf dem Kryptowährung auf Englisch steht, liegt neben einer ausgebreiteten spanischen Flagge, die auf einem steinernen Untergrund liegt.

Beitragsbild: Shutterstock

In der spanischen Provinz Sevilla hat die Gemeinde Lebrija einen kreativen Lösungsansatz für die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gewählt. Wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, hat der Stadtrat die Ausgabe einer eigenen Kryptowährung, des „Elio“, beschlossen. Das digitale Zahlungsmittel ist Teil des kommunalen Reaktivplans, fest an den Euro gekoppelt und wird als Wirtschaftshilfe an 593 ausgewählte Begünstigte überwiesen. Der Betrag variiert dabei zwischen 50 bis 200 Euro. Zudem soll die Kryptowährung auch 393 lokalen Unternehmen zugute kommen. 400 Euro sind dafür pro Unternehmen vorgesehen. Laut der Nachrichtenagentur haben sich bereits 165 Geschäfte auf der Plattform registriert. Der technische Leiter des Stadtrats, David Pérez, sagt zu der Funktionsweise:

Der Stadtrat hat eine digitale Wallet für die Kryptowährung Elio geschaffen, die an den Euro gebunden ist. Nutzer müssen die dafür vorgesehene App downloaden, um von den Vorteilen des Elio zu profitieren.

Pepe Barroso, Bürgermeister Lebrijas, fügt hinzu:

Die Schaffung dieser virtuellen Währung wird sicherstellen, dass die erhaltene Hilfen direkt in den lokalen Geschäften umgesetzt wird.

Elio als Pilotprojekt für die EZB?

Primär ist der „Elio“ als zusätzliches Werkzeug im Rahmen der Wirtschaftshilfe gedacht. Sekundär könnte die Kryptowährung dabei auch eine Nebenrolle ausfüllen. Die EZB befindet sich bekannterweise nach wie vor in der Testphase bezüglich eines digitalen Euro. Eine Entscheidung, ob und vor allem wann ein digitaler Euro eingeführt werden könnte, steht noch aus. Die EZB dürfte deshalb mit Argusaugen die Entwicklungen der Kryptowährung verfolgen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in seine Bewertungen einfließen lassen. EZB-Chefin Christine Lagarde sieht den möglichen Einsatz des E-Euro eher komplementär zum physischen Pendant. In einem Zeitungsinterview sagte sie:

Es könnte in einer Reihe von Zukunftsszenarien wichtig sein, von einem Rückgang des Bargeldeinsatzes bis hin zur Verhinderung der Einführung ausländischer digitaler Währungen im Euroraum. 

Nationale Kryptowährung in China auf dem Vormarsch

Während in Europa die EZB noch evaluiert, ist China bereits einen Schritt weiter. Im Dezember fand dort wiederholt eine Lotterie in der Stadt Suzhou statt, bei der 20 Millionen digitale Yuan unter der Bevölkerung verlost wurden. Die Lotterie bestand dabei aus insgesamt 100.000 Paketen, die jeweils 200 digitale Yuan wert sind. Teilnahmeberechtigt waren alle Bürger mit festem Wohnsitz in der ostchinesischen Stadt. Die Gewinner konnten die Kryptowährung bei teilnehmenden Geschäften und Online-Shops beim alljährlich stattfindenden Shopping-Festival „Double-12“ ausgeben.

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