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Hackerangriff? Silk Road: 960 Millionen-USD-Transaktion von legendärer Wallet

Die legendäre Silk-Road-Wallet kursiert seit Jahren in der Hacker-Szene. Jetzt wurde sie praktisch leergeräumt. Wer oder was steckt dahinter?

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Leerer Geldbeutel

Beitragsbild: Shutterstock

Ein gigantischer Transfer eines anonymen Absenders, dessen Adresse mit der berüchtigten Silk Road Darknet-Plattform in Verbindung zu stehen scheint, lässt die Gerüchteküche im Krypto-Space brodeln. Insgesamt 69.370 Bitcoin (BTC) – was umgerechnet mehr als 960 Millionen US-Dollar entspricht – wurden laut dem Krypto-Geheimdienst CipherTrace in nur zwei Transaktionen bewegt. Der anonyme Nutzer transferierte zunächst nur 1 BTC – wahrscheinlich als Test. Dann folgten weitere 69.369 BTC. Diese Stückelung tritt CipherTrace zufolge typischerweise dann auf, wenn große Mengen von Kryptowährungen an neue Adressen verschoben werden.

Als wahrscheinlichstes Szenario gilt, dass diese Transaktionen stattfanden, um die Verbindung zum Bitcoin-Netzwerk aufrecht zu erhalten. Es gibt allerdings auch einige Spekulationen, wonach die Wallet das Ziel von Hackerangriffen gewesen sein könnte. Diese Transaktionen könnten dann möglicherweise bedeuten, dass der Wallet-Dieb die Gelder an neue Adressen verschiebt, um anderen Hackern den Zugriff auf die Wallet zu verwehren. Möglicherweise ist es aber auch schon zu einem solchen Angriff durch andere Hacker gekommen.

Silk Road-Wallet zirkuliert seit Jahren unter Hackern

Der Betreiber der Silk Road-Plattform Ross Ulbricht wurde zwar im Oktober 2013 verhaftet. Das eigentliche „Kapital“ dieses ehemaligen Darknet-Schlaraffenlandes blieb jedoch in einer für die Ermittler unzugänglichen Wallet-Datei (wallet.dat) verborgen. Diese Wallet kursiert seit etwa zwei Jahren in der Hacker-Szene. Im September behauptete der Twitterer @UnderTheBreach, in Besitz von wallet.dat zu sein. Er bat in einem Post ironischerweise Google um einen Quantencomputer, um das Passwort zu knacken. Zu der neuen, ominösen Transaktion schreibt er:

Es war entweder die Person, die das Passwort geknackt hat, oder der ursprüngliche Besitzer, der vielleicht bemerkt hat, dass die jüngsten Artikel darüber berichteten, wie seine Wallet unter Hackern im Umlauf war.

@UnderTheBreach

@UnderTheBreach

Ross Ulbricht höchstselbst sitzt zwar derzeit seine doppelte lebenslange Freiheitsstrafe ab. Untätig bleibt er jedoch nicht. Er liefert auf seinem Medium-Account noch immer periodische Analysen über den Krypto-Markt aus dem Gefängnis heraus. Er räumt jedoch ein, dass die Informationsversorgung hinter Gittern zu wünschen übrig lässt. 

Eine der Schwierigkeiten im Gefängnis ist der Zugang zu Informationen. Es kann Wochen oder Monate auf dem Postweg dauern, um auch nur ein kleines Thema zu recherchieren oder an ein bestimmtes Datenmaterial zu gelangen. Etwas, das mit einem Internetzugang nur Minuten dauern kann.

Ross Ulbricht, Gründer von Silk Road
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