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Ripple vs. SEC Bringen neue Beweise Licht ins Dunkel?

Ripple CEO Brad Garlinghouse sieht sich durch Schriftverkehr mit einer Anwaltskanzlei im Rechtsstreit mit der SEC bestätigt.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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XRP Ripple

Quelle: Shutterstock

Der Geschäftsführer von Ripple, Brad Garlinghouse, behauptet, in der gerichtlichen Auseinandersetzung mit der US-Regulierungsbehörde SEC einen wichtigen Teilerfolg errungen zu haben. Das Gericht hat mehrere Dokumente in das Verfahren aufgenommen, die das Blockchain-basierte Zahlungsunternehmen 2012 über XRP-Token erhalten hat. Bei den Dokumenten handelt es sich um eine Anweisung der Anwaltskanzlei Perkins Coie LLP vom Februar 2012. Ripple wird darin davon abgeraten, den “NewCoin” über eine Art ICO zu verkaufen. Denn das habe laut Einschätzung der Anwälte eine Einstufung des Tokens als Wertpapier zur Folge. 

Daraufhin überarbeitete Ripple sein Geschäftsmodell. Dieselbe Anwaltskanzlei nahm dazu erneut Stellung und deutete an, dass XRP nach den Bundesgesetzen wahrscheinlich nicht als Wertpapiere eingestuft würden. Die Kanzlei warnte jedoch davor, dass ein geringes Risiko bestehe, dass die US-Börsenaufsichtsbehörde die Dinge anders sehen könnte.

Jeder kann klar erkennen, dass die Wertpapieraufsichtsbehörde acht lange Jahre gewartet hat, um zu entscheiden, dass sie nicht mit Perkins Coie übereinstimmt. Anschließend hat sie Tausende und Abertausende von XRP-Inhabern (die sie angeblich schützen) in diesem Prozess benachteiligt

, resümiert Garlinghouse auf Twitter

Krypto-Experte sieht Fehler in SEC-Argumentation

Auch Rechtsanwalt und Krypto-Rechtsexperte Jeremy Hogan ist der Meinung, dass die SEC in ihrem Rechtsstreit mit Ripple Labs einen großen Fehler gemacht hat. In einem YouTube-Video berichtet Hogan, wie die SEC einen Antrag auf Überprüfung der Entsiegelung von E-Mails gestellt hat. Diese beziehen sich auf die Rede des ehemaligen SEC-Direktors für Unternehmensfinanzierung, William Hinman. Hinman behauptet dort, dass Ethereum (ETH) kein Wertpapier sei.

Die SEC hatte lange behauptet, dies sein Hinmans persönliche Meinung gewesen. In der neuesten Einreichung heißt es jedoch:

In der Tat sehen die SEC-Vorschriften vor, dass Direktor Hinmans öffentliche Erklärungen als Vertreter der Ansichten von Corp Fin, der von ihm geleiteten Abteilung, angesehen werden können.

Die Ermittlungsphase des Prozesses in weniger als zwei Wochen abgeschlossen. Daher könnte sich die Entscheidung der SEC, ihre Argumente in letzter Minute zu ändern, als sehr riskant erweisen, so Hogan.

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