Abstimmung Verbrennen Validatoren die 48 Millionen XRP von Ripple?
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Brennende XRP-Münze

Quelle: Shutterstock

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In einem Twitter-Thread bestätigte Ripple-CTO Schwartz, dass die Community entscheiden könnte, 48 Millionen XRP-Token zu verbrennen. Dies hängt mit den speziellen Vorschriften des Protokolls zusammen.

Nicht nur der Bitcoin-Kurs erlebt derzeit einen Höhenflug. Quasi in dessen Windschatten hat sich auch der Altcoin Ripple (XRP) zu neuen Höhen aufgeschwungen. Nun droht jedoch ein gewaltiger Dämpfer seitens der Validatoren. Der Chief Technology Officer von Ripple, David Schwartz, hat laut Medienberichten zugegeben, dass das Unternehmen von den Validatoren gezwungen werden könnte, seine 48 Millionen XRP-Token zu verbrennen. Ob das Unternehmen damit einverstanden ist oder nicht, spielt im Protokoll des Ledgers keine Rolle. 


Ripple selbst verfügt derzeit die Hälfte der gesamten XRP-Angebots. In der Vergangenheit gab es wegen des Ausverkaufs von Tokens schon häufiger den Vorwurf der Preismanipulation. Diese Vorwürfe hat Ripple jedoch stets entschieden zurückgewiesen. Um derlei Anschuldigungen zu entgehen, hat Ripple diese Verkaufspraxis in jüngster Zeit jedoch eingestellt.

In einem Twitter-Thread bestätigte Schwartz, dass die Community durchaus dafür stimmen könnte, dass Ripple seinen gesamten Vorrat an XRP-Tokens verbrennt. Sollte es tatsächlich soweit kommen, gebe es nichts, was Ripple dagegen unternehmen könne. Die Blockchain lebe nun einmal von ihrer Demokratie. 


Ripple hat nicht die demokratische Mehrheit der Community

Das XRP Ledger wird von unabhängigen Teilnehmern einer globalen XRP-Community geführt, wobei Ripple selbst eine gewichtige Rolle spielt. Darin kommen Unabhängige Validator-Nodes zu einer Vereinbarung über die Reihenfolge und Gültigkeit von XRP-Transaktionen. Aktive Validatoren des Ledgers sind beispielsweise Universitäten, Börsen und Finanzinstitute. Gegenwärtig gibt es 36 Validierer, davon führt Ripple sechs.

XRPLedger-Änderungen erfordern eine Genehmigungsrate von 80 Prozent von den Validatoren des Ledgers. Sie werden vollzogen, wenn dieser Schwellenwert zwei Wochen gehalten wird. Im Juni stimmten die Validatoren des XRPL insbesondere für die Annahme eines neuen Änderungsantrags mit dem Titel „Check Amendment”, ohne Einverständnis von Ripple. Die Änderung führt die Möglichkeit ein, dass Benutzer sich gegenseitig Schecks über einen vorher festgelegten Betrag an XRP ausstellen, die zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden können.

CEO Brad Garlinghouse lieferte unlängst einen Einblick in die Zusammensetzung seiner Klientel. Nur 5 Prozent seien US-Bürger. Zudem machen auch Gerüchte die Runde, wonach das Unternehmen seinen Hauptsitz aus San Francisco nach Japan verlegen möchte. Damit bringen Ripple-Mitbegründer Chris Larsen und Garlinghouse ihre Frustration über den Mangel an regulatorischer Klarheit in den Vereinigten Staaten zum Ausdruck.

Korrektur: In einer vorherigen Fassung des Artikels war irrtümlicherweise von 48 Milliarden, nicht Millionen, XRP die Rede.



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