Bitcoin-App im Höhenflug Wird Relai zum ersten MiCA-lizenzierten Bitcoin-Only-Unternehmen?

Relai beantragt eine Krypto-Lizenz in Frankreich. Klappt der Coup, wäre das Schweizer Start-up das erste europäische Bitcoin-Unternehmen mit MiCA-Lizenz.

David Scheider
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Relai-Gründer Julian Liniger und Adem Bilican.

Beitragsbild: Relai

| Relai-Gründer Julian Liniger und Adem Bilican.

Relai will die nächste Stufe zünden. Wie BTC-ECHO von dem Unternehmen erfahren hat, strebt man eine europäische Lizenz nach Maßgabe der neuen MiCA-Regulierung an. Bei Erfolg wäre Relai das erste Bitcoin-only Unternehmen mit MiCA-Lizenz.

Das Antragsverfahren startete man zwar in Frankreich, mit Blick auf eine Digital-Asset-Service-Provider-Lizenz (DASP). Im Sinne der europäischen Regulierung würde die im Erfolgsfall ab Januar 2025 automatisch in eine MiCA-Lizenz umgewandelt werden. Zwar ist Relai in einigen EU-Ländern, darunter Deutschland, bereits aktiv. Die MiCA-Lizenz räumt dem Start-up jedoch weitere Befugnisse wie Marketing, das Führen von EU-Bankkonten sowie eine Verfügbarkeit in allen nationalen Apple App Stores ein. Dies teilte uns das Unternehmen auf Anfrage mit.

Bisher darf Relai keine direkte EU-Kundenakquise betreiben.

Gegenüber BTC-ECHO sagte Relai-CEO Julian Liniger:

Entsprechend entfaltet sich dadurch für uns ein immenses Wachstumspotenzial und wird uns helfen, unsere Marktführerschaft im Bitcoin-only Bereich in Europa weiter zu stärken.

Relai-Gründer Julian Liniger

Kommt bald die Lightning-Integration?

Neben dem ambitionierten Ziel, zum ersten MiCA-regulierten Bitcoin-Unternehmen zu werden, tüfteln die Entwickler:innen derzeit an einem Bitcoiner-Herzensprojekt: die Integration des Second-Layer-Netzwerks Lightning.

Kaum ein Feature fragt die Bitcoin-Community stärker nach. Damit würden sich Trades sowie Ein- und Auszahlungen fast in Echtzeit durchführen lassen.

Ex-Rothschild-Manager kommt ins Relai-Führungsteam

Bei den ehrgeizigen Vorhaben helfen soll Patrik Gilli. Relai verpflichtet den Ex-Rothschild-Manager mit sofortiger Wirkung als Chief Financial Officer (CFO). Gilli blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im traditionellen Finanzsektor zurück. Er soll die Finanzdisziplin des Unternehmens aufrechterhalten und innovative Wachstumsstrategien verfolgen.

Ohnehin hat das Start-up einen Höhenflug. Unternehmensangaben zufolge bringt es die Relai-App auf insgesamt über 230.000 Downloads und 75.000 aktive Nutzer:innen.

Erst im März könnte das Zürcher Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 4,5 Millionen US-Dollar abschließen. Angeführt wurde die Investitionsrunde von Ego Death Capital. Weitere Investoren sind Timechain, Cabrit Capital und Lightning Ventures.

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