Erst gestern berichtete BTC-ECHO über einen Angriff auf den externen Dienstleister von 21bitcoin. Doch das ist nicht der einzige Angriff auf Bitcoiner: Pocket Bitcoin hat seine Untersuchung zu dem bereits im August gemeldeten Vorfall abgeschlossen und bestätigt nun, dass persönliche Daten von insgesamt 5.411 Kunden betroffen sind. Hinweise auf einen Missbrauch der Informationen gebe es bislang nicht.
Bei 291 Kunden wurden Daten aus der Korrespondenz mit Partnerbanken offengelegt. Je nach Fall waren darunter Namen, Postanschriften, Bitcoin-Adressen, Ausweiskopien oder Nachweise zur Herkunft von Geldern. Eine zweite Gruppe umfasst 5.120 Kunden: Hier waren unter anderem Namen, Adressen und Angaben zu einzelnen Banküberweisungen betroffen, teilweise auch die IBAN.
Pocket Bitcoin warnt vor Betrugsversuchen
Die eigenen Systeme mit Bitcoin-Adressen, KYC-Daten und Transaktionshistorien seien nicht kompromittiert worden. Einzelne Informationen daraus befanden sich jedoch in den offengelegten Dokumenten. Die Bitcoin der Kunden seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, da die Private Keys deren Geräte nicht verlassen hätten.
Pocket Bitcoin warnt dennoch vor Betrugsversuchen mit den erbeuteten Daten. Kriminelle könnten echte persönliche Angaben oder frühere Transaktionen nutzen, um glaubwürdiger aufzutreten. Das Unternehmen stellt deshalb klar: “Pocket Bitcoin wird dich niemals nach deiner Seed Phrase fragen.”
Erst am Vortag hatte 21bitcoin einen ähnlichen Vorfall öffentlich gemacht. Dort hatten Angreifer einen Zugangsschlüssel beim externen Dienstleister Canny erbeutet und darüber Daten aus einem Support-System ausgelesen. Auch 21bitcoin warnte anschließend vor gezielten Phishing-Versuchen.

