Bei einem Cyberangriff auf den externen Dienstleister Canny sind Daten von 21bitcoin-Nutzern offengelegt worden. Die Systeme des Bitcoin-Anbieters selbst sowie Bitcoin und Euro-Guthaben waren laut Unternehmen nicht betroffen.
Der Angriff ereignete sich am 28. August 2026. Dabei wurde ein Zugangsschlüssel gestohlen, über den Canny mit dem Kundensupport-System Intercom verbunden war. Die Angreifer nutzten diesen, um Daten aus dem Support-System auszulesen. Noch am selben Tag wurde die Verbindung getrennt und der Schlüssel unbrauchbar gemacht.
21bitcoin warnt vor Phishing
Zu den betroffenen Informationen können Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum gehören. Bei einigen Nutzern waren zudem der damalige Guthabenstand und das Thema der ersten Support-Nachricht einsehbar. Passwörter, Zwei-Faktor-Codes, Bitcoin-Adressen, Transaktionsdaten, Wohnanschriften und KYC-Unterlagen waren laut 21bitcoin nicht betroffen.
“Unsere eigenen Systeme waren und sind zu keinem Zeitpunkt betroffen und deine Bitcoin und dein Euro-Guthaben waren und sind sicher”, erklärt das Unternehmen in der Pressemitteilung.
Nutzer müssen ihre Zugangsdaten nicht ändern
Als größtes Risiko nennt 21bitcoin gezielte Phishing-Versuche. Kriminelle könnten die erbeuteten Informationen verwenden, um glaubwürdige Nachrichten mit persönlicher Anrede oder Bezug zu früheren Support-Anfragen zu verfassen.
21bitcoin hat die Verbindung zu Canny dauerhaft entfernt und betroffene Zugänge erneuert. Zudem führt das Unternehmen einen persönlichen Sicherheitscode für E-Mails ein. Nutzer müssen ihre Zugangsdaten aufgrund des Vorfalls nicht ändern.
