Nach EZB-Absage Petition: Deutsche Bundesbank soll Bitcoin-Rücklagen aufbauen
Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Deutsche Bundesbank

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Nicht nur Privatanleger, sondern immer mehr institutionelle Investoren, sehen in Bitcoin einen Wertspeicher mit Zukunft. Wäre es da nicht der nächste logische Schritt, dass auch Zentralbanken auf diesen Zug aufspringen? Dieser Ansicht ist jedenfalls Dr. Sven Hildebrandt, der eine Petition gestartet hat, um Bitcoin als strategisches Asset bei der Deutschen Bundesbank zu etablieren.

Dass Notenbanken grundsätzlich nicht die größten Fans von Bitcoin sind, ist kein Geheimnis. Erst kürzlich hat EZB-Chefin Christine Lagarde der Kryptowährung eine Abfuhr erteilt. “Es ist sehr unwahrscheinlich – ich würde sagen, dass es nicht infrage kommt”, antwortete Lagarde am vergangenen Mittwoch während einer Telefonkonferenz mit dem Wirtschaftsmagazin The Economist auf die Frage, ob sich die EZB vorstellen könnte, Bitcoin als Reservewährung zu halten.


Doch was für die Europäische Zentralbank gilt, muss nicht grundsätzlich für die nationalen Zentralbanken gelten, dachte sich Dr. Sven Hildebrandt, der selbst mit seiner Beratungsgesellschaft, der DLC Distributed Ledger Consulting GmbH, im Krypto-Sektor tätig ist. Aus diesem Grund hat er sich dazu entschlossen, eine Petition ins Leben zu rufen, die die Deutsche Bundesbank dazu motivieren soll, Bitcoin als Reserve-Asset aufzunehmen.

Auch wenn dieses Unterfangen wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt ist und sich die Deutsche Bundesbank nicht durch eine Petition dazu bewegen lassen wird, Bitcoin zu akkumulieren, so ist es dennoch ein wichtiges Signal, wie Hildebrandt gegenüber BTC-ECHO äußert:

Steter Tropfen höhlt den Stein – es liegt an der Community, immer, immer, immer wieder auf das hinzuweisen, was richtig ist. Das geht von Diskussionen im Hinblick auf den Stromverbrauch von Bitcoin über Geldwäschethemen bis hin zu schlichten Falschaussagen zu technischen Themen, wie man sie immer wieder sieht. Wir müssen zusammenhalten und je mehr Menschen mitmachen, desto besser.

Auch Fabian Friedrich, Initiator der Blockchance Europe Konferenz, ist mit im Boot. Von ihm heißt es:


Natürlich – und das ist Sven auch klar – wird keine Petition der Welt die Bundesbank dazu bringen, Bitcoin zu kaufen. Aber es ist wichtig, dass das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit getrieben wird. Je mehr Leute abstimmen, desto besser. Also, weiterteilen, weiterleiten, weitersagen!

Warum nicht nur physisches Gold?

Dass die Idee nicht vollkommen abwegig ist, zeigt sich an den enormen Goldzukäufen der Notenbanken in den letzten Jahren. So wurden viele Milliarden US-Dollar seitens der Währungshüter in den Kauf von Gold investiert. So hält die Deutsche Bundesbank 3.362 Tonnen Gold, was rund 200 Milliarden US-Dollar entspricht. Nur die USA halten mit 8.133 Tonnen mehr von dem glänzenden Edelmetall.

Da sich Bitcoin immer stärker als Gold 2.0 etabliert und viele Gold-ähnliche Eigenschaften besitzt, ist es durchaus naheliegend, seine Bestände mit dem digitalen Gold etwas zu diversifizieren. Hildebrandt schlägt eine Bitcoin-Beimischung von 1 bis 5 Prozent zu den anderen Reserve-Assets vor. Schließlich erkennt auch er die hohe Volatilität von Bitcoin an. 

Politische Unabhängigkeit und Knappheit als größtes Wertversprechen

Die Ergänzung des Reserve-Assets Bitcoin könnte laut Hildebrandt zusätzliche Stabilität in unruhigen Zeiten liefern, wie er auf der Petitions-Homepage formuliert:

Ein Ausweg aus diesem Dilemma [zuvor wurde auf die massiven Notenbankinterventionen aufgrund der Corona-Pandemie hingewiesen] bietet einzig und allein ein ultrahartes Asset, welches sowohl über politische Einflussnahme als auch der spontanen Ausweitung der “Menge” an bestehenden Einheiten erhaben ist. Der vom Kreditwesengesetz umfasste Kryptowert Bitcoin bietet an dieser Stelle die besten Eigenschaften und sollte daher als strategischer Wertspeicher durch die Bundesbank angelegt werden, um auch im Krisenfalle solvent zu bleiben.

Wer mit der Idee von Hildebrandt sympathisiert, der kann auf der Homepage von openPetition seinen Beitrag dazu leisten.


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