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OpenSea Bored Ape NFTs dank Exploit zum Schleuderpreis verkauft

Beim NFT-Marktplatz OpenSea ist es durch einen Exploit zu einer Reihe von kuriosen Verkäufen zu sehr niedrigen Preisen gekommen.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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OpenSea NFT

Quelle: Picture Alliance

Ein Schlupfloch auf dem NFT-Marktplatz OpenSea hat wohl dazu geführt, dass einige Objekte für deutlich weniger als ihren eigentlichen Mindestpreis verkauft wurden. So sollen besonders NFTs des Bored Ape Yacht Club (BAYC) betroffen sein. Der Besitzer von BAYC #9991, Tballer, geriet außer sich, als er hörte, dass seine Ape für nur 0,77 Ethereum (etwa 1.700 Dollar) wegging. 

Der Käufer namens “jpegdegenlove“, konnte auch noch zwei weitere BAYCs für 6,66 ETH (ca. $14.700) und knapp 23 ETH (etwa 50.800 US-Dollar) erwerben. Und das, obwohl der Mindestpreis für einen BAYC NFT derzeit bei 86 ETH liegt. Bei Redaktionsschluss entspricht das rund 200.000 US-Dollar. Die BAYC-NFT-Sammlung ist die zweitgrößte Sammlung bei OpenSea überhaupt. Mittlerweile hat sie über 338.000 ETH umgesetzt. Auf Etherscan ist das betreffende Konto schon als “OpenSea Opportunistic Buyer” gelistet.

Die Reaktion anderer BAYC-Besitzer ließ nach Bekanntwerden dieser Vorgänge nicht lange auf sich warten. Eine Reihe von ihnen tauschte sich bei Twitter aus, um darüber zu spekulieren, wie so etwas passieren konnte. Die wahrscheinlichste These ist, so scheint es, dass einige Besitzer wie TBaller, nicht die notwendigen Gas Fees gezahlt haben. Stattdessen nutzten sie die “Transfer”-Funktion von OpenSea.

OpenSea: Listing von NFTs blieb nach Transfer aktiv

Gerade diese Funktion macht die NFTs aber für derartige Exploits, wie sie sich “jpegdegenlove” zunutze machte, anfällig. Wenn NFT-Besitzer ihre NFTs von einer Hauptwallet auf eine sekundäre Wallet und zurück auf die Hauptwallet übertragen, können sie das Listing ihrer Artikel bei OpenSea praktisch aufheben. Diese Übertragungsmethode scheint jedoch frühere Auflistungen im Backend der Blockchain nicht zu stornieren. In diesem Bereich bleiben die NFTs somit anfällig für den Exploit.

Abhilfe schafft hier die Nutzung von orders.rarible.com. Dort können NFT-Holder alle früheren und aktuellen Auflistungen ihrer NFTs auf Rarible oder OpenSea einsehen. Durch das Zahlen der Gas Fees werden diese alten Einträge effektiv gelöscht, damit sie nicht mehr über die Blockchain gekauft werden können. 

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