Altcoins Offenes Testnet zu Dash Evolution gestartet
Nils Hermann

von Nils Hermann

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Quelle: Dash

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Mit Evolution möchte Dash eine Plattform veröffentlichen, die Entwicklern und Nutzern eine einfachere Interaktion mit der Blockchain ermöglicht. Zu den Funktionen zählen Benutzernamen, dApps sowie eine dezentrale API. Die Infrastruktur für diese Funktionen liefert das Masternode-Netzwerk, welches aus fast 5.000 Servern besteht.

Die Kryptowährung Dash gilt als erste erfolgreiche DAO (Dezentrale Autonome Organisation). Bekanntheit erlangte sie durch ihre optionale Funktion zur Anonymisierung auf Protokollebene. Dieser hatte sie auch ihren ursprünglichen Namen Darkcoin zu verdanken. Trotz dieser Funktion wird Dash heute kaum noch als Privacy Coin bezeichnet, da das verwendete CoinJoin-Protokoll auch mit Bitcoin kompatibel ist.

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Gegründet wurde Dash im Jahr 2014 von Evan Duffield, der inzwischen nicht mehr aktiv an der Entwicklung des Projekts beteiligt ist. Eine Besonderheit von Dash sind die sogenannten Masternodes. Diese dienen als Grundlage für verschiedene Funktionen, wie zum Beispiel InstantSend und PrivateSend. Wer eine Masternode betreiben möchte, muss allerdings nachweisen, dass er mindestens 1.000 Dash besitzt. Diese Voraussetzung dient der Vermeidung von Sybil-Angriffen.

Für ihren Dienst, den Proof of Service (PoSe), erhalten die Masternodes 45 Prozent der Block Rewards, was dem Anteil der Miner entspricht. Die restlichen 10 Prozent sind für Projekte reserviert, denen das Netzwerk im Rahmen der „Decentralized Governance by Blockchain“ (DGBB) zugestimmt hat. Durch dieses System kann Dash seine eigene Entwicklung finanzieren, ohne auf Investoren oder Spenden angewiesen zu sein.

Drive und DAPI als Kernelemente von Dash Evolution

Dash Evolution, das offiziell als „Dash Platform“ bezeichnet wird, besteht aus zwei Hauptkomponenten. Dabei handelt es sich um den Cloud-Speicher Dash Drive und die dezentrale API (DAPI). Entwickler, die eine dApp für die Dash Blockchain entwickeln wollen, können auf das Betreiben einer eigenen Infrastruktur verzichten. Dash Drive dient dazu, Nutzer- und App-Daten in einer sicheren Umgebung zu speichern. Die DAPI bietet einen dezentralen Zugangspunkt zur Blockchain, durch den Projekte darauf verzichten können, eine eigene Full Node zu betreiben. Die DAPI ersetzt dadurch auch die APIs von Drittanbietern. Diese boten Projekten bisher eine Alternative zu einer Full Node, waren aber häufig kostenpflichtig.

Um die Daten auf Dash Drive zu speichern, setzt Dash auf eine Sidechain, die „Platform Chain“ genannt wird. Diese ist unabhängig von der PoW-Blockchain, welche zur Verarbeitung von Zahlungen dient. Da die Platform Chain nur über das Masternode-Netzwerk betrieben wird und somit nicht in den Mining-Prozess eingebunden ist, verfügt sie über einen höheren Grad an Skalierbarkeit. Als Konsens-Algorithmus für diese Sidechain dient die praktische Byzantinische Fehlertoleranz (pBFT). Um Sybil-Angriffe zu verhindern, welche bei pBFT sonst ein Problem darstellen könnten, setzt Dash auf die nicht manipulierbare Zahl an Masternodes.

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Der Teil des Updates, der für normale Nutzer von besonderer Bedeutung ist, sind die Blockchain-Identitäten und -Benutzernamen. Über diese Namen können Nutzer miteinander interagieren, ohne dabei lange kryptografische Adressen austauschen zu müssen. Dies wird auf eine Art und Weise umgesetzt, die die Privatsphäre der Nutzer schützt. Hinter jedem Benutzernamen verbirgt sich weiterhin eine Vielzahl an öffentlichen und privaten Schlüsseln. Durch diese ist die Trennung einzelner Interaktionen voneinander möglich.

Zusätzliche Funktionen sollen im Verlauf der nächsten Monate hinzugefügt werden. Eine Veröffentlichung für das Dash Mainnet ist für die Mitte des Jahres geplant.

ChainLocks als Antwort auf 51-Prozent-Angriffe

Die Veröffentlichung von Dash Evolution stellt nicht das erste Update von Dash in diesem Jahr dar. Bereits Mitte des Jahres veröffentlichten die Entwickler ein Update, welches das Setzen sogenannter ChainLocks ermöglicht. Diese schreiben fest, dass ein Block, nachdem er von den Masternodes verifiziert wurde, nicht mehr geändert werden kann. Dies bedeutet, dass 51-Prozent-Angriffe auf die Dash Blockchain nur noch möglich sind, wenn der Angreifer auch eine Mehrheit der Masternodes kontrolliert. Die Reorganisation der Blockchain durch 51-Prozent-Angriffe ist für Kryptowährungen, die deutlich kleiner sind als Bitcoin, eine ernstzunehmende Gefahr. Der Bitcoin-Experte Andreas Antonopoulos bezeichnete ChainLocks daher als „kluge Lösung“, um kleinere Netzwerke abzusichern.

Das letzte Dash Update enthielt außerdem eine Ausweitung der Funktion InstantSend. Diese erlaubte es Nutzern zuvor, Transaktionen gegen eine höhere Gebühr sofort bestätigen zu lassen. Durch „Langlebige Masternode Quoren“ (LLMQs), die auch die Grundlage für ChainLocks bilden, bestätigt Dash inzwischen jede Transaktion sofort und ohne zusätzliche Kosten.


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