Podcast: Dash und die dezentrale Governance

Podcast: Dash und die dezentrale Governance

Wie ist es, für eine dezentrale Organisation für arbeiten? Diese Frage beantwortet uns Jan Heinrich Meyer von der Dash Embassy D-A-CH in dieser Folge vom BTC-ECHO Podcast. Außerdem geht es um die Adaption von Kryptowährungen und Extremfälle wie Venezuela. 

Dash ist eine Decentralized Autonomous Organization, kurz DAO. Die Finanzierung der Entwickler, des Marketings und sonstiger Aufwendungen kommt bei Dash direkt aus dem Protokoll. Genauer gesagt wird der Block Reward in drei Teile aufgespalten. Die Miner bekommen nur 45 Prozent des Mining Rewards. Weitere 45 Prozent gehen an die Masternodes, die protokollerweiternde Funktionen wie Private– und Instant Send ermöglichen. Schließlich bleiben zehn Prozent für die sogenannten Budget Proposals übrig. Also um Mitarbeiter zu kompensieren und Projekte zu realisieren.

Die Masternodes stimmen monatlich über die Budget Proposals ab. Bekommt ein Proposal mindestens zehn Prozent der Netto-Masternodes-Stimmen, erhält es das vorher spezifizierte Funding. Das Geld kommt dabei direkt aus der Blockchain und wird in Superblöcken gemint. Auf diese Art und Weise finanziert sich auch die Dash Embassy D-A-CH, dessen Gründer, Jan H. Meyer, heute zu Gast im BTC-ECHO Podcast ist.

Eine Support-Stelle für Krypto

Das Ziel der Dash Embassy ist es, die Bevölkerung über Kryptowährungen, speziell Dash, aufzuklären. Ein Stolperstein für Bitcoin ist für manche die dezentrale Natur der Technologie. Bei Fragen gibt es keine offizielle Hotline, die man zu Rate ziehen kann. Bei Dash dient mitunter die Dash Embassy als Hilfe und Unterstützung für überforderte Nutzer.

Jan H. Meyer und Alex Roos

Jan Heinrich Meyer hat seinen Hintergrund im Marketing. Er beendete seine Beschäftigung im Jahr 2017 allerdings, um sich mit der Dash Embassy für seine Ideale einzusetzen. Durch den Kontakt mit Kryptowährungen und blockchainbasierten Projekten wie Steem begann er sich mit Geldsystemen zu beschäftigen. Erkenntnisse wie der Cantillon-Effekt stießen ihn auf die Vorteile dezentraler Kryptowährungen. Über Freunde fand er schließlich seinen Weg zu Dash und schrieb sein erstes Proposal für Öffentlichkeitsarbeit. Nachdem er sich über die Funktionalität der Dash DAO gewiss war, gründete er die Dash Embassy D-A-CH als Stützpunkt für den deutschen Raum.


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Mittlerweile bietet die Embassy nicht nur viele Hilfsmittel für Neulinge, sondern setzt sich auch aktiv mit der Integration von Dash an Akzeptanzstellen ein. Darüber hinaus lief in diesem Jahr die Dash Roadshow an. Dabei werden Städte in der D-A-CH-Region besucht und Infoveranstaltungen zum Geldsystem, Bitcoin, Blockchain, Dash und Steuern veranstaltet.

Venezuela und Dash

Während Länder wie Deutschland oder die USA relativ stabile Währungssysteme besitzen, leidet die Bevölkerung Venezuelas unter einer erdrückenden Inflation. Der durchschnittliche Deutsche mag daher argwöhnisch auf Kryptowährungen blicken – „wofür brauche ich das denn, wenn ich doch alles mit Euro zahlen kann“. Doch in Venezuela wird die Dringlichkeit staatlich unabhängigen Geldes deutlich. Der Bolivar hat so massiv an Wert verloren, dass man die Geldscheine nicht mehr zählt, sondern wiegt.

Dash betreibt aktiv Aufklärungsarbeit in Venezuela. Ebenfalls mit Budget der Dash Proposals schaltet die venezolanische Dash-Community Werbung für Dash. Per Telefon kann man sich mit einem Kundenservice verbinden, der bei den ersten Schritten hilft. Wenn der Wert der Landeswährung so rapide fällt, ist der Vorteil von Kryptowährungen mit einer unveränderlichen Geldmenge offensichtlich.

Lerne mehr über das Budget-System von Dash und die Adaption von Kryptowährungen in dieser Ausgabe des BTC-ECHO Podcasts.

Shownotes

Bei Fragen, Kommentaren und Feedback zu dieser Folge, schreibe uns einfach eine E-Mail oder trete unserem BTC-ECHO Discord-Kanal bei. Wir hören uns spätestens in der nächsten Woche!

BTC-ECHO

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