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BTC-Institutionalisierung NYDIG-Millionendeal: Kommen jetzt die Versicherer in den Bitcoin-Markt?

Die New York Digital Investment Group (NYDIG) kann einen Millionendeal festzurren. Das entscheidende Detail ist aber, woher das Geld stammt.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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NYDIG und Liberty Mutual Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

Versicherungen sind typischerweise konservative Anleger. Zu den Lieblingstiteln der großen Lebensversicherungen gehören Anlagen, die eher am unteren Ende der Risikokurve angesiedelt sind. Meist handelt es sich dabei um festverzinsliche Schuldverschreibungen wie Unternehmens- und Staatsanleihen. Doch die Zeiten ändern sich. Schließlich werfen aufgrund der historisch niedrigen Leitzinsen klassische Anleihen kaum noch etwas ab. Versicherungen geraten in Bedrängnis und sehen sich gezwungen, die Risikokurve immer weiter hinaufzuwandern. Sprich höhere Volatiltität zugunsten von hinreichender Rendite in Kauf zu nehmen.

So ist es nur folgerichtig, dass dieser Tage auch Aktien und andere Arten der Eigenkapitalbeteiligung zum Standardrepertoire des typischen Versicherungsportfolios gehören. An eine Anlageklasse haben sich Versicherungen indes noch nicht herangewagt: Bitcoin.

Doch schon bald könnte sich das ändern. Denn wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, konnte die New York Digital Investment Group (NYDIG) schon bald einen Millionendeal eintüten. Demnach konnte NYDIG insgesamt 100 Millionen US-Dollar von einer Reihe von Versicherungsgesellschaften wie Starr Insurance und Liberty Mutual Insurance einsammeln.

Der Schritt zeigt, dass Bitcoin zweifellos auf der großen Bühne der Finanzwelt angekommen ist und immer mehr auch von traditionellen Investoren als legitimes Asset anerkannt wird. Zudem setzen die bei NYDIG eingestiegenen Versicherungen auf eine positive Entwicklung der Kryptowährung Nr. 1 – und misstrauen auf der anderen Seite Fiatgeld. In diese Kerbe schlägt auch Ross Stevens, CEO von Stone Ridge und Executive Chairman bei NYDIG:

Die Fiat-Abwertung führt zu Inflation. Wir sehen eine bessere Bitcoin-getriebene Zukunft für die Milliarden, die von der Versicherungsbranche abhängen.

NYDIG im Höhenflug

Insgesamt konnte NYDIG innerhalb der letzten zwei Monate 300 Millionen US-Dollar einsammeln und ist damit für die Bereitstellung von BTC-Investmentprodukten bestens gerüstet. Zuletzt waren die New Yorker Vermögensverwalter aufgrund ihrer beharrlichen ETF-Anträge bei der SEC in den Schlagzeilen. Ob die störrische US-Börsenaufsicht aber ausgerechnet diesem Bitcoin-ETF das Go gibt, bleibt offen.

Bis der erste börsengehandelte Bitcoin-Indexfonds das Licht der Welt erblickt, können (kapitalkräftige) Anleger indes mit dem FS NYDIG Select Fund einen sogenannten Closed End Fund handeln. Dabei handelt es sich, anders als beim ETF, nicht um einen offenen Fonds, den man über Wertpapierbörsen handeln kann, sondern um einen geschlossenen Fonds, der via Over The Counter (OTC) den Besitzer wechselt. Für den FS NYDIG Select Fund kooperiert NYDIG ferner mit der US-Großbank Morgan Stanley, die das Anlageprodukt seit kurzem auch an seine Kundschaft verkaufen darf.

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