Geld aus Silicon Valley Neue Bitcoin-Karte in Indien – Kommt jetzt der Krypto-Aufbruch?
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Bitcoin Münze wird von indischer Flagge umhüllt
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Eine neue Bitcoin-Karte und Millionen Investments in indische Blockchain Projekte. Es tut sich viel in Indiens Krypto-Szene.

Erst Anfang des Jahres brachte die Nachricht, dass Indien eventuell alle Kryptowährungen verbietet, Bitcoin und den gesamten Krypto-Markt ins Straucheln. Nun jedoch positive Impulse aus dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt. Denn wie das indische Start-up GoSats vor Kurzem ankündigte, bringt das Unternehmen eine Krypto-Debitkarte auf den indischen Markt. Diese verfügt unter anderem über großzügige Cashback Funktionen. Hinzu überraschte man Anleger mit der Zusammenarbeit mit der “National Payments Corporation of India” (NPCI) – einer Unterorganisation der indischen Zentralbank “Reserve Bank of India” (RBI). Diese war zuvor eher für ihre Krypto-skeptische Haltung aufgefallen.


Das Unternehmen GoSats wurde am 5. August 2020 von Mohammed Roshan und Roshni Aslam gegründet. Am 15. August 2021 – knapp ein Jahr später – hat das Unternehmen nun zwei Krypto-Cashback-Karten gelauncht. Die eine ist eine Premium Goldkarte mit 100 Prozent Cashback und die andere bietet Nutzern immerhin 25 Prozent Cashback in Bitcoin auf ihre Einkäufe. Als Basis für die Bitcoin-Karten dient die Technik von RuPay auf der GoSats die Cahsback-Funktion aufbaut. Die NPCI gründete bereits Jahre zuvor RuPay als indisches Pendant zu VISA und Mastercard. Die neue Karte könnte dafür sorgen, dass Krypto in Indien mehr Zuspruch und Akzeptanz erhält.

Indiens Bitcoin-Szene im Aufwind

Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt und Investoren scheinen in dem Land ein enormes Potenzial zu erkennen. Klar, denn die fast 1,4 Milliarden Inder bilden zusammen einen riesigen Markt. Das scheinen auch Investoren aus den Vereinigten Staaten so zu sehen. Denn immer mehr amerikanische Geldgeber investieren Millionen in indische Kypto-Start-ups. Anfang des Jahres investierte beispielsweise Mark Cuban in das in Mumbai gegründete Blockchain-Unternehmen Polygon. Auch der deutsch-amerikanische Startinvestor Peter Thiel, mit seiner Venture-Capital Firma “Valar Ventures”, investierte 25 Millionen US-Dollar in das Start-up Vauld. Das Hauptquartier von Vauld befindet sich zwar in Singapur – doch die Mehrheit des Teams sitzt in Indien.

Und erst diesen Monat verkündete das 2018 gegründete Unternehmen CoinDCX, dass es das erste Krypto-“Einhorn” Indiens sei. Das Unternehmen sammelte über 90 Millionen US-Dollar von namhaften Investoren ein und schaffte es so auf eine Unternehmens-Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar. Unter den CoinDCX Investoren fand sich beispielsweise auch Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin.


Die Regierung Indiens überlegt selbst noch, wie es bezüglich Krypto weitergehen soll. Im Moment sieht es jedoch so aus, als würden Firmen in Indien immer mehr Maßnahmen ergreifen, um das Thema Krypto, Bitcoin und Blockchain Milliarden von Indern zugänglicher zu machen. So beispielsweise das Unternehmen Unocoin. Dieses wurde 2013 gegründet, ermöglicht seinen Nutzern das Handeln mit Bitcoin und veröffentlichte auf ihrem Blog am 24. Juli 2021, dass sie ihren Kunden die Möglichkeit bietet, Gutscheine von mehr als 90 Marken mit Bitcoin zu kaufen. Neben Marken wie Dominos Pizza sind auch Gutscheine von Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Schmuck oder Lebensmitteln erhältlich.

RBI: “Zeit für CBDC ist vielleicht gekommen”

Zweifellos dürfte sich die Zunahme von Krypto-Dienstleistern positiv auf die Adoption auswirken. Der Umstand, dass mehr Inder Kryptowährungen nutzen, könnte auch die Zentralbank unter Zugzwang bringen. Eventuell hat sich die Meinung des ehemalig Krypto-skeptischen, ja fast Krypto-feindlichen, Währungshüters aufgeweicht. Sicher ist: eine indische CBDC dürfte auch im Interesse der RBI liegen. Erst Ende Juli äußerte man sich positiv zu einem digitalen Zentralbankgeld:

Die Einführung von CBDC kann erhebliche Vorteile mit sich bringen, so zum Beispiel eine geringere Bargeld-Abhängigkeit, einen höheren Geldschöpfungsgewinn aufgrund geringerer Transaktionskosten und ein geringeres Abwicklungsrisiko. Die Einführung von einem digitalen Zentralbankengeld würde möglicherweise zu einer robusteren, effizienteren, vertrauenswürdigen, regulierten und auf gesetzlichen Zahlungsmitteln basierenden Zahlungsoption führen. Zweifelsohne sind damit Risiken verbunden, diese müssen sorgfältig gegen die potenziellen Vorteile abgewogen werden. (…) Man sagt, dass jede Idee darauf warten muss, ehe ihre Zeit gekommen ist. Vielleicht ist die Zeit für CBDC gekommen.

So die indische Zentralbank in ihrem Blog am 22. Juli 2021.

Sollte die Reserve Bank of India eine CBDC herausbringen, so würde sie sich damit in eine Reihe mit mehreren anderen Zentralbanken stellen. Neben der Europäischen Zentralbank überlegen auch die Zentralbanken kleinerer Länder, wie Ghana, ob digitales Zentralbankgeld ihren Ländern einen Vorteil bringen könnte.



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