Let it rain Nächstes Mega-Funding: Celsius bekommt 400 Millionen US-Dollar
Marlen Kremer

von Marlen Kremer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Geldscheine regnen

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Die Krypto-Lending-Plattform Celsius sicherte sich 400 Millionen US-Dollar an Investments von CDPQ und WestCap. Dabei hat das Unternehmen aktuell mit US-Regulatoren zu kämpfen.

Die Krypto-Lending-Plattform Celsius verkündet, zwei neue Investments in Wert von insgesamt 400 Millionen US-Dollar an Land gezogen zu haben. Aus einer Pressemeldung vom 12. Oktober geht hervor, dass das Unternehmen dadurch mit einem Gesamtwert von über 3 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Neu an Bord sind die Equity-Firmen Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ) mit Sitz in Kanada und WestCap, angesiedelt in den USA.


Celsius betreibt eine der führenden Lending-Plattformen im Krypto-Space. Diese ermöglicht Hodlern, ihre Kryptowährungs-Token zu verleihen. Damit ist es möglich, zusätzliches Einkommen zu generieren, ohne eigene Token verkaufen zu müssen. Dabei ist Celsius der Vermittler, der Darlehensgeber und -Nehmer zusammenbringt. Nuri ist beispielsweise eine deutsche Banking-App, die in Zusammenarbeit mit Celsius solche Lending-Dienste anbietet. Im aktuellen Kryptokompass haben wir Krypto-Lending unter die Lupe genommen:

Alex Mashinsky, der CEO von Celsius, kommentierte die Partnerschaft mit den neuen Investoren wie folgt:

Wir freuen uns über die Resonanz, die wir von vielen führenden Finanzinvestoren bei dieser Kapitalbeschaffung erhalten haben. Die Partnerschaft mit WestCap und CDPQ versetzt Celsius in die Lage, zu wachsen und seine Mission voranzutreiben, die Blockchain-Technologie zu nutzen, um das traditionelle Finanzwesen zu verbinden und zu dezentralisieren.

Alex Mashinsky, CEO von Celsius

Es wird aufgestockt

Vor kurzem berichtete Celsius, dass es Stand 8. Oktober 2021 mit seinen Assets die 25 Millionen US-Dollar Marke erreicht habe. Dabei würden nun über eine Million User die Plattform nutzen, um ihre Kryptowährung zu vermehren. Zudem würde die ausgeschüttete Geldmenge in Form von Zinsen über 850 Millionen US-Dollar in nur drei Jahren betragen.

Das neue Kapital solle Celsius verhelfen, das aktuelle Produktangebot zu diversifizieren und auszubauen. Demnach plant das Krypto-Lending-Unternehmen, vor allem institutionelle Kunden zu bedienen. Dafür wolle Celsius ihre Mitarbeiteranzahl von aktuell 486 auf 1.000 nahezu verdoppeln. Strategische Akquisitionen seien dabei auch im Gespräch.


Alexandre Synnett, Executive Vice President und Chief Technology Officer bei CDPQ, erklärte, dass die Blockchain-Technologie das Potenzial habe, “mehrere Sektoren der traditionellen Wirtschaft zu verändern”. CDPQ möchte “mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Vermögenswerte” auf den Zug aufspringen und mit der neuen Kooperation “auf eine regulierte Branche hinarbeiten”, so der CTO.

Krypto-Lending “nicht immun gegen Aufsicht”

Jüngst hat es die Krypto-Lending-Plattform jedoch auf dem US-Markt nicht leicht. Im September sprach der US-Staat Kentucky einen Unterlassungsanspruch gegenüber Celsius und die damit verbundenen Lending-Dienste aus. Kurz zuvor initiierten zudem Aufsichtsbehörden in New Jersey, Texas und Alabama genauere Untersuchungen, die Celsius auf den Zahn fühlen sollen. New Jersey Generalstaatsanwalt Andrew J. Bruck erklärte, dass Unternehmen, die in Kryptowährungen handeln, “nicht immun gegen Aufsicht” seien.

WestCap-Mitbegründer und Managing Partner Laurence A. Tosi sagte, dass die beiden Equity-Firmen der Meinung seien, “dass Celsius in Bezug auf Größe und Umfang ein Unternehmen von Weltklasse ist und auch weiterhin in der Branche eine führende Rolle in Bezug auf Innovation und regulatorische Akzeptanz spielen” werde.

In Bezug auf die regulatorische Situation auf dem US-Markt kommentierte er weiterhin:


Auch wenn die derzeitige Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden neu ist, haben Alex Mashinsky und das Ethos von Celsius seit langem das Gefühl, dass die Aufsichtsbehörden versuchen, den Verbraucherschutz zu verbessern. Celsius ist bestrebt, konstruktiv mit den Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten, um den dynamischen Kryptobereich besser zu verstehen, Privatkunden vor Betrug und unangemessenen Risiken zu schützen und allgemeines Verbraucherwissen zu schaffen, um durchdachte Investitionsentscheidungen zu ermöglichen.

Laurence A. Tosi, Gründer und Managing Partner bei WestCap

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