Reibungsloser Start Nach monatelangem Hype: Kusama startet Parachain-Auktionen
Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Kusama

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Nach monatelangem Warten ist es nun endlich so weit. Kusama startet die erste funktionsfähige Parachain und ab sofort können Investoren an Parachain-Auktionen teilnehmen.

Am 8. Juni hat Kusama den erfolgreichen Start seiner ersten Parachain auf Twitter bekannt gegeben.


Diese Entwicklung stellt einen äußerst wichtigen Meilenstein für das Projekt des Ethereum-Mitgründer Gavin Wood dar. Denn laut einem Blog-Post können Krypto-Projekte ab sofort an Parachain-Auktionen teilnehmen, um sich einen Platz im KSM-Ökosystem zu sichern.

Parachains und Parachain-Auktionen auf Kusama

Parachains sind benutzerdefinierte Blockchains, die in das Kusama-Netzwerk integriert sind. Das Besondere an ihnen ist daher, dass sie sich für eine beliebige Anzahl von Anwendungsfällen anpassen lassen. Darüber hinaus sind die Parachains mit der Hauptblockchain (Relay Chain) von Kusama verbunden, wodurch sie von deren Netzwerksicherheit profitieren können.

Derzeit gibt es lediglich 100 Parachain-Plätze auf Kusama. Jedes Projekt, das sich einen Parachain-Platz sichern will, muss an einer sogenannten Parachain-Auktion teilnehmen. In einer solchen Auktion bieten verschiedene Teams von Krypto-Projekten mit KSM um einen Parachain-Platz. Es nicht möglich, mit anderen Kryptowährungen an den Auktionen teilzunehmen. Aus diesem Grund führt der Start der verschiedenen Parachain-Auktionen dazu, dass die Nachfrage nach KSM mit hoher Wahrscheinlichkeit steigt.


Parachain-Auktionen als Grund für den Kursanstieg von Kusama?

Bei Parachain-Auktionen gewinnt in der Regel das Krypto-Projekt, das zum Zeitpunkt des Endes einer Parachain-Auktion, das Gebot mit den meisten KSM abgegeben hat. Wichtig ist dabei zu wissen, dass eine solche Auktion nicht so abläuft wie beispielsweise eine Auktion auf Ebay. Das liegt daran, dass das Ende einer jeden Parachain-Auktion zufällig von einem Algorithmus bestimmt wird. Aus diesem Grund muss jedes Projekt nach dem Start einer Auktion sofort mit so vielen KSM wie möglich abstimmen, da sie nicht wissen, wann genau die Auktion vorbei ist.

Bei Kusama-Auktionen erhält in der Regel das Projekt den Parachain-Platz, das zum Zeitpunkt des Auktions-Snapshots mit den meisten KSM abgestimmt hat.

Aus diesem Grund kann das Gewinnen eines Parachain-Platz auf Kusama sehr kostspielig für die einzelnen Projekte sein, da sie so viele KSM wie möglich benötigen. Dadurch führt der Start der Parachain-Auktionen auf Kusama dazu, dass derzeit viele Projekte miteinander konkurrieren und die Nachfrage nach KSM steigt. Das spiegelt sich auch im KSM-Kurs wider. Allein in den letzten sieben Tagen verzeichnete das Projekt einen Kursanstieg von über 18 Prozent. Zu Redaktionsschluss kostet ein einzelner KSM-Token knapp 428 US-Dollar.

Wie können Investoren von Parachain-Auktionen profitieren?

Die einzelnen Krypto-Projekte können aber nicht nur selbst KSM ansammeln, um eine Chance bei den Parachain-Auktionen zu haben. Sie haben auch die Möglichkeit über sogenannten Crowdloans KSM-Token von ihrer Community auszuleihen. Die Community-Mitglieder stimmen dabei zu, dass ihre KSM in Parachain-Auktionen verwendet werden dürfen. Zudem stimmen sie zu, dass sie für einen im Vorhinein festgelegten Zeitraum nicht auf ihre KSM zugreifen können. Im Gegenzug erhalten sie dafür Token-Belohnungen. Beispielsweise erhalten Investoren, die das Kusama-Projekt Karura unterstützen derzeit für jeden KSM-Token, den sie für die Auktion zur Verfügung stellen knapp 12 KAR-Token.

Sollte ein Kusama-Projekt aber trotz der Unterstützung der Community die Auktion verlieren, dann werden die zur Verfügung gestellten KSM automatisch zurückgezahlt. Neben dem normalen Staking können KSM-Besitzer nun auch Crowdloans nutzen, um ein passives Einkommen zu erzielen.


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