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Nach heftiger KritikMozilla legt Krypto-Spenden auf Eis

Nachdem die Mozilla Foundation ihren Followern auf Twitter die Möglichkeit der Krypto-Spenden nahegelegt hatte, kassiert die Stiftung einen herben Rückschlag.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Mozilla Logo

Quelle: Shutterstock

Die Organisation, die hinter dem Firefox-Browser steckt, erfuhr über die letzte Woche starken Gegenwind. Daraufhin entschied sich die Stiftung, die Möglichkeit der Krypto-Spenden vorerst zu pausieren.

In einem Statement auf Twitter erklärt Mozilla, dass die Organisation von nun an überprüfe, inwiefern Krypto-Spenden mit den Klimazielen vereinbar seien. Daher setze die Stiftung die Möglichkeit, Krypto zu spenden, vorerst aus. “Wir freuen uns auf dieses Gespräch und danken unserer Gemeinschaft dafür, dass sie uns auf dieses Problem aufmerksam gemacht hat”, so Mozilla.

“Planetenverbrennende Abzocker”

Vor allem ein Beitrag scheint für die Stiftung ins Gewicht gefallen zu sein. Denn Mozillas Co-Founder Jamie Zawinsky höchstselbst kommentierte den Tweet der Organisation und erntete damit über 20.000 Likes. Darin warf er mit Schimpfwörtern um sich und gab seine Enttäuschung in die Mozilla Foundation für ihre Krypto-Akzeptanz preis. Im selben Zuge ließ er verlauten, dass “jeder, der an dem Projekt beteiligt ist, sich zutiefst für diese Entscheidung schämen sollte, sich mit Planetenverbrennenden Abzockern zusammenzutun”.

Zawinsky war dabei, als Mozilla im Jahre 1998 als Open-Source-Projekt ins Leben gerufen wurde, verließ das Vorhaben jedoch ein Jahr später. Der Co-Founder spielt mit seiner Kritik auf die regelmäßig aufkommenden Umweltbedenken im Krypto-Space an.

Wir haben uns mit der Diskussion rund um die Krypto-Szene und ihrer Auswirkung auf das Klima in der Juli-Ausgabe unseres Monats-Magazins Kryptokompass auseinandergesetzt.

Kritik über Kritik

Doch damit nicht genug. Nachdem die Mozilla Foundation auf die Kritik ihrer Follower und Nutzer mit einer Pausierung der Krypto-Spenden reagiert hatte, hagelt es nun aus anderen Ecken Kritik.

Dogecoin-Gründer Billy Markus kommentierte den Mozilla-Tweet ebenfalls und schrieb:

Wartet, bis die Leute von den Umweltkosten des Papierdollars und der gesamten Bankeninfrastruktur erfahren. Ich bin sicher, dass sie über ihre eigenen ständigen Umweltauswirkungen genauso erschüttert sein werden.

Billy Markus, Dogecoin Co-Founder, auf Twitter

Ein anderer Twitter-User schreibtzudem, dass es “schade” sei, dass Mozilla “der Hysterie und dem Hass auf Kryptowährungen zum Opfer [fällt], der in letzter Zeit zu beobachten ist”.

Mit dem Gegenwind von Krypto-Kritikern steht Mozilla nämlich nicht alleine da. Jüngst erlebte Ubisoft einen herben Rückschlag vonseiten der Gaming Community. Nachdem das französische Unternehmen Waffen-, Outfit- und Fahrzeug-Skins als NFTs auf der Tezos-Blockchain ankündigte, geriet es in heftige Kritik.

Es scheint so, als könne die Mozilla Foundation es gerade niemandem so richtig recht machen. Welches Argument letztendlich greift und ob die Mozilla Foundation bald wieder Krypto-Spenden akzeptiert, bleibt abzuwarten.

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