Microsofts Bletchley: Neue Tools für Ethereum Community
Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Quelle: Pete Rizzo - CoinDesk

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Microsoft enthüllte auf dem alljährlichen Ethereum Entwickler-Treffen in Shanghai, dass sie eine neue Version der Consortium Blockchain Software “Bletchley” veröffentlichen werden.
Project Bletchley

Project Bletchley

Als Teil der Updates zu dem Thema wurde das “Quickstart Template” vorgestellt, ein Tool, dass es Nutzern von Project Bletchley einfacher macht ein Consortium aufzubauen, welches dann eine private Version der Ethereum Blockchain verwendet. Das Template (zu deutsch, die Vorlage) ist laut Microsoft, eines von vielen Tools die das Handling verschiedener Blockchain Projekte automatisieren sollen.


Zwar erscheinen die letzten Verbesserungen zu Bletchley nicht zu überwältigend zu sein, doch Microsoft Azures Blockchain Program Manager sagte, dass das Update einen kleinen Blick auf bevorstehende Projekte werfen soll. Dann, wenn neue Mitglieder hinzu kommen.

Gray erklärte CoinDesk:

“Es ist wie ein drei-wöchiger Prozess der auf acht Fragen herunter gebrochen wurde.”

Gray erklärte, dass die Nutzer durch einen Schritt-für-Schritt-Prozess geleitet werden. Man wählt die Mitglieder des Consortiums aus und legt die Anzahl der Nodes fest die jede Bank besitzen soll. Dann werden die Nodes geographisch mittel der Azure Cloud verteilt um die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) zu erhöhen.

Mit der Veröffentlichung ging die Einführung eines neuen White Papers einher. In diesem geht Microsoft näher auf sein neues Angebot namens “cryptlet” ein, welches ein Oracle ist, dass außenstehende Datenquellen nutzen soll, um einen Smart Contract zu informieren.

Gray sagte, dass Finanzielle Institutionen durch die Nutzung von Cryplets beispielsweise Smart Contracts über den derzeitigen Londoner Interbanken Angebotszins informieren können. Dieser wird weltweit als Referenzsatz angesehen und kann dementsprechend genutzt werden. Allerdings sieht Gray Cryptlets auch als funktionserweiternd, da es Nutzern erlaubt bestimmte sensible Informationen außerhalb der Blockchain zu speichern.

“Wenn Blackrock eine Smart Contract Vereinbarung mit Citi eingeht, wollen sie nicht unbedingt ihre IP-Adresse auf der Blockchain speichern. Sie hat Zugriff auf Azure, das Cryptlet wird die Transaktion signieren und man bekommt eine Bestätigung, dass die Daten authentifiziert sind”, fuhr er fort.

Middleware Plan

In einem Interview erklärte Gray, dass die Veröffentlichung einen sogenannten “Middleware Plan” (engl. “middleware roadmap”) offenbaren. Dieser zielt darauf ab die Funktionsweise von Cryptlets zu erklären und wofür sie benutzt werden.

Sollte alles nach Plan verlaufen stellt sich Gray vor, dass die Templates und Cryptlets der Open-Source Bloclchain Community vorgestellt werden könnten.

Auf der nächsten Devcon hofft er, dass Entwickler die Besonderheit der Cryptlet Bibliotheken besprechen werden.


“Das wird kommen, [und] wir bauen das heute auf”, fügte er hinzu.

Nach seiner Vision könnten geschäftliche Institutionen Cryptlet Daten-Dienste abonnieren. Für diesen Dienst könne dann Geld verlangt werden, je nachdem wie häufig der Abruf der abgefragten Daten wäre.

“Man bekommt vertrauensvolle Daten auf abhängige Art und Weise, es läuft so von Grund auf, man bekommt dadurch Resilienz, [und] wir haben die Garantie, dass die Dienste nicht offline gehen,” setzte er fort.

Ethereum Infrastruktur

Gray wies darauf hin, dass dieses Projekt ein weiteres Zeichen dafür ist, das Microsoft an der Entwicklung von Ethereum als “Infrastruktur Layer” für Blockchain-Unternehmens-Services interessiert ist.

Experimentelle Elemente wie Proof-Of-Stake Zahlungsverifizierung und Sharding wären zwar auch Teil des Projekts, doch Microsoft weite seine Bestrebungen aus.

Im Allgemeinen sieht Gray die Public Ethereum Blockchain als Schlüsselkomponente für die Vision an. Der Plan eine kollaborative Umgebung auf Azure aufzubauen, soll dies untermauern. Er betonte, dass die Anwerbung von qualitativen Entwicklern für Unternehmen immer noch ein Problem sei, und dass man mit der Verstärkung durch Ressourcen des Ethereum Entwickler Pools, mehr Fortschritt machen könnte.

“Wir wollen ihnen bei dem Erreichen ihrer Ziele helfen, doch bieten wir höher angesiedelte Dienste an”, erklärte er.

Er fügte hinzu, dass Microsoft die Teilnahme und das Interesse der Ethereum Community benötige, sollten Projekte wie Bletchley Erfolg haben.

“Sie müssen mit der Communty zusammenarbeiten, um die Public Ethereum Performance zu verbessern, [und] diese in die Unternehmen zu bringen.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via coindesk



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