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Dogecoin, Shiba Inu und Co. Lohnt sich das Spiel mit dem Feuer oder sind Memecoins reine Lotterie?

Shiba Inu, Dogecoin oder Floki Inu – drei Memecoins, die man kennt. Seit Elon Musk DOGE zu seinem Lieblingscoin erklärt hat, schießen Kryptowährungen mit Hunden im Logo wie Pilze aus dem Krypto-Nährboden. Kann sich ein Investment lohnen? Ein Streitgespräch.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 0 Minuten
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Shiba Inu

Beitragsbild: Shutterstock

| Hunde-Token machen einen großen Anteil an beliebten Memecoins aus.

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Machen wir uns nichts vor: Der Krypto-Markt ist eine Lotteriebude. Use Case, Whitepaper, GitHub-Einträge – alles schön und gut, aber wer so tut, als würden diese Eigenschaften eine Rolle bei Investmententscheidungen spielen, lügt sich selbst in die Tasche. Den meisten Anleger:innen “seriöser” Kryptowährungen geht es auch nur um eines: Rendite.

Und die sucht bei Memecoins ihresgleichen. Kurze Perioden, in denen hohe Gewinne eingefahren werden: Das und nicht mehr bleibt der Zweck von Memecoins – und das ist auch völlig legitim. Kommt es dann zum Kurseinbruch, tönt ein “ich habe es doch immer gesagt” aus dem von Neid befallenen Lager der Alleswisser, die keine Gelegenheit auslassen, ihre vermeintliche intellektuelle Überlegenheit gegenüber jungen und unbekümmerten Anleger:innen, die sich an Memecoins die Hörner abstoßen, zur Schau zu stellen. Das ist peinlich, denn allen ist völlig klar: Ein Shiba Inu ist nicht für die Ewigkeit gemacht.

Zu den Spielregeln gehört, dass am Ende einige reicher sind als vorher und der Rest die Zeche zahlt. Wer das verwerflich findet, sich nicht auf eine Stufe mit dem Reddit-Schwarm stellen oder sein Portfolio einfach nicht durch Memecoins in den Dreck ziehen will, darf auch keine Lottoscheine ausfüllen. Was häufig untergeht: Memecoins geben nicht nur allen die Möglichkeit, in kurzer Zeit die Wallet zu füllen, sie tragen auch zu einer breiteren Krypto-Akzeptanz bei, als es viele der alteingesessene Coins tun.

Was ebenfalls häufig untergeht: Auch Bitcoin wäre ohne die Meme-Kultur nicht da, wo er heute ist. Oder woher stammt der Begriff “hodln” nochmal?

David Scheider: “Ein Spiel mit dem Feuer”

Memecoins sind in einer Blase – daran kann kein Zweifel bestehen. Die Marktkapitalisierung des derzeit größten Memecoins, Dogecoin (DOGE), beträgt zum Zeitpunkt des Schreibens rund 9 Milliarden US-Dollar. Neun Milliarden USD! Zum Vergleich: Das ist mehr als hiesige DAX-Unternehmen wie die Commerzbank auf die Waage bringen. Im Gegensatz zu Coins mit Hunden im Logo produzieren diese aber einen gesellschaftlichen Mehrwert. Sie versorgen Menschen beispielsweise mit Krediten.

Memecoins hingegen haben keinen Anwendungsfall. Sie sind eben Memes, sie dienen der Unterhaltung. Das ist okay. Auch Memecoins haben ihre Berechtigung. Problematisch wird es aber dann, wenn immer mehr Menschen auf den Zug aufspringen und sogenannte “Yolo-Investments” tätigen, also immense Summen auf das Aufblähen der Blase wetten. Denn die Blase wird platzen – wer bis dahin nicht ausgecasht hat, ist angeschmiert.

Bitcoiner investieren in die Kryptowährung Nr. 1 in der Erwartung, dass der Kurs über die lange Frist steigen wird – eben aufgrund der fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin: Zensurresistenz, Inflationsschutz und Netzwerksicherheit. Dogecoin, Shiba Inu und Co. erfüllen keine dieser Eigenschaften. Niemand plant diese Coins langfristig zu halten. Alles, was man Bitcoin vorwirft, verköpern Memecoins tatsächlich.

Ein Investment ist reine Spekulation. Oder anders gesagt: Wer sein Geld in Memecoins steckt, spielt mit dem Feuer.

Disclaimer: Dieser Beitrag erschien bereits im Dezember 2021 im BTC-ECHO Magazin. Hier entlang zum Shop.

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