Metaplanet, die drittgrößte Bitcoin-Treasury der Welt, reagiert auf den anhaltenden Widerstand der Aktionäre und passt die Bedingungen der Series-10-Bezugsrechte an. Geschäftsführer Simon Gerovich erklärt, dass das Unternehmen die Anzahl der durch die Rechte abdeckbaren potenziellen Aktien um 131,3 Millionen reduziert. Die Gesamtzahl sinkt damit von 319,46 Millionen auf 188,19 Millionen Aktien. Dies wird durch eine Zurücksetzung des Konvertierungsverhältnisses von 1:696 auf 1:410 erreicht, was dem Niveau vor dem internationalen Aktienangebot vom September 2025 entspricht.
Die Änderung vernichtet nach Angaben von Gerovich einen Optionswert von mehr als 220 Millionen US-Dollar und erhöht den Bestand an Bitcoin pro verwässerter Aktie um etwa 8,8 Prozent. Bereits durch frühere Ausübungen gelieferte Aktien verbleiben allerdings unangetastet im Umlauf. Als Resultat einer aggressiven Bitcoin-Kaufstrategie hält die japanische Treasury-Firma mittlerweile 43.000 BTC im Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar.
Japan beschreitet den Bitcoin-Pfad
Zusätzlich zieht das Management der Bitcoin-Firma den Plan zurück, bis zu 90.000 Rechte an ein Incentive-Vehikel für Führungskräfte und Mitarbeiter zu übertragen. Stattdessen entwickelt man gemeinsam mit einem globalen Vergütungsberater ein neues Programm. Unter den angepassten Bedingungen unterliegen alle nicht ausgeübten Rechte veränderten Ausübungseinschränkungen, wobei jeweils ein Drittel in den Jahren 2029, 2030 und 2031 ausübbar wird. Matthew Sigel, Leiter der Digital Asset Research bei VanEck, bezeichnet die Überarbeitung auf X als ein “bedeutendes Zugeständnis“, welches die Interessen der Unternehmensführung besser mit denen der Aktionäre in Einklang bringe.
Als wichtigen neuen Bitcoin-Kurstreiber nannte Gerovich jüngst den makroökonomischen Wandel in Fernost: “30 Jahre lang war es in Japan die kluge Entscheidung, nichts mit seinem Geld zu tun. Diese Welt ist jetzt vorbei.” Allein japanische Haushalte würden etwa 14 Billionen US-Dollar an Finanzaktiva halten, wovon die Hälfte beinahe unverzinst auf Bankkonten liegt.
Da Japan die Ertragssteuer auf Bitcoin demnächst von bis zu 55 Prozent auf 20 Prozent senkt, könnte die Krypto-Leitwährung bald erheblich an Attraktivität gewinnen. Remixpoint, eine andere japanische Treasury-Firma, trägt dem offenbar bereits Rechnung. Im Rahmen eines Strategiewechsel verabschiedete sie sich kürzlich von Diversifikation und ging “All-In” bei Bitcoin.
