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Krypto-Kritiker Shiller beginnt, Bitcoin zu verstehen

Der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Robert Shiller hat sich in der Vergangenheit immer wieder negativ über Bitcoin und alle anderen Kryptowährungen geäußert. Nun hat er die Dezentralität der Digitalwährungen erkannt und beginnt, den Enthusiasmus der Krypto-Community zu verstehen.

Tanja Giese
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Erst im Januar dieses Jahres berichtete BTC-ECHO von Shillers Vergleich des Bitcoins mit der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts. Damit reiht er sich ein in eine Kritiker-Riege, die diesen Vergleich immer wieder bemüht, darunter Goldman Sachs, Sheila Bair und Elmar Brok. Zudem sieht er in Bitcoin & Co. eine Modeerscheinung sowie ein Pyramidensystem. Gerade auf dem Wirtschafts- und Finanznachrichtensender CNBC tat Shiller seine harte Meinung über digitalen Währungen des Öfteren kund. So sagte er während einer Debatte mit dem Krypto-Experten Brian Kelley:

Es ist die Qualität der Geschichte, die all dieses Interesse auf sich zieht, und die ist nicht unbedingt nachhaltig […] was treibt den Markt an? Das sind keine Grundlagen. Es ist nicht so, dass dies eine fundamental wichtige Sache ist, dieser Bitcoin.

Doch eine „großartige Geschichte“?

Nun hat Shiller seine Meinung nicht geändert, aber differenziert. Am 13. April äußerte er seine detailliertere Ansicht gegenüber CNBC. Nach wie vor sieht er den Bitcoin als temporäres Phänomen an. Jedoch erkennt er nun, was das Revolutionäre an ihm ist:

Es gibt viele Leute, [die] der Regierung nicht mehr vertrauen. Sie mögen die Idee, dass dies nicht von der Regierung kam. Es kam von einem wirklich schlauen Informatiker. Sie mögen das. Es ist eine großartige Geschichte für Märkte von heute.

Shiller erkennt die Vorteile der dezentralisierten Natur der Kryptowährungen an. Außerdem gibt er zu, dass seine vorangegangenen kritischen Äußerungen übereifrig gewesen sein könnten. Für jemanden, der wiederholt die gleichen vernichtenden Urteile für Bitcoin & Co. gefällt hat, ist diese Einsicht bemerkenswert. Trotz seiner Kritik an Kryptowährungen habe er sich immer für die darunterliegende Blockchain-Technologie interessiert. Es scheint, als habe sich der US-Ökonom nun auch intensiver mit den weiteren Aspekten der Digitalwährungen auseinandergesetzt.

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