Das Krypto-Protokoll AFX Trade ist offenbar Opfer eines schweren Hackerangriffs geworden. Nach Angaben des Sicherheitsunternehmens Blockaid wurden rund 24,15 Millionen US-Dollar in USDC aus einer von AFX betriebenen Crosschain Bridge entwendet. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend und wird derzeit untersucht.
Wichtig ist dabei, dass nicht das Arbitrum-Netzwerk selbst betroffen war. Offchain Labs bestätigte, dass ausschließlich eine Bridge eines Drittanbieters angegriffen wurde. “Uns ist ein Bericht über einen Hackerangriff auf eine Bridge bei Arbitrum bekannt, und wir gehen der Sache nach. Wir können bestätigen, dass die betreffende Transaktion von einem Protokoll eines Drittanbieters stammt und dass die Arbitrum-eigene Bridge in keiner Weise gehackt oder ausgenutzt wurde”, so Steven Goldfeder, CEO von Offchain Labs.
Krypto-Hacks nehmen wieder zu
Die Angreifer wandelten die erbeuteten USDC nach Erkenntnissen von PeckShield in 12.467 Ether um. Mehrere Onchain-Analyseplattformen konnten die Geldflüsse anschließend nachvollziehen.
Blockaid arbeitet nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Arbitrum-Team und AFX an der Aufklärung des Vorfalls. Bislang haben die Entwickler keine Angaben dazu gemacht, wie die Schwachstelle ausgenutzt werden konnte oder ob betroffene Nutzer entschädigt werden.
Der Angriff reiht sich in eine Serie neuer Sicherheitsvorfälle im Krypto-Sektor ein. Es bereits der 14. größere Hack im laufenden Juli. Die gesamten Verluste durch Krypto-Hacks summieren sich in diesem Monat damit bereits auf rund 97 Millionen US-Dollar und liegen schon jetzt über dem Wert des gesamten Vormonats.
Crosschain Bridges gelten seit Jahren als eines der größten Sicherheitsrisiken im DeFi-Sektor. Immer wieder nutzen Angreifer Schwachstellen in der Infrastruktur aus, um hohe Summen abzuziehen. Der Vorfall bei AFX dürfte die Diskussion über die Sicherheit solcher Brücken erneut anheizen.
