Zum Inhalt springen

Keine Lizenz: BaFin greift durch

Das deutsche Unternehmen Crypto.exchange GmbH muss auf Anweisungen der BaFin mit sofortiger Wirkung sein Geschäft einstellen. Als Grund dafür werden unerlaubte Geschäfte genannt. Das Eingreifen der BaFin soll den Markt ordnen und stellt einen Qualitätsindikator für Finanzdienstleister dar.

Tobias Schmidt
 |  Lesezeit: 1 Minuten
Teilen
bafin

Beitragsbild: Shutterstock

Wer in Deutschland gewerblich Finanzgeschäfte tätigen möchte, benötigt eine dafür ausgestellte Lizenz. Die Erteilung dieser Erlaubnis obliegt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), der Regulierungsbehörde für Finanzen der Bundesrepublik Deutschland. Fehlt diese Lizenz, fällt es der BaFin zu, diesen Verstoß zu sanktionieren.

So geschehen am gestrigen Montag, als die BaFin dem in Berlin ansässigen Unternehmen Crypto.exchange GmbH eine Weiterführung des Geschäfts verbat. Die Gesellschaft hatte unter anderem Bitcoin zum Kauf angeboten, ohne über die dazu notwendige Autorisierung zu verfügen. Die BaFin selbst veröffentlichte dazu folgende Stellungnahme:

Die BaFin hat der Crypto.exchange GmbH, Berlin, mit Bescheid vom 29. Januar 2018 aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Finanzkomissionsgeschäft umgehend einzustellen.

Das Unternehmen warb im Internet – unter anderem auf der Seite www.btc-now.de – damit, Bitcoin in Euro umzutauschen. Dabei behauptete es, durch die BaFin geprüft worden zu sein. Anleger sollten ihre Bitcoins auf das Unternehmen übertragen, das diese im Gegenzug an einer Börse verkaufen wollte. Der dort erzielte Kaufpreis sollte den Anlegern binnen 30 Minuten überwiesen werden.

Hierdurch betreibt die Crypto.exchange GmbH das Finanzkommissionsgeschäft. Die BaFin stellt ausdrücklich klar, dass das Unternehmen entgegen seiner Eigenwerbung ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin tätig ist.

Die Verfügung der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

Das Erhalten einer BaFin-Lizenz kann als großes Qualitätsmerkmal betrachtet werden und schafft Vertrauen in die Seriosität von Finanzdienstleistern. Es ist dementsprechend auch mit großen Hürden verbunden, eine solche Lizenz zu bekommen – eine Summe im fünf- bis sechsstelligen Eurobereich ist zu entrichten.

BTC-ECHO

Du möchtest Dogecoin (DOGE) kaufen?
Das ist unter anderem via eToro möglich. eToro bietet Investoren, von Anfängern bis zu Experten, ein umfassendes Krypto-Trading-Erlebnis auf einer leistungsstarken und dabei benutzerfreundlichen Plattform.
Zum Anbieter
Die neusten Ausgaben des BTC-ECHO Magazins
Ausgabe #61 Juli 2022
BTC-ECHO Magazin – Jahresabo
Ausgabe #60 Juni 2022
Ausgabe #59 Mai 2022
Du möchtest aktuelle News?

Melde dich bei unserem Newsletter an, um auf dem aktuellen Stand zu sein.